Statistik – Arbeitsunfallgeschehen 2020
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Statistik – Arbeitsunfallgeschehen 2020
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Statistik Arbeitsunfallgeschehen 2020 kommmitmensch ist die bundesweite Kampagne der gesetzlichen Unfallversicherung in Deutschland. Sie will Unternehmen und Bildungseinrichtungen dabei unterst�tzen eine Pr�ventionskultur zu entwickeln, in der Sicherheit und Gesundheit Grundlage allen Handelns sind. Weitere Informationen unter www.kommmitmensch.de Impressum Herausgegeben von: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) Spitzenverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften und der Unfallversicherungstr�ger der �ffentlichen Hand Referat Statistik Glinkastra�e 40 10117 Berlin Telefon: 030 13001-0 (Zentrale) E-Mail: info@dguv.de Internet: www.dguv.de Ausgabe: September 2021 Inhaltsverzeichnis Seite Seite Vorbemerkung....................................................................................... 4 Umfang der Unfallstatistik, Begriffsdefinitionen, Kennzahlen............................................................................................. 5 Unfallanzeige, Meldepflicht, Neue Unfallrenten und Todesf�lle.......................................... 5 Unfallzahlen 2020 im �berblick � Unfallschwerpunkte von Arbeitsunf�llen bei betrieblicher T�tigkeit ............... 7 Organisation der Unfallversicherungstr�ger..................... 12 Kennzahlen zur Allgemeinen Unfallversicherung 2020 � Versicherte, Vollarbeiter.............................................. 13 Merkmalsbezogene Verteilungen............................................... 16 1 Unfallart � Art des Versicherungsfalls......................... 16 2 Dauer der Arbeitsunf�higkeit........................................... 19 3 T�dliche Unf�lle....................................................................... 20 4 Betriebsgr��e........................................................................... 24 5 Wirtschaftszweig (BG) und Betriebsart (UVT�H) ... 29 6 Beruf ............................................................................................. 33 6.1 Absolute Zahlen....................................................................... 33 6.2 Unfallquoten.............................................................................. 36 7 Alter und Auszubildende.................................................... 39 8 Geschlecht.................................................................................. 43 9 Staatsangeh�rigkeit.............................................................. 45 10 Unfallzeitpunkt (Monat, Wochentag, Unfallstunde)............................... 48 11 Unfalldiagnose � verletzter K�rperteil, Art der Verletzung................................................................... 52 11.1 Verletzter K�rperteil............................................................... 52 Hand, Handwurzel.................................................................. 53 Fu� ................................................................................................ 53 Knie, Unterschenkel.............................................................. 53 Kopf ............................................................................................... 54 11.2 Art der Verletzung................................................................... 54 12 Neue Unfallrenten.................................................................. 56 1 Bauliche Einrichtungen....................................................... 63 2 Absturzunf�lle.......................................................................... 66 3 Stolper-, Rutsch- und Sturzunf�lle................................. 69 4 Werkzeuge und Maschinen .............................................. 71 4.1 Handwerkzeuge (nicht kraftbetrieben)....................... 72 4.2 Handwerkzeuge (kraftbetrieben)................................... 73 4.3 Maschinen (tragbar oder ortsver�nderlich).............. 74 4.4 Maschinen (station�r).......................................................... 76 5 Innerbetrieblicher Transport ............................................ 78 6 F�rdereinrichtungen.............................................................. 81 7 Flurf�rdermittel (Stapler, Handkarren)........................ 82 8 Lagereinrichtungen, Zubeh�r, Regalsysteme.......... 84 9 Chemische, explosionsgef�hrliche Stoffe................. 86 10 Einwirkungen durch Gewalt, Angriff, Bedrohung, �berraschung................................................. 87 11 Baustellen................................................................................... 90 Unfallzahlen von Rehabilitanden............................................... 92 Anhang ................................................................................................ 94 Anhang 1 Formular zur Unfallanzeige � Erhebungsbogen................... 94 Formular zur Unfallanzeige � Erl�uterungen ........................ 95 Anhang 2 �2 SGB VII � Versicherung kraft Gesetzes (Textauszug)............................................................................................ 97 Gegenstands-/themenbezogene Schwerpunkte............... 61 Vorbemerkung Eingebunden in das Netz der sozialen Sicherung in der Bundesrepublik Deutschland, treten die gesetzlichen Unfallversicherungstr�ger f�r Folgen von Unf�llen bei der Arbeit, auf dem Arbeitsweg sowie von Berufskrankheiten ein. Sie haben vom Gesetzgeber den Auftrag, mit allen geeigneten Mitteln Arbeitsunf�lle und Berufskrankheiten zu verh�ten, f�r wirksame Erste Hilfe und f�r eine optimale medizinische, berufliche und soziale Rehabilitation sowie f�r die Zahlung von Geldleistungen an Verletzte, Erkrankte und Hinterbliebene zu sorgen. Um sich bei der Vielzahl der Aufgaben ein Bild �ber Stand und Entwicklung bei Unf�llen und Berufskrankheiten machen zu k�nnen, werden wichtige Tatbestandsmerkmale aus den Teilbereichen des Unfall-, Rehabilitations- und Berufskrankheitengeschehens erfasst, zu Zentraldateien zusammengef�hrt und f�r Dokumentationen aufbereitet. Die Datenbest�nde sind dar�ber hinaus die Grundlage f�r Anfragen, die aus Fachkreisen und einer interessierten �ffentlichkeit an die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung herangetragen werden. Im Jahr 2007 haben sich der Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften (HVBG) sowie der Bundesverband der Unfallkassen (BUK) als Spitzenverband der Unfallversicherungstr�ger der �ffentlichen Hand (UVT�H) zur Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) zusammengeschlossen. Dort, wo das Unfallgeschehen in der gewerblichen Wirtschaft und das des �ffentlichen Dienstes deutlich voneinander abweichen, werden diese Unterschiede auch weiterhin getrennt dargestellt. Allgemeine Angaben zu Unfallzahlen findet man auch in weiteren Ver�ffentlichungen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Insbesondere Informationen zu Kennzahlen als Zeitreihen lassen sich in den j�hrlich aktualisierten Brosch�ren wie ,,DGUV- Statistiken f�r die Praxis" oder ,,Gesch�fts- und Rechnungsergebnisse" (Webcode auf www.dguv.de: d566486) wiederfinden. Das Berichtsjahr 2020 steht unter dem ma�geblichen Einfluss der COVID-19-Pandemie. Die Auswirkungen dieser Sondersituation sind in den Statistiken deutlich zu erkennen. W�hrend es beim Versicherungsumfang insgesamt nur zu vergleichsweise geringen Ver�nderungen kommt, zeigen sich an den Unfallzahlen je nach Branche erhebliche Verwerfungen. Die absolute Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunf�lle sank um 12,7 Prozent auf 760.492, wobei die Entwicklung bei den gewerblichen Berufsgenossenschaften (-12,2 Prozent) und den Unfallversicherungstr�gern der �ffentlichen Hand (-18,5 Prozent) unterschiedlich verlaufen ist. Die meldepflichtigen Wegeunf�lle sanken um 18,1 Prozent auf 152.823. Bei den t�dlichen Wegeunf�llen gab es den deutlichsten R�ckgang: Nach 309 F�llen im Vorjahr gab es 2020 71 F�lle weniger, was einem R�ckgang um 23,0 Prozent entspricht. Die Arbeitsunfallstatistik gibt Auskunft �ber das Gesamtfeld des Arbeitsunfallgeschehens in der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Dabei sollen die unterschied lichen Aspekte zum Unfallgeschehen m�glichst umfassend dargestellt werden. F�r Anregungen und Hinweise, die bisher nicht behandelte Themen betreffen, sind die Autoren dankbar. 4 Umfang der Unfallstatistik, Begriffsdefinitionen, Kennzahlen Unfallanzeige, Meldepflicht, Neue Unfallrenten und Todesf�lle Nach � 193 Abs. 1 SGB VII haben Unternehmerinnen und Unternehmer jeden Unfall in ihrem Unternehmen anzuzeigen, wenn versicherte Personen get�tet oder so verletzt sind, dass sie f�r vier oder mehr Tage arbeitsunf�hig werden (meldepflichtiger Unfall). Als Unfallereignis z�hlen alle Arbeitsunf�lle im engeren Sinne (� 8 Abs. 1 SGB VII) und alle Wegeunf�lle (� 8 Abs. 2 SGB VII), also Unf�lle, die sich auf dem Weg nach oder von dem Ort einer versicherten T�tigkeit ereignen. Versicherungsrechtlich sind Wegeunf�lle den Arbeitsunf�llen gleichgestellt. Die Meldung eines Unfalls erfolgt �ber die Unfallanzeige, die Unternehmerinnen oder Unternehmer oder ihre Bevollm�chtigten binnen drei Tagen zu erstatten haben. Sofern die Voraussetzungen vorliegen, werden auch Anzeigen von verletzten Personen, Krankenkassen oder (Durchgangs-) �rztinnen und �rzten bei den meldepflichtigen Unf�llen erfasst. Dies gilt insbesondere f�r den Personenkreis der nicht-abh�ngig Besch�ftigten. Mit der Unfallanzeige werden diejenigen Tatbestandsmerkmale erhoben, die zur Einleitung des Feststellungsverfahrens und f�r Aufgaben der Pr�vention notwendig sind. Die Unfallanzeige (siehe Anhang 1) dient den Unfallversicherungstr�gern als Grundlage f�r die Dokumentation der Merkmale zur Arbeitsunfallstatistik. Wegen der gro�en Anzahl der zu verschl�sselnden Merkmale flie�t nur eine Stichprobe von ann�hernd 6,7 Prozent der meldepflichtigen Unf�lle f�r die gewerblichen Berufsgenossenschaften (BG) und 10 Prozent f�r die Unfallversicherungstr�ger der �ffentlichen Hand (UVT�H) in die Unfallstatistik ein. Als statistisches Erhebungskriterium wird das sogenannte ,,Geburtstags verfahren" angewendet. Danach gehen diejenigen Unf�lle in die Stichprobe ein, bei denen der Geburtstag der unfallverletzten Person auf den 10., 11. (BG = ~6,7 Prozent) beziehungsweise zus�tzlich den 12. (UVT�H = ~10 Prozent) eines Monats f�llt. Diese Stichprobenwerte werden anschlie�end auf die Referenzzahlen der Arbeits- und Wegeunf�lle, wie sie in den Gesch�ftsergebnissen ver�ffentlicht werden, hochgerechnet. Die auf diese Art erhobenen Unfallzahlen bilden die Grundlage f�r Auswertungen zu Unfallschwerpunkten, welche wiederum Ansatzpunkte f�r weiterf�hrende analytischepidemiologische Unfallstudien sein k�nnen. Die exakte Rekonstruktion von Unfallherg�ngen beziehungsweise die Darstellung komplexer Ursache-Wirkungs-Abl�ufe muss aber weiterhin auf Basis gezielter, methodisch abgesicherter Unfallursachenforschung erfolgen. Im Rahmen der Harmonisierung der Unfallstatistik auf europ�ischer Ebene findet sukzessive eine Anpassung der Erfassungsmerkmale an internationale Standards statt. So wurde ab dem Berichtsjahr 2005 eine einheitliche Beschreibung des Unfallherganges eingef�hrt, und ab dem Berichtsjahr 2017 werden die Postleitzahl des Unfallorts, der Wirtschaftszweig in feinerer Gliederung sowie die Anzahl der Ausfalltage als neue Merkmale erhoben. In der �ffentlichen Wahrnehmung sind mit dem Begriff Arbeitsunfall vor allem die abh�ngig Besch�ftigten assoziiert, dabei sind weitere gro�e Personenkreise kraft Gesetzes unfallversichert. Hierzu geh�ren z.B. Rehabilitanden, ehrenamtlich T�tige (Gemeinde r�te, Wahlhelfende, Sch�lerlotsinnen und Sch�lerlotsen etc.), Personen in Hilfeleistungsunternehmen (DRK, MHD, JUH, freiwillige Feuerwehren), Einzelpersonen, die bei Ungl�cksf�llen Hilfe leisten, sowie Blut-/Gewebespenderinnen und -spender. Auch Arbeitslose und nach dem Bundessozialhilfegesetz Meldepflichtige sind w�hrend der 5 Umfang der Unfallstatistik, Begriffsdefinitionen, Kennzahlen Zeit, in der sie der Aufforderung einer Dienststelle der Bundesagentur f�r Arbeit nachkommen, diese und andere Stellen aufzusuchen, gesetzlich unfallversichert. Mit der Errichtung der Pflegeversicherung zum 1. April 1995 wurde ein weiterer gro�er Personenkreis beitragsfrei unter den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung � der Pflege-Unfallversicherung � gestellt. Ebenso sind Kinder in Kindertageseinrichtungen sowie Kindertagespflege, allgemein bildenden sowie beruflichen Schulen und (Fach-)Hochschulen unfallversichert. Letzt genannte Versichertengruppe wird allerdings im Rahmen der sogenannten Sch�ler unfallversicherung getrennt erfasst und ausgewertet, da unter anderem die Meldepflicht in diesem Bereich anders definiert ist. N�here Informationen hierzu finden sich in der j�hrlich zum Sch�lerunfallgeschehen erscheinenden Brosch�re der DGUV (Webcode auf www.dguv.de: d566486). Eine umfassende Aufz�hlung der versicherten Personen enth�lt � 2 ff. SGB VII (siehe Anhang 2). Die Merkmale der Arbeitsunfallstatistik lassen sich inhaltlich in vier Gruppen untergliedern: 1 Angaben zur verletzten Person � Geburtsjahr � Geschlecht � Staatsangeh�rigkeit 2 Angaben zum Arbeitsumfeld � Unfallart � Betriebsart (nur UVT�H) � Versicherungsverh�ltnis � Betriebsgr��enklasse � Wirtschaftszweig � Beruf 3 Angaben zur Verletzung � Verletzter K�rperteil � Art der Verletzung � Todesfall (ja/nein) � Folge der Verletzung *) � Verletzte K�rperseite *) � Minderung der Erwerbs- f�higkeit *) � Ausfalltage *) Merkmale, die nur bei neuen Unfallrenten erg�nzend erfasst werden 4 Angaben zum Unfallgeschehen � Unfallzeitpunkt (Stunde, Wochentag, Monat) � Unfallort � Unfallhergang: � Arbeitsplatz � Arbeitsumgebung (Unfallort) � Spezifische T�tigkeit � Abweichung � Gegenstand der Abweichung � Kontakt 6 Umfang der Unfallstatistik, Begriffsdefinitionen, Kennzahlen Zus�tzlich zu den meldepflichtigen Unf�llen werden jedes Jahr die neuen Unfallrenten f�r die Arbeitsunfallstatistik aufbereitet. Diese Erfassung erfolgt zu 100 Prozent und liefert Informationen zu Unfallherg�ngen von besonders schweren Unf�llen. Der Feststellung einer neuen Unfallrente geht in der Regel ein intensives Ermittlungsverfahren voraus. Nur ein geringer Teil der neuen Unfallrenten kann deshalb bereits im Jahr des Unfalles abgeschlossen werden. Auch wenn der Unfallzeitpunkt und die Feststellung der neuen Unfallrente in unterschiedliche Berichtsjahre der Unfallstatistik fallen, so ist dennoch, in der Regel, aufgrund der geringen j�hrlichen Ver�nderungen eine Gegen�berstellung der Unfallzahlen und neuen Unfallrenten m�glich, sodass eine Vorstellung davon vermittelt werden kann, unter welchen Unfallsituationen geh�uft schwere Unf�lle auftreten. Durch die besondere Pandemiesituation im Jahr 2020 kommt es hier allerdings zu Verschiebungen. Die Zahlen der meldepflichtigen Arbeitsunf�lle sind deutlich zur�ckgegangen, w�hrend es bei den neuen Arbeitsunfallrenten nur 0,5 Prozent weniger als 2019 sind. Dies l�sst sich damit erkl�ren, dass zwischen Unfallereignis und Feststellung einer Rente h�ufig ein l�ngerer Zeitraum liegt. Die Ausweisung der Todesf�lle bildet neben den meldepflichtigen Unf�llen und den neuen Unfallrenten die dritte S�ule in den Tabellen zur Arbeitsunfallstatistik. Seit 1994 werden diejenigen Unf�lle als Todesf�lle gez�hlt, bei denen der Tod innerhalb von 30 Tagen nach dem Unfall eingetreten ist. Dass ein Unfall noch nach dem 30. Tag zum Tod der unfallverletzten Person f�hrt, tritt nur sehr selten auf. Der Vorteil einer klaren, zeitlichen Grenzziehung durch die 30-Tage-Regelung f�r die Dokumentation der Todesf�lle �berwiegt diese leichte Unsch�rfe. Diese Vorgehensweise entspricht zudem der Z�hlweise in anderen Statistiken, wie zum Beispiel der Stra�enverkehrsunfallstatistik des Statistischen Bundesamtes, und tr�gt somit zur Vereinheitlichung statistischer Erfassungsmethoden bei. Die Statistiken der meldepflichtigen Unf�lle, der erstmals entsch�digten F�lle und der Todesf�lle spiegeln in der genannten Reihenfolge eine steigende Unfallschwere wider. Tabelle 1 gibt einen �berblick �ber die Merkmale nach Unfallschwere mit ihrem Erfassungsumfang. Tabelle 1 Schema der Erfassung von Arbeits- und Wegeunf�llen Unfallschwere/Merkmal Meldepflichtiger, nicht-t�dlicher Unfall Neue Unfallrente, erstmals entsch�digter Fall T�dlicher Unfall Unfallfolge Bei Arbeitsunf�higkeit von vier oder mehr Tagen Umfang der Erfassung Repr�sentative Stichprobe (6,7 % bzw. 10 %) Erstmalige Entsch�digung durch Zahlung einer Rente, einer Abfindung oder von Sterbegeld Vollerfassung (100 %) Tod Vollerfassung (100 %) Unfallzahlen 2020 im �berblick � Unfallschwerpunkte von Arbeitsunf�llen bei betrieblicher T�tigkeit Arbeitsunf�lle bei einer betrieblichen T�tigkeit � Unf�lle der sogenannten Unfallart 1 � haben den gr��ten Anteil am Unfallgeschehen. Einen ersten �berblick �ber die h�ufigsten Unfallzahlen von abh�ngig Besch�ftigten und Unternehmern im Berichtsjahr 2020 bieten die Tabellen 2 bis 4. Im weiteren Verlauf dieser Brosch�re werden diese noch eingehender dargestellt. 7 Umfang der Unfallstatistik, Begriffsdefinitionen, Kennzahlen Tabelle 2Unfallschwerpunkte, die durch T�tigkeiten unmittelbar vor dem Unfall beschrieben werden (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Unfallschwerpunkt Spezifische T�tigkeit (vor dem Unfall) Meldepflichtige Unf�lle*) Neue Unfallrenten T�dliche Unf�lle Anzahl % Anzahl % Anzahl % Aus der Bewegung heraus (Gehen, Laufen, etc.) Arbeit mit Handwerk zeugen Gesamt darunter: manuell motormanuell Manuelle Handhabung von Gegenst�nden Gesamt darunter: In die Hand nehmen, Ergreifen, Erfassen, Halten (horizontal) Binden, Zubinden, Auseinandernehmen, Aufmachen, Drehen Befestigen an/auf, Hochheben, Anbringen (vertikal) �ffnen, Schlie�en (Kisten, Verpackungen, Pakete Transport von Hand Gesamt darunter: Transportieren eines Gegenstands in der Vertikalen Transportieren (Tragen) einer Last durch eine Person Transportieren eines Gegenstands in der Horizontalen Bedienung einer Maschine Gesamt darunter: �berwachen, Bedienen, Bet�tigen einer Maschine Beschicken einer Maschine, Entnehmen von einer Maschine Ingangsetzen, Stillsetzen der Maschine Sonstige 205.513 123.373 83.810 33.748 129.360 73.493 10.178 7.647 5.162 80.336 35.593 19.786 20.206 34.815 10.559 12.786 5.486 116.258 29,8 4.876 43,0 17,9 975 8,6 12,2 540 4,8 4,9 355 3,1 18,8 1.186 10,4 10,7 555 4,9 1,5 126 1,1 1,1 186 1,6 0,7 28 0,2 11,6 782 6,9 5,2 297 2,6 2,9 243 2,1 2,9 204 1,8 5,0 649 5,7 1,5 284 2,5 1,9 187 1,6 0,8 101 0,9 16,9 2.882 25,4 50 21,5 32 13,7 20 8,6 11 4,7 31 13,3 13 5,6 5 2,1 5 2,1 1 0,4 7 3,0 2 0,9 3 1,3 2 0,9 21 9,0 9 3,9 1 0,4 7 3,0 92 39,5 Gesamt 689.656 100,0 11.350 100,0 233 100,0 *) Da es sich hierbei um eine hochgerechnete Stichprobenstatistik handelt, k�nnen geringf�gige Hochrechnungsunsicherh eiten und Rundungsfehler auftreten. 8 Umfang der Unfallstatistik, Begriffsdefinitionen, Kennzahlen Tabelle 3Unfallschwerpunkte, die durch den Gegenstand der Abweichung beschrieben werden (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Unfallschwerpunkt Gegenstand der Abweichung Meldepflichtige Unf�lle*) Anzahl % Bauliche Anlagen Gesamt 214.935 31,2 darunter: Fu�b�den 99.184 14,4 Neue Unfallrenten Anzahl 5.418 % 47,7 1.963 17,3 T�dliche Unf�lle Anzahl 79 % 33,9 4 1,7 Treppen 42.399 6,1 651 5,7 5 2,1 Leitern 20.953 3,0 1.321 11,6 10 4,3 T�ren 11.290 1,6 34 0,3 1 0,4 Ger�ste 5.963 0,9 377 3,3 15 6,4 Stoffe, Gegen- Gesamt 135.504 19,6 1.330 11,7 st�nde, Erzeug- darunter: nisse, Bestand- teile von Werkst�cke, Werkzeuge von Maschinen 33.119 4,8 188 1,7 Maschinen u.a. Baustoffe 27.469 4,0 273 2,4 28 12,0 3 1,3 12 5,2 Bauteile von Maschinen und Fahrzeugen 26.875 3,9 475 4,2 9 3,9 Lasten 16.912 2,5 102 0,9 0 0,0 Sp�ne, Splitter 11.083 1,6 64 0,6 0 0,0 Handwerkzeuge (manuell) Gesamt 65.522 9,5 114 1,0 darunter: Messer 37.324 5,4 40 0,4 0 0,0 0 0,0 Hammer 8.435 1,2 12 0,1 0 0,0 Schraubenschl�ssel, -zieher 5.604 0,8 17 0,1 0 0,0 Spritzen, Nadeln 407 0,1 0 0,0 0 0,0 Hands�gen 1.334 0,2 2 0,0 0 0,0 Handwerkzeuge (motormanuell) Gesamt 24.543 3,6 187 1,6 darunter: Trennschleifmaschinen 6.575 1,0 30 0,3 1 0,4 1 0,4 Handbohrmaschinen 4.159 0,6 23 0,2 0 0,0 Kreiss�gen 1.840 0,3 58 0,5 0 0,0 Schleif-, Polier-, Hobelmaschinen 625 0,1 2 0,0 0 0,0 Maschinen Gesamt 34.615 5,0 697 6,1 (ortsfest oder ver�nderlich) darunter: Maschinen und Ger�te f�r die 4.102 0,6 133 1,2 Erdbewegung und Rohstoffgewinnung 22 9,4 10 4,3 Maschinen der Materialverarbeitung 1.168 0,2 (thermische Verfahren) 13 0,1 1 0,4 9 Umfang der Unfallstatistik, Begriffsdefinitionen, Kennzahlen Unfallschwerpunkt Gegenstand der Abweichung Kraftfahrzeuge (LKW, PKW und andere) Meldepflichtige Unf�lle*) Anzahl % 22.193 3,2 F�rder-, Transport- und Lagereinrichtungen Gesamt 78.934 11,4 darunter: Materialtransportwagen, Stapler 31.787 4,6 Lagerzubeh�r 14.144 2,1 Verpackungen 15.726 2,3 Sonstige 113.410 16,4 Gesamt 689.656 100,0 Neue Unfallrenten Anzahl 678 1.081 % 6,0 9,5 514 159 84 1.845 11.350 4,5 1,4 0,7 16,3 100,0 T�dliche Unf�lle Anzahl 32 29 % 13,7 12,4 10 4,3 2 0,9 0 0,0 42 18,0 233 100,0 *) Da es sich hierbei um eine hochgerechnete Stichprobenstatistik handelt, k�nnen geringf�gige Hochrechnungsunsicherheiten und Rundungsfehler auftreten. 10 Umfang der Unfallstatistik, Begriffsdefinitionen, Kennzahlen Tabelle 4Unfallschwerpunkte, die durch die Abweichung vom normalen (unfallfreien) Verlauf durch ... beschrieben werden (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Abweichung vom normalen (unfallfreien) Verlauf durch ... Bewegungen der verletzten Person Gesamt darunter: Ausgleiten, Stolpern, Umknicken, Hinfallen Meldepflichtige Unf�lle*) Anzahl % 346.367 50,2 153.622 22,3 Neue T�dliche Unf�lle Unfallrenten Anzahl % Anzahl % 7.308 64,4 82 35,2 3.043 26,8 6 2,6 Unkoordinierte unpassende Bewegung 74.599 10,8 552 4,9 6 2,6 Sturz oder Absturz, nicht differenziert 47.202 6,8 1.424 12,5 21 9,0 Absturz von baulichen Anlagen in der H�he 23.320 3,4 1.863 16,4 46 19,7 Bewegung mit k�rperlicher Belastung 39.787 5,8 (Hochheben, Tragen, Ziehen u.a.) 366 3,2 2 0,9 Bewegung ohne k�rperliche Belastung 7.838 1,1 (Hineintreten, -setzen, sich st�tzen auf u.a.) 60 0,5 1 0,4 Verlust der Kontrolle �ber... Gesamt 238.762 34,6 darunter: Werkst�ck, Gegenstand 184.158 26,7 2.073 18,3 816 7,2 51 21,9 4 1,7 Maschine 27.145 3,9 536 4,7 14 6,0 Transportmittel 23.267 3,4 657 5,8 31 13,3 Materialschaden Gesamt 48.799 7,1 darunter: Gegenst�nde, die von oben auf das Opfer fallen 19.561 2,8 947 8,3 312 2,7 48 20,6 18 7,7 Gegenst�nde, die das Opfer auf gleicher Ebene 11.103 1,6 verletzen 178 1,6 6 2,6 Brechen, Bersten von Material, das Splitter 10.196 1,5 verursacht 85 0,7 7 3,0 Sonstige 55.729 8,1 1.022 9,0 52 22,3 Gesamt 689.656 100,0 11.350 100,0 233 100,0 *) Da es sich hierbei um eine hochgerechnete Stichprobenstatistik handelt, k�nnen geringf�gige Hochrechnungsunsicherheiten und Rundungsfehler auftreten. 11 Umfang der Unfallstatistik, Begriffsdefinitionen, Kennzahlen Organisation der Unfallversicherungstr�ger Waren die gewerblichen Berufsgenossenschaften in der Vergangenheit im Wesentlichen nach Branchen der gewerblichen Wirtschaft organisiert, sind durch Fusionen diese inhaltlichen Abgrenzungsmerkmale deutlich unsch�rfer geworden und nur noch in Teilbereichen erhalten geblieben. 35 Berufsgenossenschaften wurden von 2003 bis 2016 zu den 9 folgenden gewerblichen Berufsgenossenschaften fusioniert: � Rohstoffe und chemische Industrie � Holz und Metall � Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse � Bauwirtschaft � Nahrungsmittel und Gastgewerbe � Handel und Warenlogistik � Berufsgenossenschaft Verkehrswirtschaft Post-Logistik Telekommunikation � Verwaltung � Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege. Auch bei den Unfallversicherungstr�gern der �ffentlichen Hand gab es Fusionen zu gr��eren Einheiten. Wurden die Aufgaben der Gesetzlichen Unfallversicherung f�r den �ffentlichen Bereich bis zum Jahr 1997 von 54 Unfallversicherungstr�gern wahrgenommen, gibt es aktuell unter dem Dach der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung noch 24 Unfallversicherungstr�ger der �ffentlichen Hand, die sich wie folgt aufgliedern: � 13 Unfallkassen � 4 Gemeindeunfallversicherungsverb�nde � 2 Landesunfallkassen � 4 Feuerwehr-Unfallkassen � Unfallversicherung Bund und Bahn Abgesehen von der bundesweit agierenden Unfallversicherung Bund und Bahn sind die anderen UV-Tr�ger der �ffentlichen Hand nach regionalen Gesichtspunkten, in der Regel einzelnen Bundesl�ndern, zugeordnet. Kleinere Tr�ger, wie zum Beispiel Feuerwehr- Unfallkassen, bilden zudem bundesland�bergreifende Verwaltungsgemeinschaften. 12 Umfang der Unfallstatistik, Begriffsdefinitionen, Kennzahlen Kennzahlen zur Allgemeinen Unfallversicherung 2020 � Versicherte, Vollarbeiter In den Gesch�ftsergebnissen werden von den Unfallversicherungstr�gern Angaben �ber die Versicherungsverh�ltnisse gemacht. Jede versicherte T�tigkeit wird daf�r als eigenst�ndiger Erfassungsgrund gez�hlt. Einer (versicherten) Person k�nnen also mehrere Versicherungsverh�ltnisse zugewiesen werden. Eine abh�ngig Besch�ftigte kann zum Beispiel zus�tzlich ehrenamtlich als Sch�ffin oder bei der freiwilligen Feuerwehr t�tig sein. Einmal im Jahr geht sie zur Blutspende. In unserem Beispiel unterliegt diese Person bei mehreren T�tigkeiten dem Versicherungsschutz der gesetzlichen Unfallversicherung und wird so mit vier Versicherungsgr�nden gez�hlt. Da die Unfallversicherungstr�ger auch f�r eine gro�e Anzahl von sonstigen Versicherungsverh�ltnissen zust�ndig sind, spielen diese eine nicht zu untersch�tzende Rolle in der Gesamtbetrachtung. Bei der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft sind dies 2020 rund 23,9 Millionen Rehabilitanden sowie 2,5 Millionen vor allem in Vereinen ehrenamtlich T�tige. Bei der Berufsgenossenschaft f�r Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege sind rund 1,09 Millionen in privaten Hilfeleistungsunternehmen T�tige versichert, bei der Berufsgenossenschaft f�r Bauwirtschaft etwa 468.000 Versicherte bei nicht gewerbsm��igen Bauarbeiten. Dem stehen in den gewerblichen Berufsgenossenschaften rund 40,9 Millionen abh�ngig Besch�ftigte gegen�ber. Unternehmerinnen und Unternehmer nehmen mit ca. 729.000 Versicherungsverh�ltnissen den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung in Anspruch. Bei den Unfallversicherungstr�gern der �ffentlichen Hand ergibt sich aufgrund der gesetzlichen Vorgaben ein noch heterogeneres Bild. Hier stehen 4,9 Millionen Versicherungsverh�ltnissen durch abh�ngig Besch�ftigte 22,8 Millionen sonstige Versicherungsverh�ltnisse gegen�ber. Versicherungsverh�ltnisse durch Unternehmerinnen und Unternehmer gibt es dabei im Zust�ndigkeitsbereich der Unfallversicherungstr�ger der �ffentlichen Hand nahezu keine. Verl�ssliche Zahlen f�r die Erfassung der sonstigen versicherten Personen sind oftmals nur schwer zu ermitteln, auch unterliegen sie j�hrlichen Schwankungen. So fallen zum Beispiel Wahlhelfende als ehrenamtlich T�tige nur bei Wahlen an. Andere Versichertengruppen, wie zum Beispiel Sch�lerlotsinnen und Sch�lerlotsen, Elternvertreterinnen und Elternvertreter u.a. k�nnen nur n�herungsweise gesch�tzt werden, da es hierf�r keine bundeseinheitlichen Erfassungsquellen gibt. Auch besondere Ereignisse wie Naturkatastrophen f�hren zu einem vermehrten Einsatz ehrenamtlich Helfender. Die Anzahl der Arbeitslosen findet sich in den Versicherten zahlen der Unfallkasse des Bundes wieder. Die versicherten T�tigkeiten unterliegen bez�glich der auf sie wirkenden Unfallgefahren allerdings sehr unterschiedlichen Expositionszeiten. W�hrend abh�ngig Besch�ftigte im Rahmen ihrer versicherten Arbeitszeit das ganze Jahr �ber der Gefahr ausgesetzt sein k�nnen, einen Arbeitsunfall zu erleiden, besteht f�r Blutspendende nur kurzfristig eine versicherte T�tigkeit. Um einen Ma�stab f�r vergleichbare Unfallquoten zu erhalten, wird als statistische Gr��e der ,,Vollarbeiterrichtwert" verwendet. Der Richtwert entspricht der durchschnittlich von einer vollbesch�ftigten Person tats�chlich geleisteten j�hrlichen Arbeitsstundenzahl � in internationalen Ver�ffentlichungen wird vom Full- time e quivalent (FTE) gesprochen. Die Kennzahl spiegelt damit die Expositionszeit gegen�ber Arbeitsunf�llen wider. F�r das Berichtsjahr 2020 betr�gt der Richtwert 1.520 Stunden. 13 Umfang der Unfallstatistik, Begriffsdefinitionen, Kennzahlen Tabelle 5 Verteilung der Arbeits- und Wegeunf�lle nach Versicherungsverh�ltnis Versicherungsverh�ltnis Meldepflichtige Unf�lle *) Neue Unfallrenten T�dliche Unf�lle Anzahl % Anzahl % Anzahl % Abh�ngig Besch�ftigte 854.380 93,5 15.897 90,1 529 Unternehmerinnen/Unternehmer und mitarbeitende Angeh�rige 9.354 1,0 647 3,7 15 Ehrenamtlich T�tige 868 0,1 160 0,9 4 T�tige in Unternehmen, die Hilfe leisten 4.713 0,5 193 1,1 2 Rehabilitanden (�2 Abs.1 Nr.15 SGB VII) 34.069 3,7 339 1,9 68 Lernende und Arbeitsf�rderma�nahmen nach �2 Abs. 1 Nr. 2 und 14 SGB VII 4.309 0,5 80 0,5 1 Pflegepersonen 247 0,0 67 0,4 3 Strafgefangene, die wie Besch�ftigte t�tig werden 766 0,1 5 0,0 0 Personen, die wie Versicherte t�tig werden, und Personen zur Unterst�tzung einer Diensthandlung 992 0,1 105 0,6 2 Sonstige und unbekannt 3.618 0,4 147 0,8 13 Gesamt 913.315 100,0 17.640 100,0 637 *) Da es sich hierbei um eine hochgerechnete Stichprobenstatistik handelt, k�nnen Hochrechnungsunsicherheiten und Rundungsfehler auftreten. 83,0 2,4 0,6 0,3 10,7 0,2 0,5 0,0 0,3 2,0 100,0 Insgesamt wurden im Berichtsjahr 2020 rund 100,3 Millionen Versicherungsverh�ltnisse (ohne Sch�ler-Unfallversicherung) gez�hlt. 45,7 Millionen entfielen hiervon auf abh�ngig Besch�ftigte. Bei Betrachtung der verschiedenen Versichertenkollektive ist zu beachten, dass den Versichertenkollektiven unterschiedliche Unfallmuster zugrunde liegen. Dies ist besonders deutlich bei der sehr heterogenen Gruppe der sonstigen Versicherten1. Die deutlich niedrigere Unfallquote bei den sonstigen Versicherten insgesamt muss in dem anders gearteten Gef�hrdungspotenzial gesehen werden. So sind etwa Wahlhelfende oder andere ehrenamtlich T�tige einem anderen potenziellen Unfallrisiko ausgesetzt als etwa Besch�ftigte in Werkst�tten, Bauh�fen und �hnlichen Betrieben mit den dort vorkommenden Unfallgefahren. Bei den meldepflichtigen Unf�llen der sonstigen Versicherten der gewerblichen Berufsgenossenschaften handelt es sich zu zwei Drittel um Rehabilitanden, deren Unf�lle zu gro�en Teilen auf Stolper-, Rutsch- und Sturzunf�lle � �brigens ein Unfallschwerpunkt, den es so auch h�ufig bei den abh�ngig Besch�ftigten gibt � zur�ck zu f�hren sind. Das Unfallgeschehen der Rehabilitanden bezieht sich vor allem auf Personen im fortgeschrittenen Lebensalter. 1 Die entsprechenden Unfallquoten sind in den Gesch�fts- und Rechnungsergebnissen der gewerblichen Berufsgenossenschaften und Unfallversicherungstr�ger der �ffentlichen Hand 2020 � dort in Tabelle 2 � ausgewiesen 14 Umfang der Unfallstatistik, Begriffsdefinitionen, Kennzahlen Eine eigene Stellung nehmen die ,,T�tigen in Unternehmen, die Hilfe leisten" ein. Es handelt sich um Rettungsdienste und freiwillige Feuerwehren, die in ihren T�tigkeiten einem deutlich h�heren Unfallrisiko ausgesetzt sind als andere Besch�ftigte. Dies zeigt sich auch in den Unfallquoten, wie sie die Feuerwehrunfallkassen f�r ihren jeweiligen Bereich ausweisen. Diese liegen mit 15 bis 47 meldepflichtigen Arbeitsunf�llen (AU) je tausend Vollarbeiter (VA) zum Teil deutlich �ber dem Durchschnitt in der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung insgesamt von 18,5 meldepflichtigen Arbeitsunf�llen je tausend Vollarbeiter. Bei den gewerblichen Berufsgenossenschaften lassen sich zudem erh�hte Unfallquoten insbesondere im Baugewerbe, in der holz- und metallverarbeitenden Industrie, der Nahrungsmittelindustrie beziehungsweise in der Transportwirtschaft feststellen. Die nachstehenden Analysen legen den Fokus vor allem auf merkmalsbezogene Verteilungen des Arbeitsunfallgeschehens im engeren Sinne. Die Auswertungen beziehen sich daher auf die Versichertenkollektive der abh�ngig Besch�ftigten, der Unternehmerinnen und Unternehmer, der mitarbeitenden Familienangeh�rigen sowie der bei der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft Versicherten bei nicht-gewerbsm��igen Bauarbeiten. Ab Seite 92 wird im Abschnitt ,,Unfallzahlen von Rehabilitanden" auf die Unf�lle dieser besonderen Versichertengruppe noch einmal ausf�hrlicher eingegangen. ! Soweit dies nicht extra kenntlich gemacht wird, beziehen sich die Ausf�hrungen und Analysen zum Unfallgeschehen in den folgenden Abschnitten deshalb immer auf die Arbeitsunf�lle bei einer betrieblichen T�tigkeit au�erhalb des Stra�enverkehrs (Unfallart 1) sowie auf das Versichertenkollektiv der abh�ngig Besch�ftigten und Unternehmerinnen und Unternehmer, mitarbeitenden Angeh�rigen sowie Versicherten der BG Bau bei nicht gewerbsm��igen Bauarbeiten. Auf eine vollst�ndige Ausschreibung wird in der Regel verzichtet und die Gruppe als ,,abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer" bezeichnet. Auch wird im Folgenden auf den Hinweis verzichtet, dass es sich bei Angaben zu meldepflichtigen Unf�llen um hochgerechnete Zahlen auf der Grundlage einer Stichprobe handelt. 15 Merkmalsbezogene Verteilungen 1 Unfallart � Art des Versicherungsfalls Die unterschiedlichen Versicherungsf�lle und ihre rechtliche Einordnung wurden oben dargestellt. Neben der Unterscheidung von Arbeits- und Wegeunf�llen erlaubt das Merkmal Unfallart zus�tzlich die Abgrenzung von Dienstwegeunf�llen: � Arbeitsunf�lle bei betrieblicher T�tigkeit (Unfallarten 1 und 2), � Arbeitsunf�lle auf Dienstwegen (Dienstwegeunf�lle) (Unfallarten 3 und 4) und � Wegeunf�lle (Unfallarten 5 und 6). Eine weitere Unterteilung wird nach der Verkehrsbeteiligung vorgenommen. Bei den Unfallarten 2, 4 und 6 handelt es sich um Unf�lle im Stra�enverkehr. Arbeitsunf�lle bei betrieblicher T�tigkeit sowie die Dienstwegeunf�lle werden zu den ,,Arbeitsunf�llen im engeren Sinn" zusammengefasst (Unfallarten 1-4). Die zweite Fallgruppe bildet die Summe der Wegeunf�lle (Unfallarten 5 und 6). Der Gro�teil der Arbeitsunf�lle findet au�erhalb des Stra�enverkehrs statt. Dienstwegeunf�lle nehmen ebenso wie Arbeitsunf�lle im Stra�enverkehr nur eine untergeordnete Rolle ein. Bei den meldepflichtigen Wegeunf�llen ist das Verh�ltnis zwischen Unf�llen ohne und mit Stra�enverkehrsbeteiligung dagegen ausgeglichener, wobei hier die Stra�enverkehrsunf�lle �berwiegen. Tabelle 6Meldepflichtige Unf�lle, neue Unfallrenten und Todesf�lle nach Unfallart (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Unfallart Wegeunf�lle Arbeitsunf�lle Gesamt Arbeitsunfall im Betrieb (kein Stra�enverkehrsunfall) Arbeitsunfall im Stra�enverkehr Dienstwegeunfall (kein Stra�enverkehrsunfall) Dienstwegeunfall im Stra�enverkehr Gesamt Wegeunfall (kein Stra�enverkehrsunfall) Wegeunfall im Stra�enverkehr Gesamt Meldepflichtige Unf�lle Anzahl % 689.656 79,8 Neue Unfallrenten T�dliche Unf�lle Anzahl % Anzahl % 11.350 68,6 233 42,8 9.680 1,1 362 2,2 44 8,1 8.556 1,0 320 1,9 3 0,6 7.211 0,8 293 1,8 34 6,3 715.103 82,8 12.325 74,5 314 57,7 52.341 6,1 1.341 8,1 15 2,8 96.290 11,1 2.878 17,4 215 39,5 148.631 17,2 4.219 25,5 230 42,3 863.734 100,0 16.544 100,0 544 100,0 16 Merkmalsbezogene Verteilungen Die Gegen�berstellung der meldepflichtigen Unf�lle mit den neuen Unfallrenten in Tabelle 7 zeigt, dass mit steigender Unfallschwere der Anteil der Stra�enverkehrsunf�lle zunimmt. Hier und auch im Weiteren gilt zu beachten, dass die neuen Unfallrenten keine ,,Darunter-Kategorie" der meldepflichtigen Unf�lle darstellen. Nur bei etwa 9 Prozent der im Jahr 2020 festgestellten neuen Unfallrenten liegt auch der Unfall im selben Jahr. Die Entscheidungen folgen Unf�llen, die zum Teil mehrere Jahre zur�ckliegen. Dennoch kann das Verh�ltnis von meldepflichtigen Unf�llen zu neuen Unfallrenten Aufschluss dar�ber geben, wie hoch der Anteil besonders schwerer Unf�lle f�r einen betrachteten Bereich ist. W�hrend der Anteil der neuen Arbeitsunfallrenten an den meldepflichtigen Arbeitsunf�llen im Betrieb ohne Stra�enverkehrsbeteiligung bei 1,6 Prozent liegt, steigt er bei meldepflichtigen Arbeitsunf�llen mit Stra�enverkehrsbeteiligung auf mehr das Doppelte (3,7 Prozent) an. Tabelle 7Quote: neue Unfallrenten je meldepflichtige Arbeits- bzw. Wegeunf�lle nach Unfallart (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Unfallart Arbeitsunfall im Betrieb (ohne Stra�enverkehrsunfall) Arbeitsunfall im Stra�enverkehr Dienstwegeunfall (ohne Stra�enverkehrsunfall) Dienstwegeunfall im Stra�enverkehr Wegeunfall (ohne Stra�enverkehrsunfall) Wegeunfall im Stra�enverkehr Gesamt Quote: neue Unfallrenten je meldepflichtige Arbeits- bzw. Wegeunf�lle % 1,6 3,7 3,7 4,1 2,6 3,0 1,9 17 Merkmalsbezogene Verteilungen Die Betrachtung der Stra�enverkehrsunf�lle nach der Art des beteiligten Verkehrsmittels in Tabelle 8 zeigt, dass f�r den untersuchten Versichertenkreis insgesamt 113.181 meldepflichtige Stra�enverkehrsunf�lle gemeldet wurden. Zieht man die Merkmale zum Unfallhergang hinzu, lassen sich erg�nzende Informationen nach der Verkehrsbeteiligung ermitteln. Dokumentiert wird hierbei dasjenige Fahrzeug, welches mit dem vom normalen (unfallfreien) Verlauf abweichenden Ereignis in engem Zusammenhang steht. Demnach sind an diesen Unf�llen zu �ber 40 Prozent Personenkraftwagen beteiligt. Fahrr�der haben einen Anteil von 26,5 Prozent am Verkehrsunfallgeschehen, motorisierte Zweir�der von 5,6 Prozent. Neu aufgenommen sind seit 2020 die Unf�lle mit E-Bikes und Pedelecs sowie E-Scootern. Mit jeweils �ber 500 meldepflichtigen Stra�enverkehrsunf�llen war das Unfallaufkommen jedoch vergleichsweise gering. Bei den meisten Stra�enverkehrsunf�llen ist das Unfallopfer der Fahrer oder die Fahrerin. Der Anteil der Mitfahrer oder Mitfahrerin als Unfallopfer liegt mit 4.273 F�llen bei 3 Prozent. Nicht immer ist bei den Stra�enverkehrsunf�llen das am Unfall beteiligte Fahrzeug dokumentiert. Solche Unf�lle werden der Kategorie ,,Sonstige Unf�lle" zugeordnet. In der Spalte ,,Keine Angabe" werden zudem die Unf�lle ausgewiesen, bei denen auch der Unfallhergang keine Zuordnung nach der Rolle des Unfallopfers erm�glichte. Tabelle 8Stra�enverkehrsunf�lle nach Art des Verkehrsmittels (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Art der Verkehrsbeteiligung Meldepflichtige Unf�lle Fu�g�nger (von Landfahrzeug erfasst) darunter in Verbindung mit ... Anzahl Fahrer, Fahrerin Mitfahrer, Mitfahre- rin Keine Angabe Anzahl Anzahl Anzahl Gesamt Anzahl Fahrrad E-Bike, Pedelec E-Scooter, E-Roller Motorisiertes Zweirad � 1) 29.638 � 1) � 1) 29.988 � 1) 565 � 1) � 1) 597 � 1) 529 � 1) � 1) 529 � 1) 6.315 � 1) � 1) 6.384 PKW Bus LKW Zug, U-Bahn, Stra�enbahn �brige Landfahrzeuge 1.099 � 1) � 1) � 1) � 1) 45.188 510 4.572 � 1) 1.091 1.941 717 295 � 1) � 1) 298 48.527 � 1) 1.244 � 1) 4.944 � 1) 179 � 1) 1.358 Sonstige Unf�lle (Fahrzeug unbekannt oder anderer Gegenstand genannt) 4.208 12.441 293 2.489 19.431 Gesamt 1) Wegen zu geringer Fallzahlen nicht separat ausweisbar 5.665 100.937 3.456 3.123 113.181 18 Merkmalsbezogene Verteilungen 2 Dauer der Arbeitsunf�higkeit Ein Arbeitsunfall ist meldepflichtig, wenn die verunfallte Person in Folge des Unfalls vier oder mehr Tage arbeitsunf�hig wird oder verstirbt. In 13,4 Prozent der meldepflichtigen Unf�lle dauert die Arbeitsunf�higkeit genau vier Tage an. In 38,5 Prozent der F�lle kann die versicherte Person nach sp�testens einer Woche die Arbeit wiederaufnehmen. In 19,5 Prozent der F�lle ist die Verletzung so schwer, dass die Arbeitsunf�higkeit mehr als 4 Wochen andauert, in 2,2 Prozent der F�lle dauert sie sogar �ber ein halbes Jahr an. F�r einen gewissen Anteil der Unf�lle (3,4 Prozent) wird dem Unfallversicherungstr�ger die genaue Dauer der Arbeitsunf�higkeit nicht bekannt. Abbildung 1 Arbeitsunf�higkeitsdauer von Verunfallten bei betrieblichen Arbeitsunf�llen (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) 300.000 250.000 200.000 150.000 100.000 50.000 0 4 Tage bis 1 Woche 1 bis 2 Wochen 2 bis 4 Wochen bis 4 Wochen 3 Monate 3 bis 6 Monate mehr als 6 Monate oder dauerhaft arbeitsunf�hig 19 Merkmalsbezogene Verteilungen 3 T�dliche Unf�lle Die schwerste Form des Unfallgeschehens stellen Unf�lle mit Todesfolge dar. Die nachfolgenden Auswertungen geben Einblick in die Struktur dieser Unf�lle. Die 544 t�dlichen Unf�lle setzen sich zusammen aus 293 Todesf�llen im Stra�enverkehr und 251 F�llen, die au�erhalb des �ffentlichen Stra�enverkehrs t�dlich verunfallten. Unter den 293 Stra�enverkehrsunf�llen mit Todesfolge bilden 215 Todesf�lle auf Wegen von oder zur versicherten T�tigkeit die gr��te Gruppe. M�nner sind deutlich h�ufiger von Todesf�llen betroffen. Die genaue Verteilung der Todesf�lle nach der Unfallart und dem Geschlecht zeigt nachfolgend Tabelle 9. 466 m�nnlichen stehen 76 weibliche Todesopfer gegen�ber. Besonders ausgepr�gt ist der Unterschied bei den Arbeitsunf�llen im Betrieb, wo 220 Todesf�lle von M�nnern 13 Todesf�llen von Frauen gegen�berstehen. Tabelle 9Verteilung der Unf�lle mit Todesfolge nach Unfallart und Geschlecht (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Unfallart Arbeitsunfall im Betrieb (ohne Stra�enverkehrsunfall) Arbeitsunfall im Stra�enverkehr Dienstwegeunfall (ohne Stra�enverkehrsunfall) Dienstwegeunfall im Stra�enverkehr Wegeunfall (ohne Stra�enverkehrsunfall) Wegeunfall im Stra�enverkehr Gesamt m�nnlich Anzahl T�dliche Unf�lle weiblich Anzahl 220 13 44 0 3 0 33 1 13 2 155 60 466 76 Gesamt Anzahl 233 44 3 34 15 215 544 Einen weiteren informativen Einblick in die Struktur der t�dlichen Unf�lle gibt die Betrachtung nach Altersklassen (vgl. Abbildung 2). Ab dem 45. Lebensjahr ist ein deutlicher Anstieg zu konstatieren. Eine �hnliche Entwicklung zeigen Unf�lle, die zu einer Verrentung f�hren. Der h�chste Anteil an allen t�dlichen Arbeitsunf�llen im Betrieb ist bei den 50- bis 59-J�hrigen zu verzeichnen. Demgegen�ber erreichen bei den meldepflichtigen betrieblichen Arbeitsunf�llen Verletzte bereits in den unteren Altersklassen, wo auch die Mehrzahl der Berufsanf�nger einzuordnen ist, ein erstes Maximum bei den Unfallzahlen. Danach nimmt der Anteil leicht ab, um dann nochmals bei den 50- bis 54-J�hrigen einen zweiten H�hepunkt zu erreichen. Ein erh�htes Risiko f�r einzelne Alterskohorten l�sst sich hieraus nicht ableiten, da die daf�r ben�tigten Bezugszahlen �ber das Alter aller Versicherten nicht vorliegen. Hier wie auch in den folgenden �bersichten bleibt zu ber�cksichtigen, dass aufgrund der kleinen Zahlen singul�re und schicksalhafte Ereignisse einen nicht unwesentlichen Einfluss auf die Verteilung der dargestellten Todesf�lle nehmen k�nnen. 20 Merkmalsbezogene Verteilungen Abbildung 2Prozentuale Verteilung der betrieblichen Arbeitsunf�lle (Unfallart 1) f�r Verletzte, neue Unfallrenten und Todesf�lle nach Alter (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) % 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0 unter 20 20�24 25�29 30�34 35�39 40�44 45�49 50�54 55�59 60�64 65 und Altersklasse �lter Meldepflichtige Unf�lle Neue Unfallrenten Todesf�lle Bei den Stra�enverkehrsunf�llen hat der Anteil der Verletzten und der t�dlichen Unf�lle in den j�ngeren Altersklassen sein erstes Maximum. Demgegen�ber steigen die Anteile der neuen Unfallrenten, also solche Unf�lle mit schwerwiegenden Folgen, tendenziell erst mit den h�heren Altersklassen an (vgl. Abbildung 3). Abbildung 3Prozentuale Verteilung der Stra�enverkehrsunf�lle (Unfallart 2, 4, 6) f�r Verletzte, neue Unfallrenten, Todesf�lle nach Alter (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) % 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0 unter 20 20�24 25�29 30�34 35�39 40�44 45�49 50�54 55�59 60�64 65 und Altersklasse �lter Meldepflichtige Unf�lle Neue Unfallrenten Todesf�lle 21 Merkmalsbezogene Verteilungen Ein Vergleich der t�dlichen Stra�enverkehrsunf�lle nach geschlechtsspezifischen Unterschieden und Alter zeigt, dass die Anzahl der weiblichen Todesf�lle im Stra�enverkehr unabh�ngig vom Alter deutlich unter der Anzahl m�nnlicher Opfer liegt (Abbildung 4). Abbildung 4Verteilung der t�dlichen Stra�enverkehrsunf�lle (Unfallart 2, 4, 6) nach Alter und Geschlecht (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) absolute Anzahl 50 45 40 35 30 25 20 15 10 5 0 unter 20 20�24 25�29 m�nnlich weiblich 30�34 35�39 40�44 45�49 Altersklasse 50�54 55�59 60�64 65 und �lter Abschlie�end zeigt die Verteilung der t�dlichen Stra�enverkehrsunf�lle nach der Art der Verkehrsbeteiligung in Abbildung 5, wie h�ufig es zu Todesf�llen bei einzelnen Fahrzeugtypen kommt. Von den beteiligten Fahrzeugen bei Stra�enverkehrsunf�llen nehmen Personenkraftwagen mit 145 t�dlichen Unf�llen die erste Stelle ein. Gefolgt werden sie von LKW-Unf�llen (56 Todesf�lle) und Unf�llen mit motorisierten Zweir�dern (32 F�lle). Weitere beteiligte Fahrzeuge sind der Abbildung zu entnehmen. 22 Merkmalsbezogene Verteilungen Abbildung 5Verteilung der t�dlichen Stra�enverkehrsunf�lle (Unfallart 2, 4, 6) nach Art der Verkehrsbeteiligung (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehme rinnen und Unternehmer) absolute Anzahl 0 50 100 150 200 Fu�g�nger (vom Landfahrzeug erfasst) 11 Fahrrad 12 E-Bike, Pedelec 2 E-Scooter, E-Roller 0 Mot. Zweirad 32 PKW 145 Bus 3 LKW 56 Zug, U-Bahn, Stra�enbahn 2 �brige Landfahrzeuge 3 Sonstige Unf�lle 27 Unf�lle im Stra�enverkehr verursachen in den meisten F�llen schwerwiegendere Verletzungen als andere Unf�lle und l�sen somit viel pers�nliches Leid aus. Der Anteil der Stra�enverkehrsunf�lle an den Unf�llen mit Todesfolge ist im Berichtszeitraum gegen�ber dem Anteil an den meldepflichtigen Unf�llen mehr als viermal so hoch. Die Darstellungen in Abbildung 6 verdeutlichen das starke prozentuale Anwachsen des Anteils der Stra�enverkehrsunf�lle mit steigender Schwere des Unfalls: von den meldepflichtigen Unf�llen �ber die erstmals gew�hrten Unfallrenten bis hin zu den Todesf�llen. 54 Prozent aller t�dlichen Unf�lle stehen in Zusammenhang mit dem Stra�enverkehr, bei den meldepflichtigen Unf�llen sind es lediglich 13 Prozent. Abbildung 6Anteil der Stra�enverkehrsunf�lle an den meldepflichtigen Unf�llen, neuen Unfallrenten und t�dlichen Unf�llen (alle Unfallarten, abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Meldepflichtige Unf�lle Neue Unfallrenten T�dliche Unf�lle 13 % 87 % 79 % 21 % 46 % 54 % mit Stra�enverkehrsbeteiligung ohne Stra�enverkehrsbeteiligung 23 Merkmalsbezogene Verteilungen 4 Betriebsgr��e Eine Information �ber die Struktur der Besch�ftigungsbetriebe liefert das Merkmal Betriebsgr��e der Unfallanzeigen-Dokumentation in verschiedenen Gr��enkategorien. Je nach Branche ist die Verteilung nach Klein-, Mittel- und Gro�betrieben h�chst unterschiedlich. Tabelle 10Verteilung der Arbeitsunf�lle im Betrieb (Unfallart 1) nach Betriebsgr��enklasse f�r die gewerblichen Berufsgenossenschaften (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Betriebsgr��enklasse 0 bis 9 Vollarbeiter 10 bis 49 Vollarbeiter 50 bis 249 Vollarbeiter 250 bis 499 Vollarbeiter 500 und mehr Vollarbeiter Gesamt (inkl. keine Angabe) Vollarbeiter Anzahl % 4.842.977 16,5 5.903.508 20,1 6.499.170 22,2 2.852.847 9,7 9.067.895 30,9 29.305.488 100,0 Meldepflichtige Unf�lle Anzahl % je 1.000 Vollarbeiter 99.686 15,6 20,6 161.829 25,3 27,4 157.930 24,7 24,3 56.338 8,8 19,7 155.736 24,3 17,2 640.076 100,0 21,8 Neue Unfallrenten Anzahl % je 1.000 Vollarbeiter 2.687 25,2 0,55 2.870 26,9 0,49 2.395 22,5 0,37 786 7,4 0,28 1.749 16,4 0,19 10.666 100,0 0,36 In Tabelle 10 sind zun�chst die absoluten Unfallzahlen f�r die gewerbliche Wirtschaft nach Betriebsgr��enklasse wiedergegeben. Zus�tzlich enth�lt die Tabelle auch Angaben �ber die Vollarbeiter im Versicherungsbereich der gewerblichen Berufsgenossenschaften. Damit lassen sich f�r die verschiedenen Unternehmensgr��en auch Unfall- und Rentenquoten bilden. In den kleineren Betrieben mit bis zu neun Vollarbeitern � in diese Gruppe fallen auch die versicherten Selbst�ndigen ohne abh�ngig Besch�ftigte � arbeiteten im Berichtsjahr etwa 4,8 Millionen Vollarbeiter, d. h. 16,5 Prozent der versicherten Arbeitszeit wurde in diesen Unternehmen gearbeitet. Dabei kam es zu etwa 99.700 meldepflichtigen Arbeitsunf�llen w�hrend einer betrieblichen T�tigkeit au�erhalb des Stra�enverkehrs. Dies entspricht 15,6 Prozent des meldepflichtigen Unfallaufkommens und einer Quote von 20,6 meldepflichtigen Unf�llen pro tausend Vollarbeiter. Es wurden 2.687 neue Unfallrenten nach Arbeitsunf�llen im Betrieb in diesen Unternehmen bewilligt. Damit entfallen auf die kleinsten Betriebe 25,2 Prozent dieser Unfallrenten und 0,55 Renten je tausend Vollarbeiter. Im Vergleich mit den anderen Betriebsgr��enklassen f�llt auf, dass in Betrieben mit bis zu neun Vollarbeitern pro 1.000 Vollarbeiter relativ wenige meldepflichtige Unf�lle gemeldet werden, aber die h�chste Quote an neuen Unfallrenten vorliegt. Die Quote der neu bewilligten Unfallrenten nimmt mit steigender Betriebsgr��e ab: in den gro�en Unternehmen mit 500 und mehr Vollarbeitern liegt die Quote je tausend Vollarbeiter nur noch bei 0,19 neuen Unfallrenten. Auch die Rate der meldepflichtigen Unf�lle je tausend Vollarbeiter ist hier am niedrigsten. Aus diesen Unternehmen wurden f�r das Berichtsjahr etwa 9,1 Millionen Vollarbeiter gemeldet, damit stellt diese Betriebsgr��enklasse mit 30,9 Prozent auch anteilsm��ig die meisten Vollarbeiter. 24 Merkmalsbezogene Verteilungen Abbildung 7Zeitreihe der Verteilung der meldepflichtigen Arbeitsunf�lle im Betrieb (Unfallart 1) nach Betriebsgr��enklasse je tausend Vollarbeiter f�r die gewerblichen Berufsgenossenschaften (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Quote 40 35 30 25 20 15 10 5 0 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018* 2019 2020 0 bis 49 Vollarbeiter 250 und mehr Vollarbeiter * 2018: Einf�hrung des elektronischen Lohnnachweises 50 bis 249 Vollarbeiter Insgesamt Aufschluss �ber die Entwicklung der Arbeitsunfallquoten liefern die Zeitreihen in den Abbildungen 7 bis 9. In Abbildung 7 sind f�r den Bereich der gewerblichen Wirtschaft die meldepflichtigen Arbeitsunf�lle im Betrieb je tausend Vollarbeiter f�r die Berichtsjahre 2002 bis 2020 dargestellt. Deutlich erkennbar ist der Trend zu niedrigeren Unfallquoten insgesamt. Waren 2002 noch 31,2 Unf�lle je tausend Vollarbeiter zu verzeichnen, betr�gt die Quote im Jahr 2020 noch 21,8 � dies entspricht einem R�ckgang um fast 30 Prozent. Ab dem Jahr 2018 wurde die Zahl der Arbeitsstunden der Besch�ftigten erstmals durch die Unternehmen �ber den digitalen Lohnnachweis gemeldet. Dadurch kommt es zu einem Bruch in der Zeitreihe. Die nahezu unver�nderte Zahl der Arbeitsunf�lle verteilt sich jetzt auf weniger Vollarbeiter. Die H�he der Quoten unterscheidet sich aber auch hier nach der Betriebsgr��enklasse. F�r eine bessere Lesbarkeit wurden die Gr��enklassen f�r 0 bis 49 Vollarbeiter zusammengefasst, ebenso wie die Klassen mit 250 und mehr Vollarbeiter. Betriebe mit vielen Mitarbeitern haben deutlich geringere Unfallquoten, allerdings ist der R�ckgang im Zeitvergleich auch geringer als bei den kleinen und mittleren Betrieben. Die Unfallquote bei den kleinen und mittleren Betrieben lag im Jahr 2002 ungef�hr auf dem gleichen Niveau. Bei den kleinen Betrieben ist die Quote jedoch deutlich st�rker gesunken, so dass in den letzten Jahren die Unfallquote in den mittleren Betrieben mit 50 bis 249 Vollarbeiter am h�chsten lag. Im Jahr 2020 war die Arbeitsunfallquote der kleinen und mittleren Betriebe ann�hernd identisch. 25 Merkmalsbezogene Verteilungen Abbildung 8 Zeitreihe der Verteilung der neuen Unfallrenten (Unfallart 1) nach Betriebsgr��enklasse je tausend Vollarbeiter f�r die gewerblichen Berufsgenossenschaften (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Quote 1,0 0,9 0,8 0,7 0,6 0,5 0,4 0,3 0,2 0,1 0 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018* 2019 2020 0 bis 49 Vollarbeiter 250 und mehr Vollarbeiter * 2018: Einf�hrung des elektronischen Lohnnachweises 50 bis 249 Vollarbeiter Insgesamt Bei Betrachtung der schwereren Unf�lle, die zu einer Verrentung f�hrten (Abbildung 8) zeigt sich insgesamt ein �hnliches Bild. Die Quote, hier angegeben als Anzahl der Renten je tausend Vollarbeiter, ist in allen Betriebsgr��enklassen zur�ckgegangen. Lag sie �bergreifend in 2002 noch bei 0,64 neuen Unfallrenten je tausend Vollarbeiter, betr�gt sie im Berichtsjahr 2020 noch 0,36 � dies entspricht einem R�ckgang um 43 Prozent. Die Unfallquote der schweren F�lle mit neuer Unfallrente in der gewerblichen Wirtschaft ist st�rker zur�ckgegangen als die Unfallquote der meldepflichtigen Unf�lle. Auch hier liegt sie in Betrieben mit vielen Mitarbeitern deutlich unter der Gesamtquote. Ein auffallender Unterschied zur Quote der meldepflichtigen Arbeitsunf�lle ist bei den kleinen und mittleren Betrieben festzustellen: Die Quote der mittelgro�en Betriebe mit 50 bis 249 Vollarbeitern entspricht fast der Gesamtquote �ber alle Gr��enklassen, w�hrend in kleinen Betrieben eine deutlich �ber dem Durchschnitt liegende Quote zu verzeichnen ist. Das Risiko f�r schwere Unf�lle, die zu einer Verrentung f�hren, ist in kleinen Betrieben am h�chsten. 26 Merkmalsbezogene Verteilungen Abbildung 9Zeitreihe der Verteilung der t�dlichen Arbeitsunf�lle im Betrieb (Unfallart 1) nach Betriebsgr��enklasse je eine Million Vollarbeiter f�r die gewerblichen Berufsgenossenschaften (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Quote 35 30 25 20 15 10 5 0 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018* 2019 2020 0 bis 49 Vollarbeiter 250 und mehr Vollarbeiter * 2018: Einf�hrung des elektronischen Lohnnachweises 50 bis 249 Vollarbeiter Insgesamt Die Quote der t�dlichen Arbeitsunf�lle im Betrieb je eine Million Vollarbeiter ist in Abbildung 9 wiedergegeben. Bedingt durch die relativ geringe Fallzahl t�dlicher Unf�lle kommt es hier im Jahresvergleich zu st�rkeren Schwankungen. Ein Trend zu niedrigeren Quoten ist jedoch auch hier erkennbar. Erneut ist die Quote bei gr��eren Betrieben am niedrigsten, hier gibt es auch die geringsten Ver�nderungen. Die h�chste Quote haben die kleineren Betriebe, die nach einem Tiefstand im Jahr 2016 einen Anstieg in den letzten Jahren zu verzeichnen hatte. Die Quote bei den gro�en Betrieben liegt in diesem Jahr mit 3,6 t�dlichen Unf�llen auf eine Million Vollarbeiter nur leicht �ber dem Tiefstand aus 2018. Die unterschiedliche Verteilung der Betriebsgr��e je nach Branche wird aus den Abbildungen 10 und 11 deutlich. Diese beziehen sich wieder auf das aktuelle Berichtsjahr und zeigen die Verteilung der meldepflichtigen Arbeitsunf�lle im Betrieb nach Betriebsgr��enklasse f�r die einzelnen gewerblichen Berufsgenossenschaften sowie zusammen gefasst f�r die Unfallversicherungstr�ger der �ffentlichen Hand � Abbildung 10 nach absoluten Zahlen und Abbildung 11 relativ bezogen auf alle Arbeitsunf�lle des jeweiligen Unfallversicherungstr�gers. In der Bauwirtschaft sowie im Nahrungsmittel- und Gast gewerbe treten besonders Betriebe mit einer Gr��e von bis zu 49 Vollarbeitern hervor. In Unternehmen im Versicherungsbereich der VBG sind wiederum Betriebe mit 50 und mehr Vollarbeitern hinsichtlich der Arbeitsunfallzahlen in der �berzahl. In der Holz-, Metall- oder Elektroindustrie besteht � nach absoluten Unfallzahlen � eine relativ ausgeglichene Mischung aus Klein-, Mittel- und Gro�betrieben. 27 Merkmalsbezogene Verteilungen Abbildung 10Verteilung der Arbeitsunf�lle im Betrieb (Unfallart 1) nach Unfall versicherungstr�ger und Betriebsgr��enklasse* � absolut (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) BG RCI BGHM BG ETEM BG BAU BGN BGHW BG Verkehr VBG BGW UVT�H 0 25.000 50.000 75.000 100.000 125.000 150.000 175.000 bis 49 Vollarbeiter 50 bis 249 Vollarbeiter * ohne Unf�lle mit unbekannter Betriebsgr��enklasse 250 und mehr Vollarbeiter Abbildung 11Verteilung der Arbeitsunf�lle im Betrieb (Unfallart 1) nach Unfall versicherungstr�ger und Betriebsgr��enklasse* � in Prozent (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) BG RCI BGHM BG ETEM BG BAU BGN BGHW BG Verkehr VBG BGW UVT�H 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% bis 49 Vollarbeiter 50 bis 249 Vollarbeiter * ohne Unf�lle mit unbekannter Betriebsgr��enklasse 250 und mehr Vollarbeiter Der �ffentliche Dienst mit seinen Kommunen (Gemeinden, St�dten, �ffentlichen Versorgungsunternehmen) ist in der Regel in gr��eren Verwaltungseinheiten organisiert, oder es liegen keine verwertbaren Angaben hierzu vor. Dies spiegelt sich auch in der Aufteilung nach Betriebsgr��enklassen wider, wo 75 Prozent der Unf�lle den Betriebsgr��enklassen mit mehr als 250 Vollarbeitern zugewiesen werden. Auf eine tiefergehende Auswertung wird deshalb hier verzichtet. 28 Merkmalsbezogene Verteilungen 5 Wirtschaftszweig (BG) und Betriebsart (UVT�H) Durch die Fusionen der gewerblichen Berufsgenossenschaften zu gr��eren Verwaltungseinheiten wird � wo fr�her der Name einer Berufsgenossenschaft ausreichte � heute das Merkmal Wirtschaftszweig (NACE) zur Bestimmung des branchenspezifischen Arbeitsumfeldes verwendet. Dieses Merkmal geh�rt zu den durch das Europ�ische Amt f�r Statistik (Eurostat) vorgegebenen Kennwerten f�r die Erfassung von arbeitsbezogenen Unf�llen. Es beschreibt die wirtschaftliche Hauptt�tigkeit der �rtlichen Einheit eines Unternehmens, bei dem der oder die Gesch�digte besch�ftigt ist. Tabelle 11Verteilung der Arbeitsunf�lle im Betrieb (Unfallart 1) nach Wirtschaftszweig f�r die gewerblichen Berufsgenossenschaften (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Wirtschaftsbereich, Wirtschaftszweig (Auswahl) Meldepflichtige Unf�lle Neue Unfallrenten Anzahl % Anzahl % C Verarbeitendes Gewerbe/Herstellung von Waren 181.880 28,4 2.527 23,7 darunter: Herstellung von Metallerzeugnissen 44.641 7,0 529 5,0 Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln 29.820 4,7 312 2,9 Maschinenbau 22.418 3,5 287 2,7 Herstellung von Holz-, Flecht-, Korb- und Korkwaren (ohne M�bel) 11.934 1,9 241 2,3 Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren 11.306 1,8 154 1,4 Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden 9.453 1,5 162 1,5 Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen 9.287 1,5 123 1,2 F Baugewerbe/Bau 111.698 17,5 2.394 22,4 G Handel; Instandhaltung u. Reparatur v. KFZ 94.003 14,7 1.183 11,1 darunter: Einzelhandel (ohne Handel mit Kraftfahrzeugen und Kraftr�dern) 50.622 7,9 540 5,1 Gro�handel (ohne Handel mit Kraftfahrzeugen und Kraftr�dern) 24.742 3,9 423 4,0 H Verkehr & Lagerei 64.674 10,1 1.103 10,3 Q Gesundheits- & Sozialwesen 54.664 8,5 602 5,6 NErbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen 47.444 7,4 776 7,3 I Gastgewerbe/Beherbergung & Gastronomie 19.911 3,1 272 2,6 MErbringung von freiberufl., wissenschaftl. & technischen Dienstleistungen 12.037 1,9 180 1,7 Sonstige 53.767 8,4 1.629 15,3 Gesamt 640.076 100,0 10.666 100,0 T�dliche Unf�lle Anzahl % 43 19,8 6 2,8 6 2,8 7 3,2 2 0,9 2 0,9 7 3,2 2 0,9 88 40,6 18 8,3 6 2,8 8 3,7 25 11,5 1 0,5 15 6,9 4 1,8 3 1,4 20 9,2 217 100,0 29 Merkmalsbezogene Verteilungen In der gewerblichen Wirtschaft decken 8 von 22 Wirtschaftsbereichen �ber 90 Prozent der meldepflichtigen Unf�lle ab. An erster Stelle steht das verarbeitende Gewerbe (28,4 Prozent), darunter vor allem metallverarbeitende oder diesen nahestehende Betriebe wie der Metall- oder Maschinenbau. Im verarbeitenden Gewerbe sind auch mit 43 Todesf�llen fast 20 Prozent aller t�dlichen Unf�lle im Betrieb zu beklagen. Den h�chsten Anteil t�dlicher Unf�lle weist jedoch das Baugewerbe auf: Von 111.698 meldepflichtigen Unf�llen hatten 88 einen t�dlichen Ausgang. Damit liegt der auf das Baugewerbe entfallende Anteil an den Todesf�llen (40,6 Prozent) deutlich �ber dem Anteil, den dieser Wirtschaftszweig an den meldepflichtigen Unf�llen hat (17.5 Prozent). Die Angaben zu den �brigen Wirtschaftsbereichen sind Tabelle 11 zu entnehmen. Tabelle 12Verteilung der Arbeitsunf�lle im Betrieb (Unfallart 1) nach Wirtschaftszweig f�r die gewerblichen Berufsgenossenschaften (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Wirtschaftszweig C Verarbeitendes Gewerbe/Herstellung von Waren darunter: Herstellung von Metallerzeugnissen Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln Maschinenbau Herstellung von Holz-, Flecht-, Korb- und Korkwaren (ohne M�bel) Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen Metallerzeugung und -bearbeitung F Baugewerbe/Bau G Handel; Instandhaltung und Reparatur von KFZ darunter: Einzelhandel (ohne Handel mit Kraftfahrzeugen) Gro�handel (ohne Handel mit Kraftfahrzeugen und Kraftr�dern) Handel mit Kraftfahrzeugen; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen NErbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen H Verkehr & Lagerei Q Gesundheits- & Sozialwesen I Gastgewerbe/Beherbergung & Gastronomie P Erziehung & Unterricht R Kunst, Unterhaltung & Erholung Sonstige Gesamt Vollarbeiter 7.185.583 Meldepflichtige Unf�lle je 1.000 Vollarbeiter 25,3 T�dliche Unf�lle je 1 Mio. Vollarbeiter 6,0 1.032.156 754.659 931.462 166.826 375.538 218.705 704.434 208.209 2.012.200 4.930.947 2.553.688 1.753.948 623.311 1.802.069 1.811.743 4.120.802 858.374 789.879 185.922 5.607.969 29.305.488 43,3 5,8 39,5 8,0 24,1 7,5 71,5 12,0 30,1 5,3 43,2 32,0 13,2 2,8 35,6 19,2 55,5 43,7 19,1 3,7 19,8 2,3 14,1 4,6 29,9 6,4 26,3 8,3 35,7 13,8 13,3 0,2 23,2 4,7 12,2 0,0 53,9 0,0 8,2 4,1 21,8 7,4 30 Merkmalsbezogene Verteilungen Tabelle 12 zeigt die meldepflichtigen und t�dlichen Unf�lle im Betrieb bezogen auf die im jeweiligen Wirtschaftsbereich gemeldeten Vollarbeiter, wodurch ein Vergleich des Risikos zwischen den Wirtschaftszweigen erm�glicht wird. Ein besonders hohes Risiko mit 55,5 Unf�llen je 1.000 Vollarbeitern herrscht im Baugewerbe, hier ist auch mit 43,7 t�dlichen Unf�llen je eine Million Vollarbeiter das Risiko f�r einen t�dlichen Unfall w�hrend der betrieblichen T�tigkeit am h�chsten. Deutlich unter dem Durchschnitt der meldepflichtigen Unf�lle je 1.000 Vollarbeiter liegen die Wirtschaftsbereiche Gesundheit und Sozialwesen (13,3) sowie Erziehung und Unterricht (12,2). Bei den Branchen, die wegen ihrer geringen Fallzahlen als ,,Sonstige" zusammengefasst wurden, liegt die Unfallquote mit 8,2 sogar nochmals deutlich darunter. F�r die Unfallversicherungstr�ger der �ffentlichen Hand ist der f�r die Verschl�sselung des Wirtschaftszweigs verwendete NACE-Schl�ssel nur begrenzt einsetzbar, da er in seiner Systematik stark an der Struktur der gewerblichen Wirtschaft ausgerichtet ist. Deshalb wird innerhalb der DGUV die Betriebsstruktur im Bereich der �ffentlichen Hand durch das speziell zugeschnittene Merkmal ,,Betriebsart" beschrieben. Darin werden Verwaltungseinheiten mit einheitlicher oder �hnlicher Aufgabenstellung zusammen gefasst. Typische Betriebsarten im �ffentlichen Dienst sind neben der allgemeinen Verwaltung (Gemeinde-, Stadtverwaltung) zum Beispiel Krankenh�user, Betriebsh�fe, kulturelle Einrichtungen (Theater, Schwimmb�der, Museen) oder Entsorgungseinrichtungen (M�llabfuhr, Deponien etc.). Innerhalb einer Betriebsart dominieren aufgrund der spezifischen Aufgaben bestimmte Berufsgruppen. F�r Krankenh�user sind dies beispielsweise das Krankenpflegepersonal, das �rztliche Personal sowie die Medizinisch-technischen Assistentinnen und Assistenten. Dar�ber hinaus k�nnen � entsprechend den besonderen Versichertenstrukturen bei den Unfallkassen � spezifische Betriebsarten, wie Feuerwehren, Rettungsdienste oder aber auch Privatpersonen, die anderen in einer Notlage helfen, kenntlich gemacht werden. Insgesamt weist die Arbeitsunfallstatistik 58 Betriebsarten aus, die zu zehn Haupt gruppen zusammengefasst werden. Die drei gr��ten Bereiche des Unfallgeschehens betreffen die Betriebsarten Verwaltungen, Gesundheitsdienst (Krankenh�user) und das Bildungswesen (Schulen). Diese Betriebsarten repr�sentieren bei den Unfallversicherungstr�gern der �ffentlichen Hand auch die mitgliederst�rksten Versichertenkollektive im Bereich der abh�ngig Besch�ftigten. Auch wenn f�r die einzelnen Betriebsarten keine spezifischen Versichertenzahlen vor liegen, soll das Unfallgeschehen mit folgender �berlegung einer eingehenderen Betrachtung unterzogen werden. Unter der Annahme, dass das Wegeunfallrisiko f�r die Versichertenkollektive der einzelnen Betriebsarten ann�hernd gleich ist, k�nnen die Wegeunf�lle als Sch�tzgr��e f�r die Verh�ltniszahlen herangezogen werden. Hierbei zeigt sich, dass die Exposition f�r die Betriebsarten mit gef�hrlichen T�tigkeiten deutlich �ber denen mit �berwiegend verwaltungsm��igem Handeln liegt. Besonders deutlich wird dies bei der Gegen�berstellung von Betriebsarten wie ,,Bauwesen, Entsorgungseinrichtungen, Land-, Garten- und Forstwirtschaft oder Hilfeleistungseinrichtungen (z.B. Feuerwehren)" und ,,B�robetrieben (Verwaltungen)". F�r das Berichtsjahr 2020 ergeben sich die in Tabelle 13 angegebenen absoluten Unfallzahlen beziehungsweise die in Abbildung 12 n�herungsweise abgeleiteten Verh�ltniszahlen. 31 Merkmalsbezogene Verteilungen Tabelle 13Verteilung der Arbeitsunf�lle im Betrieb (Unfallart 1) nach der Betriebsart f�r die Unfallversicherungstr�ger der �ffentlichen Hand (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Betriebsart Verwaltungen Gesundheitsdienst Bildungswesen Verkehrswesen & Nachrichtenwesen Bauwesen Entsorgung Hilfeleistung, Feuerwehr, Polizei, Justiz Sonstige Einrichtungen, Haushaltungen Versammlungsst�tten, kulturelle Einrichtungen Land-, Garten-, Forstwirtschaft Sonstige Betriebsart, ohne n�here Angabe Gesamt Meldepflichtige Unf�lle Anzahl % 12.387 10.562 6.338 5.570 4.605 2.852 2.235 1.844 1.798 1.131 257 49.580 25,0 21,3 12,8 11,2 9,3 5,8 4,5 3,7 3,6 2,3 0,5 100,0 Neue Unfallrenten Anzahl % 171 25,0 109 15,9 98 14,3 41 6,0 80 11,7 34 5,0 25 3,7 61 8,9 34 5,0 27 3,9 4 0,6 684 100,0 T�dliche Unf�lle Anzahl % 5 31,3 1 6,3 0 0,0 1 6,3 4 25,0 1 6,3 1 6,3 1 6,3 0 0,0 2 12,5 0 0,0 16 100,0 Abbildung 12,,Arbeitsunf�lle je Wegeunfall" nach Betriebsarten der Unfallversicherungstr�ger der �ffentlichen Hand (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) 0,0 2,0 4,0 6,0 8,0 10,0 12,0 14,0 16,0 Verwaltungen Gesundheitsdienst Entsorgung Bildungswesen Bauwesen Land.-/ Garten.-/ Forstwirtschaft Versammlungsst�tten, kulturelle Einrichtungen Hilfeleistung, Feuerwehr, Polizei, Justiz Verkehrswesen & Nachrichtenwesen Sonst. Einrichtungen, Haushaltungen Sonstige Betriebsart, o. n. A. UVT�H Gesamt 1,6 2,0 7,2 2,2 10,1 13,7 3,0 5,5 4,8 3,0 1,9 2,5 32 Merkmalsbezogene Verteilungen 6 Beruf 6.1 Absolute Zahlen Der Beruf wird ab dem Berichtsjahr 2020 nach dem ISCO-08-Schl�ssel2 erfasst. Der Berufsartenschl�ssel l�sst sich in zehn Hauptgruppen untergliedern. Die systematische Ordnung f�r die Hauptgruppen der Berufe richtet sich vorrangig nach dem Qualifikationsgrad der Versicherten und erst dann nach der tats�chlich ausge�bten T�tigkeit. Dementsprechend baut sich die hierarchische Ordnung beginnend bei Berufen mit Leitungsfunktionen (Direktorinnen und Direktoren, Betriebsleiterinnen und -leiter, leitende Verwaltungsbedienstete), �ber die Berufe mit akademischer Ausbildung (Physikerinnen und Physiker, Mathematikerinnen und Mathematiker, Ingenieurberufe, Medizinerinnen und Mediziner, Lehrberufe, wirtschafts- und sozialwissenschaftlich T�tige), solche mit betrieblicher Ausbildung (Handwerks- und Dienstleistungsberufe) bis zuletzt zu den Hilfsarbeitskr�ften auf. Dokumentiert wird die T�tigkeit, mit der die versicherte Person im Betrieb zum Zeitpunkt des Unfalls t�tig war. Ausschlaggebend ist also die momentane berufliche Position und nicht ein unter Umst�nden fr�her einmal erlernter Beruf. Die Unfallzahlen f�r die Berufshauptgruppen sind in Tabelle 14 dargestellt. Tabelle 14Verteilung der Arbeitsunf�lle im Betrieb nach Berufshauptgruppen (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Berufshauptgruppe F�hrungskr�fte Akademische Berufe Technik und gleichrangige nichttechnische Berufe B�rokr�fte und verwandte Berufe Dienstleistungsberufe und Verkauf Fachkr�fte in Land-, Forstwirtschaft und Fischerei Handwerks- und verwandte Berufe Bedienung von Anlagen/Maschinen und Montageberufe Hilfsarbeitskr�fte Keine Angabe und Sonstige Gesamt Meldepflichtige Unf�lle Anzahl % 3.012 0,4 18.438 2,7 60.294 8,7 45.832 6,6 97.959 14,2 4.375 0,6 233.167 33,8 105.196 15,3 Neue Unfallrenten Anzahl % 84 0,7 338 3,0 1.372 12,1 675 5,9 1.255 11,1 74 0,7 3.653 32,2 2.100 18,5 T�dliche Unf�lle Anzahl % 1 0,4 5 2,1 9 3,9 4 1,7 16 6,9 4 1,7 85 36,5 60 25,8 113.792 7.591 689.656 16,5 1,1 100,0 1.713 86 11.350 15,1 0,8 100,0 48 20,6 1 0,4 233 100,0 2 Internationale Standardklassifikation der Berufe 2008 zur Verwendung innerhalb der Europ�ischen Union 33 Merkmalsbezogene Verteilungen Betrachtet man auf der n�chst feineren Berufsgruppenebene die Verteilung des Unfallgeschehens nach den h�ufigsten Berufen, ergibt sich erwartungsgem�� ein differenziertes Bild zwischen dem gewerblichen und dem mehr auf Dienstleistung ausgerichteten �ffentlichen Bereich (Tabellen 15 und 16). Im gewerblichen Unfallgeschehen weisen Berufe mit handwerklichen T�tigkeiten aus den Bereichen Bau und der Metallbe- und �verarbeitung die h�chsten Anteile an den meldepflichtigen Unf�llen auf. Bei den Baukonstruktionsberufen sind insbesondere Maurerinnen und Maurer, Zimmererinnen und Zimmerer, Betonbaufachkr�fte und andere Baugewerke zu nennen. Tabelle 15Verteilung der Arbeitsunf�lle im Betrieb (Unfallart 1) nach Berufsgruppen f�r die gewerblichen Berufsgenossenschaften (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Berufsgruppe Meldepflichtige Unf�lle Anzahl % Baukonstruktions- und verwandte Berufe Maschinenmechanik, Maschinenschlosserei 49.446 7,7 44.119 6,9 Fahren schwerer Lastkraftwagen/Busse Verkaufskr�fte: Handelsgesch�fte 36.533 5,7 34.538 5,4 Ausbaufachkr�fte und verwandte Berufe Hilfsarbeiten: Herstellung von Waren 32.634 5,1 24.734 3,9 B�rokr�fte: Materialwirtschaft/Transport, verwandte Berufe 24.445 3,8 Elektroinstallation, -mechanik Hilfsarbeiten: Transport/Lagerei 23.215 3,6 21.318 3,3 Grobschmiede, Werkzeugmechanik, verwandte Berufe 20.421 3,2 Krankenpflege- und Geburtshilfefachkr�fte Blechkaltverformung, Baumetallverformung, Formung (f�r Metallguss), Schwei�ung, verwandte Berufe Sonstige Hilfsarbeitskr�fte 20.229 3,2 19.940 3,1 16.194 2,5 Bedienung mobiler Anlagen Hilfsarbeiten: Bergbau/Bau 13.498 2,1 12.809 2,0 Reinigungspersonal/Hilfskr�fte in Privathaushalten, Hotels, B�ros �brige Berufe 12.794 2,0 233.208 36,4 Neue Unfallrenten Anzahl % 868 8,1 487 4,6 947 8,9 345 3,2 691 6,5 312 2,9 318 3,0 479 4,5 254 2,4 227 2,1 187 1,8 285 2,7 210 2,0 295 2,8 366 3,4 215 2,0 4.180 39,2 T�dliche Unf�lle Anzahl % 26 12,0 9 4,1 26 12,0 6 2,8 19 8,8 4 1,8 3 1,4 11 5,1 6 2,8 3 1,4 0 0,0 4 1,8 0 0,0 12 5,5 25 11,5 5 2,3 58 26,7 34 Merkmalsbezogene Verteilungen Auch Kraftfahrzeugf�hrerinnen und -f�hrer von LKW kommt eine bedeutende Rolle im Unfallgeschehen zu. Dabei gilt zu beachten, dass in Tabelle 15 nur die Arbeitsunf�lle bei einer betrieblichen T�tigkeit betrachtet werden, daher sind Unf�lle von Kraftfahrzeugf�hrerinnen und -f�hrern im �ffentlichen Stra�enverkehr nicht enthalten. Fast die H�lfte der Unf�lle im Betrieb, bei denen Kraftfahrzeugf�hrerinnen und -f�hrer von LKW verletzt wurden, stehen in Verbindung mit T�tigkeiten bei Be- und Entladearbeiten. Bezieht man die neuen Unfallrenten in die Betrachtung mit ein, f�llt auf, dass Kraftfahrzeugf�hrerinnen und -f�hrer deutlich st�rker von Unf�llen, die zu einer Verrentung f�hren, betroffen sind als andere Berufsgruppen. Nur noch im Baugewerbe ist ein �hnlich hoher Anteil an neuen Unfallrenten festzustellen. Tabelle 16Verteilung der Arbeitsunf�lle im Betrieb (Unfallart 1) nach Berufsgruppen f�r die Unfallversicherungstr�ger der �ffentlichen Hand (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Berufsgruppe Krankenpflege- und Geburtshilfefachkr�fte Hauswartung, Hauswirtschaftsleitung Kinder-, Lernbetreuung Abfallentsorgung Sonstige Assistenzberufe im Gesundheitswesen Reinigungspersonal/Hilfskr�fte in Privathaushalten, Hotels, B�ros Maschinenmechanik, Maschinenschlosserei Lehrkr�fte: Primar- und Vorschulbereich �brige Berufe Gesamt Meldepflichtige Unf�lle Neue Unfallrenten T�dliche Unf�lle Anzahl % Anzahl % Anzahl % 5.219 10,5 2.734 5,5 2.305 4,6 2.054 4,1 2.044 4,1 1.848 3,7 60 8,8 54 7,9 30 4,4 19 2,8 16 2,3 38 5,6 1 6,3 1 6,3 0 0,0 2 12,5 0 0,0 0 0,0 1.791 3,6 1.737 3,5 29.849 60,2 49.580 100,0 9 1,3 12 1,8 446 65,2 684 100,0 0 0,0 0 0,0 12 75,0 16 100,0 Im �ffentlichen Dienst (Tabelle 16) sind es vor allem Berufe aus dem Dienstleistungsbereich, die zum Unfallgeschehen beitragen. Neben Fachkr�ften in der Krankenversorgung und Kinderbetreuung stehen Hausmeisterdienste und Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Abfallentsorgung im Fokus des Arbeitsunfallgeschehens. 35 Merkmalsbezogene Verteilungen 6.2 Unfallquoten F�r Pr�ventionsma�nahmen interessieren �ber die absoluten Zahlen hinaus vor allem die Risiken, die mit bestimmten T�tigkeiten einhergehen. Um valide Angaben �ber die Risiken machen zu k�nnen, bedarf es passender Referenzzahlen �ber die Anzahl der Besch�ftigten und die geleisteten Arbeitszeiten. Da diese Referenzangaben nicht selbst von den Mitgliedern der DGUV erhoben werden k�nnen, m�ssen externe Angaben herangezogen werden. Die Zusammenstellung ist aufgrund unterschiedlicher Datenquellen mit einigen methodischen Herausforderungen verbunden, welche zun�chst dargestellt werden. Die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Besch�ftigten wird von der Bundesagentur f�r Arbeit erhoben und bereitgestellt. Die Angaben wurden mit Stichtag 30.06.2020 in die Berechnungen einbezogen, saisonale Schwankungen der Besch�ftigtenzahlen finden in den Auswertungen somit keine Ber�cksichtigung. Da die Arbeitszeit ma�geblich f�r die betrachtete ,,Zeit unter Risiko" ist, wurde �ber die Besch�ftigtenzahlen hinaus die gew�hnlich geleistete Wochenarbeitszeit aus der von Eurostat herausgegebenen Erwerbst�tigenrechnung (Labour-force-survey) herangezogen. Demnach betrug die durchschnittliche tats�chlich geleistete Wochenarbeitszeit 34,7 Stunden, wobei deutliche geschlechtsspezifische Unterschiede vorliegen. M�nner arbeiteten durchschnittlich 38,5 Stunden und Frauen 30,3 Stunden. Differenzierte Angaben lagen hierbei lediglich zu den zehn Berufshauptgruppen vor. F�hrungskr�fte verzeichneten mit durchschnittlich 43,1 Stunden die h�chste Wochenarbeitszeit die geringsten Wochenarbeitszeiten hatten die Dienstleistungsberufe und Verk�uferinnen und Verk�ufer (30,5 Stunden) sowie die Hilfsarbeitskr�fte (25,7 Stunden). Die Angaben der Besch�ftigtenstatistik der Bundesagentur f�r Arbeit werden nach der Klassifikation der Berufe (KldB 2010) erhoben, die Unfallzahlen der DGUV mit dem internationalen ISCO-Schl�ssel (ISCO-08) gemeldet. F�r europ�ische Vergleiche liegt f�r die Klassifikation der Berufe ein Umsteigeschl�ssel zum ISCO-08 vor. Aufgrund der ver schiedenen Klassifikationsans�tze der zugrundeliegenden Schl�ssel sind hier Genauigkeitsverluste durch den Umsteigeschl�ssel zu ber�cksichtigen. Bei drei Kategorien (B�rokr�fte, Verkaufskr�fte und Reinigungskr�fte) wurden daher die dreistelligen Berufsuntergruppen zu zweistelligen Berufsgruppen zusammengefasst, um eine korrekte Zuordnung sicherzustellen. Berufe mit weniger als 1.500 Arbeitsunf�llen im Berichtsjahr wurden wegen des sonst zu hohen Stichprobenfehlers von der Auswertung ausgeschlossen. Weiterhin ausgeschlossen wurde die Berufshauptgruppe 6, da die hier verschl�sselten Fachkr�fte der Landwirtschaft und Fischerei in gro�en Teilen nicht bei den Mitgliedern der DGUV gesetzlich unfallversichert sind. �ber alle Berufe liegt die Unfallquote auf Basis der hier vorgenommenen Berechnungen bei 19,12 Arbeitsunf�llen3 je 1.000 Vollarbeiter. Diese Quote liegt damit aufgrund der beschriebenen Einschr�nkungen der zur Verf�gung stehenden Referenzzahlen leicht unter der in den Gesch�fts- und Rechenergebnisses der DGUV publizierten Angabe von 21,54 Unf�llen je 1.000 Vollarbeiter. 3 F�r die Quotenbildung werden � abweichend zu den anderen Kapiteln � alle Arbeitsunfallarten (1-4) einbezogen. 36 Merkmalsbezogene Verteilungen Es ergeben sich die in Abbildung 13 dargestellten Berufsgruppen mit dem h�chsten Risiko. Die rote Linie markiert das durchschnittliche Risiko f�r alle abh�ngig besch�ftigten Versicherten. Das h�chste Risiko, einen Arbeitsunfall zu erleiden, besteht demnach bei den Baukonstruktionsberufen (hierzu geh�ren: Maurerinnen und Maurer, Zimmerleute, Bautischlerinnen und Bautischler sowie Steinmetzinnen und Steinmetze), bei denen 135 meldepflichtige Arbeitsunf�lle auf 1.000 Vollarbeiter registriert wurden. Es folgen Besch�ftigte in der Abfallentsorgung (96) und Ausbaufachkr�fte und verwandte Berufe (81). Unter dem Begriff Ausbaufachkr�fte werden Berufe wie Dachdeckerinnen und Dachdecker, Boden-, Fliesenlegerinnen und Fliesenleger, aber auch Stuckateurinnen und Stuckateure sowie Glaserinnen und Glaser zusammengefasst. Berufe in der Nahrungsmittelverarbeitung (B�ckerinnen und B�cker, Konditorinnen und Konditoren, Fleischerinnen und Fleischer, Molkereifachkr�fte) schlie�en sich mit einer Unfallquote von 71 an. Bei Bedienern mobiler Anlagen betr�gt die Quote 68 Unf�lle je 1.000 Vollarbeiter, zu dieser Berufsgruppe geh�ren F�hrerinnen und F�hrer von Erdbewegungs- sowie von mobilen land- und forstwirtschaftlichen Maschinen, genauso wie Kranf�hrerinnen und -f�hrer oder Gabelstaplerfahrerinnen und -fahrer. Die Lehrkr�fte des Primar- und Vorschulbereiches weisen 62 Unf�lle je 1.000 Vollarbeiter auf, hierbei muss angemerkt werden, dass die Unfallzahlen dieser Berufsgruppe mit circa 2200 Unf�llen im Berichtsjahr vergleichsweise gering sind. Bundeslandspezifisch sind ein gro�er Teil der Lehrkr�fte zudem verbeamtet und somit nicht gesetzlich unfallversichert, und die Zuordnung der Versicherten im Vorschulbereich erfolgt nicht immer eindeutig und nachvollziehbar. Die Berufsgruppe ,,Kinderbetreuerinnen und -betreuer" ist im Vorschulbereich eher einschl�gig, hier wurden 11.700 meldepflichtige Unf�lle registriert, die Quote betr�gt 15,5. Formerinnen und Former, Schwei�erinnen und Schwei�er (61), Maschinenmechanikerund -mechanikerinnen (58), Hilfsarbeitskr�fte (56), Bedienerinnen und Bediener von Anlagen der Metallerzeugung und -umformung (56), Berufssportlerinnen und Berufssportler sowie Trainerinnen und Trainer (54) sowie Lokomotivf�hrer und -f�hrerinnen (53) geh�ren ebenfalls zu den stark unfallgef�hrdeten Berufen. Zu den T�tigkeiten mit relativ geringem Risiko geh�ren B�ro- und Sekretariatskr�fte mit einer Quote von 1,6 Unf�llen je 1.000 Vollarbeiter. F�hrungskr�fte, Hochschullehrende und Softwareentwicklerinnen und -entwickler mussten aufgrund der geringen Stichprobengr��e von der Auswertung ausgeschlossen werden, dies spricht aber gleichzeitig auch f�r ein relativ geringes Unfallrisiko dieser Berufsgruppen. 37 Merkmalsbezogene Verteilungen Abbildung 13Arbeitsunf�lle (Unfallart 1 bis 4) abh�ngig Besch�ftigter je 1.000 Vollarbeiter nach Berufsuntergruppen (Auswahl) 0 711 Baukonstruktions- und verwandte Berufe 961 Abfallentsorgung 712 Ausbaufachkr�fte und verwandte Berufe 751 Berufe in der Nahrungsmittelverarbeitung, verwandte handwerkliche Fachkr�fte 834 Bedienung mobiler Anlagen 234 Lehrkr�fte: Primar- und Vorschulbereich 721 Blechkaltverformung, Baumetallverformung, Formung (f�r Metallguss), Schwei�ung, verwandte Berufe 723 Maschinenmechanik, Maschinenschlosserei 962 Sonstige Hilfsarbeitskr�fte 812 Bedienerinnen und Bediener von Anlagen der Metallerzeugung, -umformung, -veredlung 342 Fachkr�fte: Sport, Fitness 831 Lokomotivf�hrung, verwandte Berufe 20 40 60 80 100 120 140 Mittelwert aller Berufe Ein leicht anderes Bild ergibt sich bei Betrachtung der besonders schweren Unf�lle, f�r die im Berichtsjahr durch die UV-Tr�ger eine Unfallrente zuerkannt wurde. Dazu wurden Quoten der neuen Unfallrenten je 1.000 Vollarbeiter gebildet (Abbildung 14). Die Quote f�r die Arbeitsunf�lle der abh�ngig Besch�ftigten insgesamt liegt bei 0,32. Das h�chste Risiko haben mit Abstand die Fachkr�fte f�r Sport und Fitness, zu denen auch Berufssportlerinnen und -sportler z�hlen, mit 4,8 neuen Arbeitsunfallrenten auf 1.000 Vollarbeiter. Die weitere Verteilung der neuen Unfallrenten �hnelt der Quote der meldepflichtigen Unf�lle, da vor allem auch in Bauberufen besonders schwere Unf�lle geschehen, die Unfallrenten zur Folge haben. Die Fahrer und Fahrerinnen schwerer Lastkraftwagen und Busse treten � gegen�ber den meldepflichtigen Unf�llen � neu hinzu (1,4) � die Quote der meldepflichtigen Arbeitsunf�lle liegt f�r diese Berufsgruppe mit 49 zwar auch schon �ber dem Durchschnitt, die hohe Quote der Unfallrenten zeigt dar�ber hinaus, dass diese Berufe zudem h�ufig von besonders schwerwiegenden Unf�llen betroffen sind. Abbildung 14Arbeitsunfallrenten (Unfallart 1 bis 4) abh�ngig Besch�ftigter je 1.000 Vollarbeiter nach Berufsuntergruppen (Auswahl) 0 1 2 3 4 5 342 Fachkr� e, Sport u. Fitness 711 Baukonstruktions- und verwandte Berufe 712 Ausbaufachkr� e und verwandte Berufe 834 Bedienung mobiler Anlagen 833 Fahren schwerer Lastkra wagen/Busse 831 Lokomotivf�hrung, verwandte Berufe 961 Abfallentsorgung 962 Sonstige Hilfsarbeitskr� e 931 Hilfsarbeiten, Bergbau/Bau Mittelwert aller Berufe 38 Merkmalsbezogene Verteilungen 7 Alter und Auszubildende Die Verteilung der meldepflichtigen Arbeitsunf�lle nach Alter wurde bereits in Abbildung 2 in Zusammenhang mit den t�dlichen Unf�llen grafisch dargestellt, in Tabelle 17 werden die absoluten Werte hierzu dokumentiert. Die Anzahl der meldepflichtigen Unf�lle erreichte im Berichtsjahr in den unteren Altersklassen, wo auch die Mehrzahl der Berufsanf�nger einzuordnen ist, ein erstes Maximum. Die Anteile je Altersgruppe gehen im Bereich der 30- bis 44-J�hrigen leicht zur�ck, um dann nochmals bei den 50- bis 54-J�hrigen einen zweiten H�hepunkt zu erreichen. Bei den neuen Unfallrenten haben die Altersjahrg�nge der 55- bis 59-J�hrigen die h�chsten Fallzahlen, im Berichtsjahr wurden 2.150 neue Unfallrenten bewilligt. Tabelle 17Verteilung der Arbeitsunf�lle im Betrieb nach Altersgruppen (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Altersklasse Meldepflichtige Unf�lle Anzahl % Neue Unfallrenten Anzahl % bis 19 Jahre 20 bis unter 25 Jahre 25 bis unter 30 Jahre 30 bis unter 35 Jahre 35 bis unter 40 Jahre 40 bis unter 45 Jahre 45 bis unter 50 Jahre 50 bis unter 55 Jahre 55 bis unter 60 Jahre 60 bis unter 65 Jahre 65 Jahre und �lter keine Angabe Gesamt 29.867 4,3 82.440 12,0 73.283 10,6 73.658 10,7 66.292 9,6 67.105 9,7 68.173 9,9 84.350 12,2 82.800 12,0 51.334 7,4 9.817 1,4 539 0,1 689.656 100,0 149 1,3 529 4,7 670 5,9 688 6,1 790 7,0 899 7,9 1.271 11,2 1.894 16,7 2.150 18,9 1.606 14,1 704 6,2 0 0,0 11.350 100,0 T�dliche Unf�lle Anzahl % 1 0,4 17 7,3 14 6,0 17 7,3 20 8,6 19 8,2 24 10,3 41 17,6 36 15,5 26 11,2 18 7,7 0 0,0 233 100,0 39 Merkmalsbezogene Verteilungen Besondere Aufmerksamkeit in der Pr�vention gilt den Auszubildenden, denn bei diesen werden im Hinblick auf die Arbeitssicherheit die Grundlagen f�r das sp�tere Berufsleben gelegt. Tabelle 18 zeigt die Verteilung der meldepflichtigen Unf�lle, neuen Unfallrenten und der t�dlichen Unf�lle nach dem Alter der Berufsanf�ngerinnen und -anf�nger. Insgesamt werden im Berichtsjahr f�r Auszubildende rund 31.200 meldepflichtige Arbeitsunf�lle im Betrieb ausgewiesen, in der Altersklasse der unter 20-J�hrigen treten rund 13.300 Unf�lle auf. Bei den 20- bis 24-J�hrigen ergeben sich etwa 13.600 Unf�lle. In den �lteren Altersklassen spielen Auszubildende nur eine untergeordnete Rolle, daher ist der Anteil dieser Altersklassen am Unfallgeschehen deutlich geringer. Von 149 neuen Unfallrenten (vgl. Tabelle 17) entfallen 108 auf die Gruppe der Auszubildenden, acht Auszubildende verloren bei t�dlichen Arbeitsunf�llen ihr Leben. Tabelle 18Verteilung der Arbeitsunf�lle im Betrieb nach Alter bei Auszubildenden Altersklasse Meldepflichtige Unf�lle Anzahl % Neue Unfallrenten Anzahl % bis 19 Jahre 20 bis unter 25 Jahre 25 bis unter 30 Jahre 30 Jahre und �lter keine Angabe Gesamt 13.290 42,5 13.623 43,6 2.605 8,3 1.702 5,4 28 0,1 31.248 100,0 42 38,9 40 37,0 9 8,3 17 15,7 0 0,0 108 100,0 T�dliche Unf�lle Anzahl % 1 12,5 5 62,5 0 0,0 2 25,0 0 0,0 8 100,0 40 Merkmalsbezogene Verteilungen Eine Gegen�berstellung der Altersverteilung der Unf�lle mit der Altersverteilung der sozialversicherungspflichtigen Besch�ftigten auf Basis der Statistik der Bundesagentur f�r Arbeit4 zeigt, dass die Unfallquoten der j�ngeren Besch�ftigten deutlich �ber denen der �lteren liegen (Abbildung 15). F�r die 30- bis unter 65-J�hrigen liegen die Unfallquoten etwa auf gleicher H�he. Bei der Interpretation ist allerdings zu beachten, dass die durchschnittliche Arbeitszeit f�r die Berechnung der Unfallquoten hier unber�cksichtigt bleibt. Die Angaben �ber die Altersstruktur der Besch�ftigten stammen aus der Statistik der Bundesagentur f�r Arbeit . Bei den sozialversicherungspflichtig Besch�ftigten, die 65 Jahre und �lter sind, liegen die Unfallquoten deutlich niedriger, weil hier deutlich h�ufiger Teilzeitt�tigkeiten mit entsprechend geringerer Expositionszeit gegen�ber den Arbeitsrisiken ausge�bt werden. Im F�nfjahresvergleich zeigt sich insgesamt eine Tendenz zu geringeren Unfallquoten, wobei das Unfallrisiko im Pandemiejahr 2020 noch einmal deutlich abnimmt. �ber alle Altersgruppen hinweg lag die Unfallquote 2020 bei 17,0 meldepflichtigen Arbeitsunf�llen im Betrieb je 1.000 sozialversicherungspflichtige Besch�ftigte. Im Jahr 2016 lag diese Quote noch bei 19,9 � in f�nf Jahren ist die Quote um 14,9 Prozent zur�ckgegangen � in 2019 betrug der R�ckgang �ber f�nf Jahre noch 5,1 Prozent. Abbildung 15Zeitreihe der Arbeitsunf�lle im Betrieb je 1.000 Besch�ftigte nach Altersgruppen Unf�lle je 1.000 Besch�ftigte 30 25 20 15 10 5 0 bis 19 20�24 25�29 30�34 35�39 40�44 45�49 50�54 55�59 60�64 65 Jahre Jahre und �lter 2016 2017 2018 2019 2020 4 Bundesagentur f�r Arbeit: Besch�ftigte nach ausgew�hlten Merkmalen (Zeitreihe Quartalszahlen Juni 1999 � September 2020); Sozialversicherungspflichtige Besch�ftigte und geringf�gig Besch�ftigte. Stichtag jeweils 30.06. Die gebildeten Quoten ber�cksichtigen nicht, dass einige Besch�ftigte bei einem anderen Unfallversicherungstr�ger (SVLFG) au�erhalb der DGUV versichert sind. 41 Merkmalsbezogene Verteilungen Ein v�llig anderes Bild liefern die Quoten f�r die Arbeitsunfallrenten im Betrieb je 1.000 Besch�ftigte (Abbildung 16). Je �lter die Besch�ftigten sind, desto h�her ist das Risiko, bei einem Arbeitsunfall so schwer verletzt zu werden, dass in der Folge eine Rente aufgrund der verminderten Erwerbsf�higkeit zuerkannt wird. Bei den j�ngeren Unfallopfern sind die Unfallfolgen deutlich seltener so schwerwiegend. Dadurch, dass die Verfahren f�r eine Zuerkennung einer Rente oft nicht im Jahr des Unfalls abgeschlossen werden und demnach den Unf�llen zeitlich nachfolgen, wirkt sich die Covid-19-Pandemie hier noch nicht so stark aus. Im F�nfjahresvergleich sank die Quote �ber alle Altersgruppen seit 2016 um 10,2 Prozent. Besonders stark ist der R�ckgang bei den 40- bis 44-J�hrigen. Bei den 25- bis 29-J�hrigen ist die Quote im letzten Jahr leicht angestiegen, ebenso wie bei den �ber 65-J�hrigen. Beachtlich ist � vor allem auch in Relation zur Quote der meldepflichtigen Arbeitsunf�lle � die generelle hohe Quote bei den �ber 65-J�hrigen. Abbildung 16Zeitreihe der Arbeitsunfallrenten im Betrieb je 1.000 Besch�ftigte nach Altersgruppen neue Unfallrenten je 1.000 Besch� igte 0,7 0,6 0,5 0,4 0,3 0,2 0,1 0 bis 19 20�24 25�29 30�34 35�39 40�44 45�49 50�54 55�59 60�64 65 Jahre Jahre und �lter 2016 2017 2018 2019 2020 42 Merkmalsbezogene Verteilungen 8 Geschlecht Bei der Analyse aller meldepflichtigen Unf�lle (Unfallarten 1 bis 6) nach Geschlecht ergibt sich insgesamt ein Geschlechterverh�ltnis m�nnlich � weiblich von 70 zu 30 (Tabelle 19). Dieses verschiebt sich bei den Todesf�llen sogar noch weiter zu m�nnlichen Unfallopfern hin. Tabelle 19Verteilung aller meldepflichtigen Unf�lle, neuen Unfallrenten und t�dlichen Unf�lle (Unfallart 1 bis 6) nach Geschlecht (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Geschlecht Meldepflichtige Unf�lle Anzahl % Neue Unfallrenten Anzahl % m�nnlich 601.683 69,7 weiblich 261.752 30,3 Gesamt*) 863.734 100,0 *) einschlie�lich divers, unbestimmt und keine Angabe 11.891 71,9 4.653 28,1 16.544 100,0 T�dliche Unf�lle Anzahl % 468 86,0 76 14,0 544 100,0 Unterscheidet man das Unfallgeschehen zus�tzlich nach dem Merkmal Unfallart, ergeben sich interessante geschlechtsspezifische Unterschiede. W�hrend der Verlauf bei den Arbeitsunf�llen bei einer betrieblichen T�tigkeit (Unfallart 1, Tabelle 20) noch weitgehend der Gesamtverteilung folgt und sich der Anteil der m�nnlichen Unfallopfer zu den neuen Unfallrenten und Todesf�llen hin weiter verst�rkt, kehrt sich das Geschlechterverh�ltnis bei den Wegeunf�llen ohne Stra�enverkehrsbeteiligung (Unfallart 5, Tabelle 21) um. Dies gilt sowohl f�r die meldepflichtigen Unf�lle als auch f�r die neuen Unfallrenten. Lediglich bei den Todesf�llen bleiben die M�nner deutlich in der �berzahl. Tabelle 20Verteilung der meldepflichtigen Arbeitsunf�lle im Betrieb, neuen Unfallrenten und t�dlichen Unf�lle (Unfallart 1) nach Geschlecht (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Geschlecht Meldepflichtige Unf�lle Anzahl % m�nnlich 513.128 74,4 weiblich 176.310 25,6 Gesamt*) 689.656 100,0 *) einschlie�lich divers, unbestimmt und keine Angabe Neue Unfallrenten Anzahl % 8.908 78,5 2.442 21,5 11.350 100,0 T�dliche Unf�lle Anzahl % 220 94,4 13 5,6 233 100,0 43 Merkmalsbezogene Verteilungen Tabelle 21Verteilung der meldepflichtigen Wegeunf�lle ohne Stra�enverkehrs beteiligung (Unfallart 5) nach Geschlecht (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Geschlecht Meldepflichtige Unf�lle Anzahl % m�nnlich 21.857 41,8 weiblich 30.467 58,2 Gesamt *) 52.341 100,0 *) einschlie�lich divers, unbestimmt und keine Angabe Neue Unfallrenten Anzahl % 540 40,3 801 59,7 1.341 100,0 T�dliche Unf�lle Anzahl % 13 86,7 2 13,3 15 100,0 Die Verschiebung der Anteile zwischen Arbeits- und Wegeunf�llen l�sst sich zum Teil aus der unterschiedlichen Verteilung von Teilzeitt�tigkeiten zwischen den Geschlechtern erkl�ren. Wenn weibliche Versicherte in h�herem Ma�e Teilzeitbesch�ftigungen nachgehen, bedeutet dies geringere Expositionszeiten gegen�ber den Gefahren am Arbeitsplatz. Die Wegstrecken von und zur Arbeit sind davon jedoch nicht betroffen, wenn sich die Arbeitszeit bei M�nnern und Frauen gleicherma�en �ber die Wochentage gliedert. F�r Wegeunf�lle ist es also nachrangig, ob es sich um eine Vollzeitt�tigkeit oder eine Teilzeitarbeit handelt. Inwieweit die Witterung Einfluss auf das Unfallgeschehen nimmt, zeigt eine genauere Analyse des Unfallhergangs. Bei der Betrachtung der Stolper-, Rutsch- und Sturzunf�lle in den Berichtsjahren 2017 bis 2020 ist auff�llig, dass es deutliche saisonale Unterschiede gibt. Insbesondere die Unfallzahlen in den Wintermonaten des 1. und 4. Quartals, in denen mit Frost und Gl�tte zu rechnen ist, sind deutlich erh�ht. Dabei ist f�r Frauen ein h�herer Anteil an den Wegeunf�llen als f�r M�nner zu beobachten. Weitergehende Analysen zu den Stolper-, Rutsch- und Sturzunf�llen sind im Abschnitt zum themenbezogenen Schwerpunkt ab Seite 61 beschrieben. Tabelle 22Verteilung der meldepflichtigen Wegeunf�lle 2017 bis 2020 ohne Stra�enverkehrsbeteiligung (Unfallart 5) mit der Abweichung vom normalen (unfallfreien) Verlauf durch Stolpern, Rutsch oder Sturz; nach dem Geschlecht und der Jahreszeit (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Quartal 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal m�nnlich 27.782 43,2% 10.483 16,3% 11.129 17,3% 14.992 23,3% weiblich 43.938 41,0% 17.509 16,3% 19.191 17,9% 26.553 24,8% 44 Merkmalsbezogene Verteilungen 9 Staatsangeh�rigkeit Eine Aufgliederung der Unf�lle nach der Staatsangeh�rigkeit gibt Aufschluss �ber den Anteil der von ausl�ndischen Versicherten angezeigten Unf�lle. Ein Hinweis auf eine doppelte Staatsb�rgerschaft oder auf einen Migrationshintergrund kann aus den Unfallzahlen wegen fehlender Informationen nicht abgeleitet werden. Der Ausl�nderanteil liegt f�r die meldepflichtigen Unf�lle im Berichtsjahr bei 5,4 Prozent. In 1,7 Prozent der Unf�lle war eine Zuordnung der Staatsangeh�rigkeit wegen fehlender Angaben nicht m�glich. Der Anteil der Unfallopfer mit nichtdeutscher Staatsangeh�rigkeit ist bei den neuen Unfallrenten und vor allem bei den Todesf�llen h�her als bei den meldepflichtigen Unf�llen (Tabelle 23). Tabelle 23Verteilung der meldepflichtigen Arbeitsunf�lle im Betrieb, der neuen Unfallrenten und der t�dlichen Unf�lle (Unfallart 1) nach Staatsangeh�rigkeit (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Staatsangeh�rigkeit deutsch andere ohne Angabe Gesamt Meldepflichtige Unf�lle Neue Unfallrenten Anzahl % Anzahl % 641.066 93,0 36.941 5,4 11.649 1,7 689.656 100,0 10.518 92,7 754 6,6 78 0,7 11.350 100,0 T�dliche Unf�lle Anzahl % 195 83,7 38 16,3 0 0,0 233 100,0 45 Merkmalsbezogene Verteilungen In Abbildung 17 sind die absoluten Unfallzahlen der ausl�ndischen Versicherten wiedergegeben. Von allen ausl�ndischen Versicherten haben Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit t�rkischer Staatsangeh�rigkeit die meisten meldepflichtigen Unf�lle. Dies entspricht auch ihrem Anteil an den sozialversicherungspflichtig besch�ftigten Ausl�nderinnen und Ausl�ndern. Nach der Besch�ftigtenstatistik der Bundesagentur f�r Arbeit sind t�rkische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die st�rkste nicht-deutsche Versichertengruppe. Nach absoluten Unfallzahlen folgen Versicherte aus Polen und Rum�nien sowie aus einer Vielzahl anderer europ�ischer Staaten. Abbildung 17Verteilung der Arbeitsunf�lle im Betrieb (Unfallart 1) von ausl�ndischen Versicherten nach Staatsangeh�rigkeit (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) absolut 0 2.000 4.000 6.000 Bosnien-Herzegowina 962 Bulgarien 857 Frankreich 578 Griechenland 1.157 Italien 2.642 Kroatien 1.479 Polen 4.384 Portugal 699 8.000 10.000 Rum�nien Russland und ehem. Staaten der UdSSR ohne ... 659 3.648 Serbien, Montenegro, Kosovo Spanien Tschechien, Slowakei T�rkei 1.934 319 954 7.440 Ungarn Sonstiges Europa 915 2.258 Afrika Nord- und S�damerika 1.551 507 Sonstiges Asien, Australien u. Ozeanien 3.998 46 Merkmalsbezogene Verteilungen Auch die beruflichen Einsatzbereiche, bei denen Ausl�nder und Ausl�nderinnen verunfallen, unterscheiden sich von denen deutscher Staatsangeh�riger. Allgemein l�sst sich sagen, dass Personen mit ausl�ndischer Staatsangeh�rigkeit, die in Deutschland einen Arbeitsunfall erleiden, �fter in Berufsfeldern mit niedrigerer Qualifikation arbeiten. Insbesondere sind hier Reinigungs- und Entsorgungsaufgaben, Hilfsarbeiten in der Fertigung und auf dem Bau, K�chendienste sowie Transport- und Lagerarbeiten zu nennen. Eine Verteilung der Wirtschaftszweige zeigt Tabelle 24. Durch die Gegen�berstellung deutscher und ausl�ndischer Versicherter wird der Anteil der Unf�lle ausl�ndischer Versicherter an allen meldepflichtigen Unf�llen im Wirtschaftszweig ablesbar. Tabelle 24Verteilung der meldepflichtigen Arbeitsunf�lle im Betrieb (Unfallart 1) nach Staatsangeh�rigkeit und Wirtschaftszweig (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Staatsangeh�rigkeit deutsch Wirtschaftszweig Anzahl % Vermittlung und �berlassung von Arbeitskr�ften 21.365 3,3 Geb�udebetreuung; Garten- und Landschaftsbau 12.872 2,0 Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln 26.048 4,1 Gastronomie 13.351 2,1 Baugewerbe 102.264 16,0 Herstellung von Metallerzeugnissen 41.007 6,4 Maschinenbau 20.943 3,3 Einzelhandel (ohne Handel mit Kraftfahrzeugen) 48.123 7,5 Andere Wirtschaftszweige 355.093 55,4 Gesamt 641.066 100,0 *) ohne Ber�cksichtigung von F�llen ohne Angabe der Staatsangeh�rigkeit andere Anzahl % Anteil ausl�ndischer Ver sicherter*) an den meldepflichtigen Arbeitsunf�llen im Wirtschaftszweig % 3.276 8,9 13,3 1.983 5,4 13,0 3.538 9,6 11,9 1.629 4,4 10,7 9.657 26,1 8,3 2.180 5,9 4,9 916 2,5 4,1 1.906 5,2 3,8 11.854 32,1 3,2 36.941 100,0 5,4 47 Merkmalsbezogene Verteilungen 10 Unfallzeitpunkt (Monat, Wochentag, Unfallstunde) Die Kenntnis von Expositionszeiten, d. h. Zeiten, in denen Versicherte dem Risiko eines Unfalls ausgesetzt sind, ist wegen fehlender Bezugsparameter nur unzul�nglich. Trotzdem geben die nachfolgenden �bersichten zumindest dahingehend Auskunft, zu welchen Zeiten Unf�lle geh�uft aufgetreten sind. In Tabelle 25 ist hierzu die Verteilung der Unf�lle im Jahresverlauf nach Monaten f�r die Arbeitsunf�lle im Betrieb dargestellt. In Tabelle 26 erfolgt die gleiche Darstellung f�r die Wegeunf�lle. Tabelle 25Verteilung der meldepflichtigen Arbeitsunf�lle im Betrieb (Unfallart 1) nach Monat (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Unfallmonat Meldepflichtige Unf�lle Anzahl % Januar 64.162 9,3 Februar M�rz 62.188 9,0 58.227 8,4 April 43.328 6,3 Mai 49.108 7,1 Juni 57.150 8,3 Juli August 62.594 9,1 59.319 8,6 September 64.065 9,3 Oktober 63.776 9,2 November 58.663 8,5 Dezember 47.077 6,8 Gesamt 689.656 100,0 Neue Unfallrenten Anzahl % 1.000 944 972 931 943 923 995 920 955 978 976 813 11.350 8,8 8,3 8,6 8,2 8,3 8,1 8,8 8,1 8,4 8,6 8,6 7,2 100,0 T�dliche Unf�lle Anzahl % 21 9,0 12 5,2 21 9,0 17 7,3 18 7,7 19 8,2 22 9,4 26 11,2 17 7,3 25 10,7 19 8,2 16 6,9 233 100,0 48 Merkmalsbezogene Verteilungen Tabelle 26Verteilung der meldepflichtigen Wegeunf�lle (Unfallart 5 und 6) nach Monat (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Unfallmonat Meldepflichtige Unf�lle Anzahl % Januar Februar M�rz April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember Gesamt 18.778 15.263 10.295 7.649 9.385 11.170 12.619 12.003 13.762 14.211 11.964 11.531 148.631 12,6 10,3 6,9 5,1 6,3 7,5 8,5 8,1 9,3 9,6 8,0 7,8 100,0 Neue Unfallrenten Anzahl % 485 350 295 285 282 356 393 319 388 374 353 339 4.219 11,5 8,3 7,0 6,8 6,7 8,4 9,3 7,6 9,2 8,9 8,4 8,0 100,0 T�dliche Unf�lle Anzahl % 19 8,3 29 12,6 15 6,5 15 6,5 21 9,1 14 6,1 23 10,0 17 7,4 23 10,0 18 7,8 19 8,3 17 7,4 230 100,0 Vor allem zwei Faktoren haben auf die H�he der Unfallzahlen in den einzelnen Monaten Einfluss: Bei den Arbeitsunf�llen im Betrieb gilt zu ber�cksichtigen, dass bestimmte Monate geringere Expositionszeiten haben � bedingt zum Beispiel durch verst�rkte Urlaubszeiten. Bei den Wegeunf�llen ist es insbesondere die Witterung, welche das Unfallgeschehen beeinflusst. Dies sieht man besonders deutlich an den Wintermonaten Januar und Februar, die in der Regel durch verst�rkte Eis- und Schneegl�tte gekennzeichnet sind. Der starke R�ckgang der Arbeits- und Wegeunf�lle im April und Mai 2020 ist eine Folge der Covid-19-Pandemie in Deutschland. Die Verteilung der Unf�lle nach Wochentagen zeigt f�r den Zeitraum Montag bis Donnerstag ein relativ homogenes Bild mit leicht abfallender Tendenz (Tabelle 27). Zum Wochenende hin sinken die Unfallzahlen dann deutlich ab. Aufgrund der geringeren Besch�ftigungszeiten am Freitag, insbesondere aber am Samstag und Sonntag, liegen erwartungsgem�� die absoluten Unfallzahlen hier am niedrigsten. Die Wegeunf�lle zeigen einen �hnlichen Verlauf (Tabelle 28). 49 Merkmalsbezogene Verteilungen Tabelle 27Verteilung der meldepflichtigen Arbeitsunf�lle im Betrieb (Unfallart 1) nach Wochentag (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Wochentag Meldepflichtige Unf�lle Neue Unfallrenten Anzahl % Anzahl % Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag Gesamt*) *) inklusive keine Angabe 144.572 134.903 133.879 123.052 102.617 34.028 16.582 689.656 21,0 19,6 19,4 17,8 14,9 4,9 2,4 100,0 2.185 2.013 2.114 1.955 1.850 820 413 11.350 19,3 17,7 18,6 17,2 16,3 7,2 3,6 100,0 T�dliche Unf�lle Anzahl % 39 16,7 46 19,7 50 21,5 41 17,6 30 12,9 17 7,3 10 4,3 233 100,0 Tabelle 28Verteilung der meldepflichtigen Wegeunf�lle (Unfallart 5 und 6) nach Wochentag (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Wochentag Meldepflichtige Unf�lle Anzahl % Montag 30.944 20,8 Dienstag 29.840 20,1 Mittwoch Donnerstag 28.173 19,0 27.957 18,8 Freitag 22.714 15,3 Samstag 5.861 3,9 Sonntag Gesamt*) 3.142 2,1 148.631 100,0 *) inklusive keine Angabe Neue Unfallrenten Anzahl % 834 19,8 817 19,4 756 17,9 800 19,0 692 16,4 203 4,8 117 2,8 4.219 100,0 T�dliche Unf�lle Anzahl % 46 20,0 50 21,7 36 15,7 44 19,1 32 13,9 13 5,7 9 3,9 230 100,0 50 Merkmalsbezogene Verteilungen Bei Differenzierung nach der Unfallstunde verteilen sich die Arbeitsunf�lle auf die verbreiteten Kernarbeitszeiten von 800 bis 1600 Uhr, wobei der Schwerpunkt ganz eindeutig vormittags zu verzeichnen ist. Die Mehrzahl der Wegeunf�lle ereignet sich in den Morgenstunden zwischen 600 und 800 Uhr. Abbildung 18Verteilung der meldepflichtigen Unf�lle nach Unfallstunde (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) absolut 90.000 80.000 70.000 60.000 50.000 40.000 30.000 20.000 10.000 0 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 Unfallstunde Arbeitsunf�lle im Betrieb Wegeunf�lle 51 Merkmalsbezogene Verteilungen 11 Unfalldiagnose � verletzter K�rperteil, Art der Verletzung Eine wichtige Information zum Unfallgeschehen stellt die Kenntnis der Verletzungen des Unfallopfers dar. Dabei ist zum einen der verletzte K�rperteil von Interesse. Zum anderen gibt die Art der Verletzung Hinweise auf deren Schwere. Im Rahmen der Unfallstatistik werden jeweils die schwerste Verletzung beziehungsweise der am schwersten betroffene Ort der K�rpersch�digung dokumentiert. Dies f�hrt zu einer eingeschr�nkten Information, wenn multiple Verletzungen vorliegen. Die Unfallanzeige kann somit nur eine Momentaufnahme des Unfalls wiedergeben. In den folgenden Analysen werden die Erst-Diagnosen weiter aufgeschl�sselt. Auch wenn damit nur grobe Angaben gemacht werden k�nnen, lassen sich trotzdem unterschiedliche Schweregrade differenzieren. So ist zum Beispiel eine Prellung in der Regel als leichtere Verletzung einzusch�tzen als eine Fraktur. Weitergehende Informationen lassen sich bei den neuen Unfallrenten ermitteln, wo im Bedarfsfall bis zu vier Diagnosen dokumentiert werden k�nnen. Erg�nzend geben die Merkmale Verletzungsfolge und Minderung der Erwerbsf�higkeit (MdE) Aufschluss �ber den Verlauf eines Unfalles. Diese Informationen werden ab Seite 56 in Abschnitt 12 ,,Neue Unfallrenten" n�her erl�utert. 11.1 Verletzter K�rperteil Bei Arbeitsunf�llen kommt es vor allem an den Extremit�ten h�ufig zu Verletzungen. Dabei sind die oberen Extremit�ten (Hand, Unter- und Oberarm) st�rker betroffen als die unteren (Fu�, Fu�kn�chel, Kniegelenk, Unter- und Oberschenkel). Nicht zu vernachl�ssigen sind Kopfverletzungen mit einem Anteil von immerhin noch 7,6 Prozent. Handverletzungen machen zwar ein Drittel aller Verletzungen aus, allerdings sind hier die Verletzungsfolgen nicht so gravierend, wie ein Blick auf die neuen Unfallrenten, mit einem Anteil von 9,6 Prozent, zeigt. Dagegen f�hren Verletzungen im Bereich Hals oder Wirbels�ule, an Schulter und Oberarm sowie am Kniegelenk zu einem deutlich st�rkeren Anteil von neuen Verrentungen. Von allen Todesf�llen wird der Kopf mit 94 F�llen am h�ufigsten als verletzte K�rperregion genannt. Bezogen auf die Anzahl der meldepflichtigen Unf�lle ergeben sich hier 1,8 Todesf�lle je 1.000 meldepflichtiger Unf�lle. Bei Verletzungen des Rumpfs (Brustkorb, Bauch und seiner Organe) liegt der Anteil bei rund 1,4 Todesf�llen je 1.000 meldepflichtiger Unf�lle. Nur bei Unf�llen mit multiplen Verletzungsstrukturen (gesamter Mensch) liegt die Quote mit 9,5 Todesf�llen je tausend meldepflichtiger Unf�lle noch deutlich h�her. Der Durchschnitt �ber alle Unf�lle betr�gt 0,34 Todesf�lle je tausend meldepflichtiger Unf�lle. 52 Merkmalsbezogene Verteilungen Tabelle 29Verteilung der meldepflichtigen Arbeitsunf�lle im Betrieb (Unfallart 1) nach verletztem K�rperteil (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Verletzter K�rperteil Kopf darunter: Augenverletzungen Hals, Wirbels�ule Brustkorb, -organe, R�cken Bauch, -organe, Becken Schulter, Oberarm, Ellenbogen Unterarm, Handgelenk, -wurzel Hand H�ftgelenk, Oberschenkel, Kniescheibe Kniegelenk, Unterschenkel Kn�chel, Fu� darunter oberes Sprunggelenk Gesamter Mensch Keine Angabe Gesamt Meldepflichtige Unf�lle Neue Unfallrenten Anzahl % Anzahl % 52.123 7,6 13.344 1,9 28.801 4,2 27.750 4,0 5.560 0,8 47.698 6,9 50.276 7,3 232.462 33,7 19.451 2,8 81.245 11,8 129.731 76.633 18,8 11,1 7.345 1,1 7.214 1,0 689.656 100,0 767 6,8 213 1,9 874 7,7 263 2,3 133 1,2 1.940 17,1 1.401 12,3 1.084 9,6 907 8,0 1.766 15,6 1.886 16,6 908 8,0 316 2,8 13 0,1 11.350 100,0 T�dliche Unf�lle Anzahl % 94 40,3 1 0,4 11 4,7 40 17,2 6 2,6 0 0,0 0 0,0 2 0,9 6 2,6 4 1,7 0 0,0 0 0,0 70 30,0 0 0,0 233 100,0 Hand, Handwurzel Verletzungen an der Hand lassen sich zu 20 Prozent dem Daumen beziehungsweise 18 Prozent dem Zeigefinger zuordnen. Auf den Mittelfinger entfallen noch 13 Prozent. Die restlichen Unf�lle betreffen weitere einzelne Finger oder die gesamte Hand. Fu� Im Fu�bereich sind an erster Stelle Verletzungen des Sprunggelenkes (59 Prozent) zu nennen. Kommt es nur zu einer Distorsion (Zerrung, Verstauchung etc.) oder Commotio (Oberfl�chenprellung), kann die Verletzung in der Regel normal ausheilen, ohne dass sie sp�ter noch zur Feststellung einer Unfallrente f�hrt. Auch bei den neuen Unfallrenten, die nach Fu�verletzungen gew�hrt werden, f�hren Verletzungen des oberen Sprunggelenkes und seiner B�nder (48 Prozent) die Statistik an, gefolgt von den Fersenbeinverletzungen (29 Prozent). Knie, Unterschenkel Im K�rpersegment Knie und Unterschenkel ist vor allem das Kniegelenk (68 Prozent) als Verletzungsort betroffen, 27 Prozent entfallen auf den Unterschenkel. Die Unf�lle zeigen ein �hnliches Muster wie bei den Sprunggelenksverletzungen. Auch hier sind Oberfl�chenprellungen, Zerrungen und Verstauchungen die h�ufigsten Verletzungen bei den meldepflichtigen Unf�llen. 53 Merkmalsbezogene Verteilungen Kopf Bei Arbeitsunf�llen mit Verletzungen in der Kopfregion dominieren insbesondere solche im unmittelbaren Gesichtsfeld � davon allein Augen, Jochbein, Nase zusammen mit 31 Prozent. Die Verletzungen entstehen dabei in erster Linie dadurch, dass sich das Unfallopfer durch seine eigene Fortbewegung den Kopf an etwas st��t oder aber von einem sich bewegenden Gegenstand getroffen wird. 11.2 Art der Verletzung Unter dem Merkmal ,,Art der Verletzung" bildet die Gruppe der Zerrei�ungen einen deutlichen Schwerpunkt im Unfallgeschehen, dabei wird ein breites Spektrum von Einzelverletzungen beschrieben. In der leichtesten Variante handelt es sich um oberfl�chliche Verletzungen der Haut. Je nach Auspr�gung wird bei den schweren Verletzungen zwischen teilweisen oder vollst�ndigen Zerrei�ungen (Rupturen) unterschieden. Zu nennen sind hier vor allem B�nderrisse, weitere Formen sind schwere Weichteilverletzungen (Zerfetzungen), Gelenkssprengungen oder das Eindringen von Fremdk�rpern in tiefere Gewebs-, und/oder K�rperpartien. Insgesamt betr�gt der Anteil der Zerrei�ungen 33,5 Prozent. In der Mehrzahl dieser Unf�lle liegen oberfl�chliche Verletzungen vor � zum Beispiel Absch�rfungen (Exkoriationen), aber auch Schnitt-, Stich- und Risswunden beziehungsweise Riss-Quetsch-Wunden. Die oberfl�chlichen Zerrei�ungen werden wegen ihres Umfangs in Tabelle 30 als eigenst�ndiger Unterpunkt ausgewiesen. Tabelle 30Verteilung der meldepflichtigen Arbeitsunf�lle im Betrieb (Unfallart 1) nach Art der Verletzung (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Art der Verletzung Meldepflichtige Unf�lle Anzahl % Wunde, Zerrei�ung darunter: oberfl�chliche Zerrei�ung Ersch�tterung, Oberfl�chenprellung (Dis-)Torsion Geschlossene Fraktur Quetschung (Contusio) Verbrennungen, Erfrierungen, Ver�tzungen, Strom etc. Nicht n�her bez. Verletzungsart Infektion, Vergiftung, Schock etc. Offene Fraktur Luxation Gesamt 231.042 33,5 139.237 20,2 169.880 24,6 130.600 18,9 78.995 11,5 32.451 4,7 17.518 2,5 11.621 1,7 7.618 1,1 5.213 0,8 4.717 0,7 689.656 100,0 Neue Unfallrenten Anzahl % 2.698 23,8 151 1,3 248 2,2 358 3,2 6.244 55,0 368 3,2 106 0,9 109 1,0 262 2,3 598 5,3 359 3,2 11.350 100,0 T�dliche Unf�lle Anzahl % 37 15,9 4 1,7 3 1,3 1 0,4 37 15,9 106 45,5 9 3,9 0 0,0 18 7,7 22 9,4 0 0,0 233 100,0 54 Merkmalsbezogene Verteilungen Bei der Diagnose Commotio (Ersch�tterung, Oberfl�chenprellung) handelt es sich �berwiegend um Oberfl�chenprellungen von Haut, Unterhaut, Weichteilgewebe oder Gelenken. Viele der Prellungen entfallen auf die Arme und Beine, wobei hier insbesondere das Knie betroffen ist, gefolgt von der Gehirnersch�tterung (Commotio cerebri) mit 11,7 Prozent. An dritter Stelle sind die Brustkorb-/Rippenprellungen mit rund 10 Prozent zu nennen. Der Anteil der Quetschungen (Contusio), d. h. Verletzungen mit schweren Sch�digungen tiefer gelegener Strukturen/Organe, spielt von der Fallzahl her bei den meldepflichtigen Unf�llen mit 4,7 Prozent nur eine untergeordnete Rolle. Haupts�chlich betroffen von Quetschungen sind H�nde (56 Prozent) und F��e (16 Prozent). Bei den neuen Unfallrenten liegt nur in 3,2 Prozent aller Verletzungen eine Quetschung vor. Hierbei handelt es sich vor allem um Kopfverletzungen wie eine Gehirnprellung (Contusio cerebri) oder bleibende Sch�den an den H�nden. Bei den Todesf�llen zeigt sich erwartungsgem�� aufgrund der Schwere dieser Verletzungsgruppe ein v�llig anderes Bild: 45,5 Prozent der t�dlichen Unf�lle lassen sich auf eine Quetschung zur�ckf�hren. H�ufig wird hierbei der Kopf (43 Prozent) als das am schwersten verletzte K�rperteil genannt. In weiteren 42 Prozent der F�lle werden aufgrund multipler Verletzungen (gesamter Mensch) keine genaueren Angaben zum K�rperteil gemacht, 10 Prozent sind dem oberen Rumpf (Brustkorb, -organe) zuzuordnen. Bei diesen Zahlen ist zu ber�cksichtigen, dass hier immer nur die jeweils schwerste Verletzungsdiagnose ausgewertet wurde, deshalb sind die Verletzungsorte ,,Gesamter Mensch" und ,,Kopf" in einem engen Zusammenhang zu sehen. Distorsionen sind durch (Ver-)Drehung, Verrenkung, Zerrung, �berdehnung, (Ver-)Stauchung bedingte geschlossene Verletzungen an Gelenken, Gelenkverbindungen, Kapseln, Knorpeln, B�ndern und Sehnen. Auch hier werden das obere Sprunggelenk sowie das Kniegelenk als Verletzungsschwerpunkt beschrieben, wobei das Unfallgeschehen in erster Linie aus einer Bewegung des Unfallopfers (Ausgleiten, Stolpern, Hinfallen) abzuleiten ist. Nur relativ selten f�hren diese Unf�lle zu einer Unfallrente. Eine letzte wichtige Diagnosegruppe sind Frakturen. �berwiegend handelt es sich um geschlossene Frakturen. Hiervon betroffen sind vorrangig die Extremit�ten, auf die zusammen 84 Prozent der Knochenbr�che entfallen. Die gr��ten Einzelgruppen sind hierbei Frakturen der Finger oder der Hand mit 30 Prozent sowie Frakturen im Fu�- und Zehen-Bereich mit 26 Prozent. Weitere Frakturen verteilen sich insbesondere auf Unterarmknochen (vor allem Ellenschaft und handgelenksnahe Unterarmknochen) und Rippen sowie in Einzelnennungen auf andere Bestandteile der Extremit�ten. Bei den neuen Unfallrenten zeigt sich in der Diagnosegruppe der Frakturen eine �hnliche Verteilung wie bei den meldepflichtigen Unf�llen. Allerdings f�hren Handverletzungen deutlich seltener zu einer Unfallrente. Daf�r steigt der Anteil der Verunfallten mit Unfallrente bei Verletzungen im Unterschenkelbereich sowie im oberen Sprunggelenk/Fersenbein, im Schultergelenk-/ Oberarmkopfbereich, im Unterarmbereich sowie bei Verletzungen der Wirbels�ule (vor allem Lendenwirbels�ule). Als Unfallursache stehen Stolper-, Rutsch-, und Absturzunf�lle im Vordergrund. 55 Merkmalsbezogene Verteilungen 12 Neue Unfallrenten Bei Unf�llen, die so schwer sind, dass vor�bergehend oder dauerhaft eine Rente wegen Erwerbsminderung gezahlt wird, werden weitere Merkmale erhoben, sodass diese F�lle genauer analysiert werden k�nnen. Es besteht die M�glichkeit, die Unfallverletzungen differenzierter auszuwerten, da die hierf�r notwendigen Informationen aus den Quellen eines medizinisch qualifizierten Personenkreises � in der Regel von �rzten und �rztinnen � stammen. So kann der ,,Verletzte K�rperteil" sehr genau lokalisiert werden, und daraus ergeben sich auch pr�zisere Angaben zur Verletzungsdiagnose. War zum Beispiel bei der Unfallanzeige bei einem B�nderriss im Knie nur die Kennzeichnung als Knieverletzung in Verbindung mit einer Zerrei�ung m�glich, l�sst sich bei den neuen Unfallrenten nun diese Verletzung sehr genau als Kreuzbandriss identifizieren. Der Gew�hrung einer Unfallrente gehen ein umfangreiches Ermittlungsverfahren und umfangreiche Rehabilitationsversuche voraus. Nur bei etwa acht Prozent der im Jahr 2020 festgestellten neuen Unfallrenten fand auch der Unfall im selben Jahr statt. Bei der Mehrzahl der F�lle (40 Prozent) reicht der Unfall in das Jahr 2019 zur�ck. Circa 89 Prozent der im Berichtsjahr 2020 festgestellten neuen Unfallrenten lassen sich auf den Unfallzeitraum 2016 bis 2020 zur�ckf�hren. Im Zeitfenster zwischen Unfallereignis und versicherungsrechtlicher Entscheidung (Verrentung) werden weitere Informationen zu den Verletzungsfolgen gewonnen. Die Verletzungsfolgen sind vor�bergehend oder bleibend. Im Idealfall erlischt nach einer erfolgreichen Rehabilitation eine vor�bergehend gew�hrte Rente, weil die Erwerbsf�higkeit wieder voll hergestellt ist. Verletzungsfolgen zeigen sich in Form von Funktionsminderungen (in der Regel vor�bergehend), Funktionsst�rungen (in der Regel bleibend), Funktionsverlusten (zum Beispiel Seh-, Riechverlust, Amputation) oder in Form eines entz�ndlichen Prozesses (zum Beispiel Ekzem, chronische Gelenkentz�ndung) beziehungsweise in Schmerzzust�nden (zum Beispiel Neuralgie). ! Die Ausf�hrungen und Analysen zu den Verletzungsfolgen neuer Unfallrenten beziehen sich immer auf die schwerste dem Unfall zuzuordnende Verletzung. Jeder neue Unfallrentenfall wird entsprechend nur einmal gez�hlt. 56 Merkmalsbezogene Verteilungen Tabelle 31Verteilung der neuen Arbeitsunfallrenten (Unfallart 1) nach schwerster Verletzungsfolge und Geschlecht (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Verletzungsfolge ohne Folgen Funktionsminderung (i.d.R. vor�bergehend) darunter: Bewegungshemmung Muskelverschm�chtigung sonstige Funktionsminderung Funktionsst�rung (i.d.R. bleibend) darunter: Posttraum. Reakt. an Gelenken, Muskeln und Bindegewebe Endoprothesen, Implantate Bandlockerung, Bandinsuffizienz Gelenkteilsteife Nerven-/Muskelteill�hmung Funktionsverlust darunter: Teilverlust eines K�rperteils oder Organs Totalverlust eines K�rperteils oder Organs vollst�ndige Gelenkversteifung Verlust des Sehens vollst�ndige Gelenkversteifung in ung�nstiger Stellung Verlust des Riechverm�gens Querschnittl�hmung, vollst�ndig Querschnittl�hmung, teilweise Verlust des H�rverm�gens apallisches Syndrom Entz�ndliche Prozesse Schmerzzust�nde Sonstige (v.a. Psyche) Tod Unbekannt oder nicht zuzuordnen Gesamt m�nnlich weiblich Gesamt Anzahl % Anzahl % Anzahl % 1.339 11,8 382 3,4 1.721 15,2 5.144 45,3 1.257 11,1 6.401 56,4 4.374 264 203 1.119 38,5 2,3 1,8 9,9 1.076 50 34 200 9,5 5.450 48,0 0,4 314 2,8 0,3 237 2,1 1,8 1.319 11,6 155 1,4 100 0,9 132 1,2 79 0,7 84 0,7 534 4,7 21 0,2 52 0,5 8 0,1 19 0,2 12 0,1 31 0,3 176 1,6 152 1,3 140 1,2 98 0,9 96 0,8 565 5,0 233 82 59 35 22 18 12 16 15 14 43 102 71 241 315 8.908 2,1 0,7 0,5 0,3 0,2 0,2 0,1 0,1 0,1 0,1 0,4 0,9 0,6 2,1 2,8 78,5 12 2 6 0 1 0 5 1 0 0 6 33 35 12 486 2.442 0,1 0,0 0,1 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,1 0,3 0,3 0,1 4,3 21,5 245 2,2 84 0,7 65 0,6 35 0,3 23 0,2 18 0,2 17 0,1 17 0,1 15 0,1 14 0,1 49 0,4 135 1,2 106 0,9 253 2,2 801 7,1 11.350 100,0 57 Merkmalsbezogene Verteilungen In mehr als der H�lfte dieser Unf�lle kommt es zu einer Ausheilung der Verletzung ohne Folgen beziehungsweise ist die Funktionsminderung vor�bergehend. Diese besteht in den meisten F�llen in einer Bewegungshemmung. Geschlechtsspezifische Unterschiede zeigen sich insbesondere in der absoluten Anzahl der Unfallrenten, die bei M�nnern 3,7-mal h�her liegt als bei Frauen. In 18 F�llen wurde eine vollst�ndige Querschnittsl�hmung festgestellt, in 17 F�llen eine teilweise Querschnittsl�hmung, hiervon war eine Frau betroffen. In F�llen mit einer neuen Unfallrente lassen sich die Diagnosen durch eine kombinierte Auswertung des verletzten K�rperteils mit der Art der Verletzung wesentlich genauer darstellen als es bei den meldepflichtigen Unf�llen m�glich ist. Insbesondere bei den Extremit�ten findet damit eine detailliertere Abgrenzung statt. So k�nnen zum Beispiel der K�rperregion "Hand" auch handgelenksnahe Gef��e, Nerven sowie Knochen der Handwurzel (Kahn-, Mondbein und andere Handwurzelknochen) zugeordnet werden. Auch die unteren Extremit�ten k�nnen differenzierter aufgeschl�sselt werden (Tabelle 32). Tabelle 32Verteilung der neuen Arbeitsunfallrenten (Unfallart 1) nach schwerster Unfalldiagnose � zusammengesetzt aus verletztem K�perteil und Art der Verletzung (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Kombinationsdiagnose 1 Kopf-, Hirnbereich darunter: 1.1 Gehirnersch�tterung (Commotio cerebri) 1.2 Sch�delprellung (inkl. Weichteilquetschung) 1.3 Gehirnprellung (Contusio cerebri) 1.4 Offene Weichteilverletzung, Kopfschwarte 1.5 Geschlossene Sch�delfraktur 1.6 Offene Sch�delfraktur 2 Gesichtsbereich darunter: 2.1 Gesichtsprellung, -quetschung 2.2 Offene Weichteilverletzung Gesicht 2.3 Gesichtssch�delfraktur 2.4 Zahnsch�den 2.5 Augenver�tzung Neue Unfallrenten Anzahl % 462 4,1 25 0,2 81 0,7 98 0,9 20 0,2 123 1,1 42 0,4 305 2,7 28 0,2 135 1,2 86 0,8 1 0,0 16 0,1 Kombinationsdiagnose 3 Hals, Wirbels�ule darunter: 3.1 Wirbels�ulen-Prellung 3.2 Wirbels�ulen-Verstauchung 3.3 Wirbels�ulen-Luxation 3.4 Wirbels�ulen-Fraktur 4 Brustkorb, R�cken darunter: 4.1 Brustkorb-, R�ckenprellung 4.2 Brustkorb-Fraktur 5 Innere Organe darunter: 5.1 Herz, Brustkorbgef��e, Speiser�hre 5.2 Lunge, Bronchialsystem 5.3 Bauchwandverletzungen 5.4 Magen-Darmtrakt 5.5 Nieren, harnableitende Organe 5.6 Leber, Galle 5.7 Milz Neue Unfallrenten Anzahl % 874 7,7 18 0,2 18 0,2 4 0,0 784 6,9 94 0,8 22 0,2 48 0,4 79 0,7 10 0,1 35 0,3 8 0,1 3 0,0 6 0,1 1 0,0 9 0,1 58 Merkmalsbezogene Verteilungen Kombinationsdiagnose 6 Schulter, Oberarm darunter: 6.1 Schulterprellung 6.2 Schulterluxation 6.3 Schulterzerrei�ung 6.4 Schulter/Oberarmfraktur 7 Ellenbogen, Unterarm darunter: 7.1 Prellung Ellenbogen/Unterarm 7.2 Rissverletzung Ellenbogen/ Unterarm 7.3 Geschlossene Fraktur Ellenbogen/Unterarm 7.4 Offene Fraktur Ellenbogen/ Unterarm 8 Hand darunter: 8.1 Prellung/Quetschung Hand 8.2 Verstauchung/Verrenkung Hand, Finger 8.3 Luxation Hand, Finger 8.4 Zerrei�ung der Hand 8.5 Geschlossene Fraktur Hand 8.6 Offene Fraktur Hand 9 H�fte, Becken, Oberschenkel darunter: 9.1 Prellung H�fte/Becken/ Oberschenkel 9.2 H�ftgelenksluxation 9.3 Rissverletzung H�fte/ Oberschenkel 9.4 Geschlossene Fraktur H�fte/ Becken/Oberschenkel 9.5 Offene Fraktur H�fte/Becken/ Oberschenkel Neue Unfallrenten Anzahl % 1.730 15,2 32 0,3 173 1,5 474 4,2 863 7,6 1.433 12,6 19 0,2 78 0,7 1.163 10,2 93 0,8 1.386 12,2 75 0,7 18 0,2 26 0,2 448 3,9 315 2,8 113 1,0 858 7,6 14 0,1 4 0,0 35 0,3 758 6,7 26 0,2 Kombinationsdiagnose 10 Knie darunter: 10.1 Knieprellung 10.2 Knieverstauchung 10.3 Knieluxation 10.4 Rissverletzung (Kniebereich) 10.5 Geschlossene Kniefraktur 10.6 Offene Kniefraktur 11 Unterschenkel darunter: 11.1 Prellung (Unterschenkel) 11.2 Rissverletzung (Unterschenkel) 11.3 Geschlossene Fraktur (Unterschenkel) 11.4 Offene Fraktur (Unterschenkel) 12 Kn�chel, Fu� darunter: 12.1 Prellung (Kn�chel/Fu�) 12.2 Verstauchung/-renkung (Kn�chel/Fu�) 12.3 Rissverletzungen (Kn�chel/Fu�) 12.4 Geschlossene Fraktur (Kn�chel/ Fu�) 12.5 Offene Fraktur (Kn�chel/Fu�) 13 Gesamter Mensch darunter: 13.1 Gro�fl�chige Verbrennungen 13.2 Elektrizit�tseinwirkung auf Gesamtorganismus 13.3 Vergiftung Sonstige Region/unbestimmt Gesamt Neue Unfallrenten Anzahl % 1.009 8,9 25 0,2 107 0,9 31 0,3 738 6,5 84 0,7 6 0,1 905 8,0 16 0,1 83 0,7 598 5,3 143 1,3 1.886 16,6 34 0,3 115 1,0 165 1,5 1.414 12,5 113 1,0 316 2,8 16 0,1 14 0,1 7 0,1 13 0,1 11.350 100,0 59 Merkmalsbezogene Verteilungen Eine Ma�zahl f�r den Erfolg der Rehabilitation der Unfallverletzten l�sst sich aus der H�he der Minderung der Erwerbsf�higkeit (MdE) ableiten. F�r die Unfallstatistik wird hierzu die MdE im Dezember des Jahres, in dem die neue Unfallrente bewilligt wurde, erfasst. Die Verteilung der neuen Arbeitsunfallrenten nach verletztem K�rperbereich und H�he der MdE ist in Tabelle 33 dargestellt. Rund 25 Prozent aller neuen Arbeitsunfallrenten (2.792 F�lle) weisen bis zum Jahresende keine Minderung der Erwerbsf�higkeit mehr aus. Bei mehr als der H�lfte der Unfallrenten (5.949 F�lle) wurde eine MdE bis 20 Prozent, in weiteren 1.898 F�llen eine MdE bis zu 45 Prozent zugesprochen. 413 F�lle sind so schwer verletzt, das eine MdE von 50 Prozent oder mehr zuerkannt wurde. Auch die Hinterbliebenen der t�dlich unfallverletzten Personen erhalten Leistungen der Gesetz lichen Unfallversicherung (Sterbegeld, Hinterbliebenenrente). Tabelle 33Verteilung der neuen Arbeitsunfallrenten (Unfallart 1) nach schwerster verletzter K�rperregion und H�he der Minderung der Erwerbsf�higkeit (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) schwerste verletzte K�rperregion 1 Kopf-, Hirnbereich 2 Gesichtsbereich 3 Hals, Wirbels�ule 4 Brustkorb, R�cken 5 Innere Organe 6 Schulter, Oberarm 7 Ellenbogen, Unterarm 8 Hand 9 H�fte, Becken, Oberschenkel 10 Knie 11 Unterschenkel 12 Kn�chel, Fu� 13 Gesamter Mensch Sonstige Region / unbestimmt Gesamt keine MdE im Dezember Anzahl 47 36 167 9 12 364 395 412 178 325 248 527 70 2 2.792 Minderung der Erwebsf�higkeit bis 20% 25% bis 45% 50% bis 100% Todesfall Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl 82 122 110 101 134 121 9 5 455 153 86 13 27 21 7 30 26 11 8 22 1.045 290 26 5 775 226 34 3 710 225 35 4 471 157 40 12 614 64 2 4 452 167 27 11 1.066 268 16 9 83 72 13 78 9 1 0 1 5.949 1.898 413 298 Gesamt Anzahl 462 305 874 94 79 1.730 1.433 1.386 858 1.009 905 1.886 316 13 11.350 60 Gegenstands-/themenbezogene Schwerpunkte In diesem Abschnitt wird das Unfallgeschehen in gegenstands-, beziehungsweise themenbezogenen Schwerpunkten dargestellt. Die Darstellung orientiert sich dabei vorrangig am Merkmal ,,Gegenstand der Abweichung". Mit Hilfe der weiteren Merkmale des Unfallhergangs werden die Unfallschwerpunkte herausgearbeitet. Ziel ist es hierbei, aus der Kombination dieser Merkmale genauere Kenntnis �ber Abl�ufe des Unfallgeschehens zu erhalten. Arbeitsplatz und Arbeitsumgebung Das Merkmal Arbeitsplatz gibt Auskunft dar�ber, ob sich die gesch�digte Person zum Zeitpunkt des Unfalls am angestammten festen Arbeitsplatz oder an einem vor�bergehenden Arbeitsplatz aufhielt. Der feste Arbeitsplatz ist definitorisch sehr eng begrenzt und stets an eine �rtlich eindeutig bestimmbare Einheit (B�ro, Krankenhaus, Werkstatt, Schule etc.) gebunden, die dauerhaft Ort der Besch�ftigung sein muss. Die Arbeitsumgebung beschreibt den Ort (Arbeitsort, Standort), an dem sich das Unfallopfer unmittelbar vor dem Unfall aufhielt beziehungsweise an dem es arbeitete. Handelt es sich beim Unfallort um eine Baustelle, hat dies in der Beschreibung der Unfallsituation Vorrang vor anderen m�glichen Auspr�gungen. Werden zum Beispiel Renovierungsarbeiten in einer Turnhalle durchgef�hrt, wird der Unfallort mit ,,Baustelle-Renovierung" und nicht mit ,,Turnhalle" beschrieben. Baustellenunf�lle werden in den nachfolgenden Unfallschilderungen in einem eigenen Unterabschnitt behandelt. Spezifische T�tigkeit Hier geht es um die pr�zise T�tigkeit, die das Opfer zeitlich unmittelbar vor dem Unfall aus�bte. Unterschieden wird, ob ein Arbeitsger�t (Maschine, Handwerkzeug, Transport mittel) oder aber die Bewegung der verletzten Person als solche im Mittelpunkt des Handelns stand. Abweichung vom normalen (unfallfreien) Ablauf Ein weiteres Merkmal zur Beschreibung des Unfallherganges ergibt sich aus den dem Unfall vorausgehenden Umst�nden. Diese k�nnen durch verschiedene Abweichungen vom normalen Ablauf ausgel�st werden. Hierzu werden vier Unfallmuster unterschieden: 1. Die Abweichung liegt normalerweise nicht im Einflussbereich des Unfallopfers, sondern es handelt sich �berwiegend um Materialprobleme (Elektrizit�t, Explosion, Emission von Stoffen oder Bersten, Brechen von Gegenst�nden etc.). 2. Die Person verliert die Kontrolle �ber eine Maschine, ein Handwerkzeug beziehungsweise einen Gegenstand, der bearbeitet wird, oder ein Transportmittel, das gef�hrt (gelenkt / gesteuert) wird. Eine Ursache des Kontrollverlusts besteht zum Beispiel darin, dass eine Maschine unsachgem�� bedient wird und es durch weggeschleuderte Teile eines bearbeiteten Gegenstandes zu einer Verletzung kommt. Ebenso wird der Verlust der Kontrolle �ber den eigenen K�rper, der zum Beispiel beim Absturz oder Stolpern/Ausgleiten einer Person auftreten kann, dieser Unfallgruppe zugeordnet. 61 Gegenstands-/themenbezogene Schwerpunkte 3. Der Unfallhergang l�sst sich allein auf die K�rperbewegung als solche zur�ckf�hren. Diese kann mit und ohne k�rperliche Belastung ausgef�hrt werden � also zum Beispiel eine Zerrung, die durch eine unachtsame Bewegung oder durch das Heben, Ziehen oder Tragen eines schweren Gegenstands hervorgerufen wurde. 4. Das Opfer selbst, eine andere Person oder ein Tier sind Ausl�ser des Unfallgeschehens. Das Unfallopfer war hierbei zum Beispiel k�rperlicher Gewalt ausgesetzt, hat sich selbst in eine Gefahrensituation begeben oder hat eine traumatische Situation, wie zum Beispiel einen �berfall, erlebt. Gegenstand der Abweichung Pr�zisiert wird die Abweichung durch den Gegenstand, der am Unfallgeschehen beteiligt ist. Die Europ�ische Statistik �ber Arbeitsunf�lle (ESAW) untergliedert hierzu die Gegenstandsliste in zwanzig Hauptgruppen. Diese beschreiben Objekte, wie zum Beispiel bauliche Anlagen, Maschinen, Werkzeuge, Transporteinrichtungen, Ausr�stungen und Sicherheitseinrichtungen sowie Lebewesen. Kontakt Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal zur Charakterisierung des Unfallherganges bietet das Merkmal Kontakt. Beschrieben wird damit, auf welche Art und Weise das Opfer gesch�digt wurde. Dokumentiert ist nur derjenige Kontakt, der zur schwerwiegendsten Verletzung f�hrte. Systematisch lassen sich vier Gruppen in Bezug auf den Kontakt unterscheiden: 1. Verletzungen durch nicht-mechanische Einfl�sse (Gift, Temperatur, Elektrizit�t, Ersticken) 2. Verletzungen durch mechanische Einfl�sse 3. Verletzungen durch �berlastung des K�rpers oder der Sinne oder durch psychische �berlastung 4. Verletzungen durch �bergriffe von Tieren oder Menschen ! Die Ausf�hrungen und Analysen zum Unfallgeschehen zu den gegenstands- und themenbezogenen Schwerpunkten beziehen sich immer auf die Arbeitsunf�lle bei einer betrieblichen T�tigkeit (Unfallart 1) von abh�ngig Besch�ftigten und Unternehmern. 62 Gegenstands-/themenbezogene Schwerpunkte 1 Bauliche Einrichtungen Ein wesentlicher Teil des Unfallgeschehens wird gepr�gt durch die Umgebung, in der sich die unfallverletzte Person aufgehalten hat. Wenn bauliche Einrichtungen den sogenannten Gegenstand der Abweichung bilden, wird oft die Bodenbeschaffenheit genannt. Die Verteilung im Segment Fu�b�den zeigt Tabelle 34. Betrachtet man das Unfallgeschehen n�her nach der genauen Abweichung, sind diese Unf�lle fast ausschlie�lich auf Bewegungsabl�ufe wie Stolpern, Rutschen oder eine andere das Unfallopfer �berlastende Bewegung zur�ckzuf�hren. Bei �ber der H�lfte der Unf�lle in Verbindung mit Fu� b�den kommt es zu Fu�-, Kn�chel- oder Kniegelenksverletzungen. Als Diagnose werden zu 64 Prozent Prellungen, Zerrungen oder Verstauchungen genannt. Immerhin noch 16 Prozent f�hren zu Frakturen. Bei den neuen Unfallrenten bilden Frakturen mit einem Anteil von 74 Prozent die gr��te Gruppe. Tabelle 34Fu�bodenunf�lle nach Gegenstand der Abweichung (Unfallart 1, abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Bauliche Einrichtungen hier: Fu�b�den Gegenstand der Abweichung Fu�boden � allgemein (ohne n�here Angabe) Rutschiger Boden infolge Wasser, Regen, Schnee, Glatteis Sonstiger rutschiger Boden (Wasser ausgenommen) infolge �l, Fett etc. Verstellter Boden (z.B. durch kleine oder gro�e Gegenst�nde) Bretter mit N�geln Sonstige Gegebenheiten des Bodens (L�cher, Bordsteine, Steinstufen etc.) Gesamt Meldepflichtige Unf�lle Anzahl % Neue Unfallrenten Anzahl % 39.409 11.606 39,7 11,7 779 39,7 358 18,2 6.906 7,0 150 7,6 13.232 13,3 290 14,8 957 27.073 1,0 27,3 2 0,1 384 19,6 99.184 100,0 1.963 100,0 T�dliche Unf�lle Anzahl % 1 25,0 2 50,0 0 0,0 1 25,0 0 0,0 0 0,0 4 100,0 Auch Treppen und Leitern spielen mit 42.399 beziehungsweise 20.953 meldepflichtigen Unf�llen eine bedeutende Rolle (Tabellen 35 und 36). Im Vordergrund stehen hier, wie bei den Fu�b�den, die Stolper- und Sturzunf�lle. Die Arbeitsumgebung gibt den Ort an, an dem sich das Unfallopfer unmittelbar vor dem Unfall aufhielt. Die meisten Treppenunf�lle treten demnach im industriell-gewerblichen Bereich (24,6 Prozent) und in Verwaltungsgeb�uden (13,7 Prozent) auf. In Einrichtungen des Gesundheitswesens, wie Krankenh�usern und Pflegeeinrichtungen, wurden 13,7 Prozent der meldepflichtigen Treppenunf�lle registriert, dies sind 5.806 F�lle. Als Heimbereich gelten neben Privatwohnungen auch die zu Privatwohnungen f�hrenden Treppenh�user und Gemeinschaftsbereiche an Wohnh�usern. Die hier registrierten Unf�lle beziehen sich auf Personen, die zu Hause ihrer versicherten T�tigkeit nachgehen (Heimarbeit, Telearbeit), aber auch auf s�mtliche T�tigkeiten von Handwerkern und Dienstleistern in und an Privatwohnungen. Auf diesen Bereich entfallen immerhin 2.465 Treppenunf�lle im Berichtsjahr. 63 Gegenstands-/themenbezogene Schwerpunkte Tabelle 35Treppenunf�lle nach Arbeitsumgebung (Unfallart 1, abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Bauliche Einrichtungen hier: Treppe Arbeitsumgebung Industrieller, gewerblicher Bereich Baustelle Verwaltungsgeb�ude (B�ro etc.) Krankenhaus, Pflegeeinrichtung �ffentlicher Bereich Heimbereich (auch Privatwohnung) Bildungseinrichtung Freizeiteinrichtung, Restaurant, Verkaufsstelle Sonstige Gesamt Meldepflichtige Unf�lle Anzahl % Neue Unfallrenten Anzahl % 10.424 24,6 4.209 9,9 5.801 13,7 5.806 13,7 5.276 12,4 2.465 5,8 2.214 5,2 4.856 11,5 1.347 3,2 42.399 100,0 150 23,0 84 12,9 107 16,4 61 9,4 63 9,7 46 7,1 32 4,9 91 14,0 17 2,6 651 100,0 T�dliche Unf�lle Anzahl % 0 0,0 1 20,0 1 20,0 0 0,0 0 0,0 1 20,0 0 0,0 2 40,0 0 0,0 5 100,0 Unf�lle mit Leitern (Tabelle 36) haben bei den Verletzungsfolgen einen h�heren Anteil an neuen Unfallrenten und t�dlichen Unf�llen als Treppenunf�lle. Von den 10 t�dlichen Leiterunf�llen im Berichtsjahr sind sieben auf schwere Kopfverletzungen zur�ckzuf�hren. Tabelle 36Leiterunf�lle nach verletztem K�rperteil (Unfallart 1, abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Bauliche Einrichtungen hier: Leiter Verletztes K�rperteil Meldepflichtige Unf�lle Anzahl % Kopf 1.401 6,7 Hals, Wirbels�ule 1.926 9,2 Rumpf (Brustkorb, Bauch, Organe) 2.211 10,6 Obere Extremit�ten (Schulter, Arm, Ellenbogen, Hand) 5.998 28,6 Untere Extremit�ten (Bein, Kniegelenk, Kn�chel, Fu�) 9.276 44,3 Gesamter Mensch (multiple Verletzungen) 21 0,1 Keine Angaben 119 0,6 Gesamt 20.953 100,0 Neue Unfallrenten Anzahl % 65 4,9 157 11,9 38 2,9 457 34,6 596 45,1 8 0,6 0 0,0 1.321 100,0 T�dliche Unf�lle Anzahl % 7 70,0 1 10,0 1 10,0 0 0,0 1 10,0 0 0,0 0 0,0 10 100,0 64 Gegenstands-/themenbezogene Schwerpunkte Eine weitere bauliche Einrichtung stellen Ger�ste dar. Bei Ger�sten k�nnen solche, die ortsver�nderlich erstellt wurden, von denen, die station�r errichtet wurden, unterschieden werden (Tabelle 37). Die Hauptursache der Unf�lle sind Abst�rze vom Ger�st. Eine Aussage �ber die H�he der Ger�ste l�sst sich aus der Unfallstatistik nicht ableiten. H�ufigste Unfallorte sind Baustellenbereiche (89 Prozent) gefolgt von industriellen Bereichen (5 Prozent). Die meldepflichtigen Unf�lle sind gekennzeichnet durch Verletzungen wie Prellungen, Zerrungen (53 Prozent) und Frakturen (22 Prozent). Zwei Drittel aller Ger�stunf�lle f�hrten zu Verletzungen an den Extremit�ten. Bei den neuen Unfallrenten stehen Frakturen mit 76 Prozent im Vordergrund. Tabelle 37Ger�stunf�lle im Betrieb nach Gegenstand der Abweichung (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Bauliche Einrichtungen hier: Ger�ste Gegenstand der Abweichung Behelfsger�st Fahrger�st Ger�st (au�er Fahrger�st) Gesamt Meldepflichtige Unf�lle Anzahl % Neue Unfallrenten T�dliche Unf�lle Anzahl % Anzahl % 449 7,5 192 3,2 5.322 89,2 5.963 100,0 42 11,1 34 9,0 301 79,8 377 100,0 0 0,0 1 6,7 14 93,3 15 100,0 In Zusammenhang mit baulichen Einrichtungen kam es im Berichtsjahr in 14.128 F�llen zu Unf�llen mit T�ren, Toren und Fenstern (Tabelle 38), wobei die Mehrzahl (11.290) auf T�ren zur�ckzuf�hren ist. Neue Unfallrenten (63) und Todesf�lle (1) spielen hier nur eine untergeordnete Rolle. Bei T�ren kommt es vor allem zu Verletzungen an den H�nden. Auch Kopfverletzungen nehmen bei Fenstern, T�ren und Toren mit etwa 15 Prozent (2.178 F�lle) eine wichtige Rolle ein. �ber die H�lfte dieser Kopfverletzungen f�hren zu einer Gehirnersch�tterung, weiter treten Gesichtssch�del- und -weichteil-, Nasenoder Augenverletzungen auf. Tabelle 38Fenster, T�r- und Torunf�lle nach Gegenstand der Abweichung und verletztem K�rperteil (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Bauliche Einrichtungen hier: T�ren, Fenster, Tore Gegenstand der Abweichung Kopf Anzahl Meldepflichtige Unf�lle Verletzter K�rperteil Ober-, Unterarm Hand Knie, Kn�chel, Unterschenkel Fu� Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl Fenster 383 ��) 465 ��) ��) T�ren 1.481 1.576 5.924 386 976 Tore 314 ��) 533 ��) 249 Gesamt 2.178 1.849 6.923 483 1.300 1) Wegen zu geringer Fallzahlen nicht separat ausweisbar �brige Anzahl 289 946 ��) 1.396 Gesamt Anzahl 1.394 11.290 1.444 14.128 65 Gegenstands-/themenbezogene Schwerpunkte 2 Absturzunf�lle Bei Richtarbeiten, im Ger�stbau, bei Arbeiten auf Leitern oder anderswo st�rzen jedes Jahr tausende Besch�ftigte in die Tiefe. In Tabelle 39 sind die baulichen Einrichtungen und Anlagen aufgeschl�sselt, bei denen es zu Absturzunf�llen kam. Demnach st�rzen in 31 Prozent aller meldepflichtigen Absturzunf�lle die Verletzten von Leitern oder Tritten (10.988 F�lle). In etwa einem F�nftel der F�lle ist eine Treppe angegeben. Viele Todesf�lle stehen in Verbindung mit D�chern oder damit verbundenen baulichen Einrichtungen (Leiter, Ger�st). Auch von Lastkraftwagen sowie deren Aufbauten, Aufstiegen und Ladefl�chen werden hohe Fallzahlen an Abst�rzen registriert. Tabelle 39Absturzunf�lle, hier: nach Gegenstand der Abweichung (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Bauliche Einrichtungen in der H�he Meldepflichtige Unf�lle Anzahl % Treppen 6.973 19,9 D�cher, Terrassen, Glasd�cher, Dachstuhl, Dachlauf 760 2,2 Leiterg�nge, Steigleitern 276 0,8 Leitern, Trittleitern 10.988 31,4 Behelfsger�ste, Fahrger�ste 234 0,7 Ger�ste (au�er Fahr- und Behelfsger�ste) 1.639 4,7 Sonstige bauliche Einrichtung in der H�he 2.450 7,0 Hubarbeitsb�hnen, Winden, Hebeb�cke 191 0,5 Ausgrabungen, Gr�ben, Sch�chte, (Reparatur-) Gruben 980 2,8 Stapler 339 1,0 LKW sowie Aufstiege, Aufbauten, Ladefl�chen 5.423 15,5 St�hle und Tische 480 1,4 Sonstige 4.254 12,2 Gesamt 34.987 100,0 Neue Unfallrenten Anzahl % 169 6,6 182 7,1 27 1,1 1.011 39,5 45 1,8 223 8,7 206 8,1 8 0,3 43 1,7 19 0,7 356 13,9 18 0,7 251 9,8 2.558 100,0 T�dliche Unf�lle Anzahl % 2 3,3 14 23,3 0 0,0 8 13,3 0 0,0 10 16,7 12 20,0 1 1,7 0 0,0 1 1,7 3 5,0 0 0,0 9 15,0 60 100,0 Die Analyse der spezifischen T�tigkeit vor dem Absturzunfall zeigt, dass in den meisten F�llen (26.578) das Unfallopfer eine Bewegung ausf�hrte, ohne einen Gegenstand zu handhaben oder etwas zu transportieren (Tabelle 40). W�hrend der Arbeit mit Handwerkzeugen st�rzten 2.452 Menschen ab. 66 Gegenstands-/themenbezogene Schwerpunkte Tabelle 40Absturzunf�lle, hier: nach spezifischer T�tigkeit vor dem Unfall (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Spezifische T�tigkeit vor den Unfall Bedienung einer Maschine Arbeit mit Handwerkzeugen F�hren eines Transportmittels/F�rdermittels Manuelle Handhabung eines Gegenstands Transport von Hand Bewegung: Gehen, Laufen Steigen, ... Sonstige oder unbekannt Gesamt Meldepflichtige Unf�lle Anzahl % Neue Unfallrenten Anzahl % 195 0,6 2.452 7,0 518 1,5 2.361 6,7 1.974 5,6 26.578 76,0 909 2,6 34.987 100,0 11 0,4 249 9,7 33 1,3 265 10,4 140 5,5 1.815 71,0 45 1,8 2.558 100,0 T�dliche Unf�lle Anzahl % 0 0,0 7 11,7 2 3,3 10 16,7 3 5,0 36 60,0 2 3,3 60 100,0 Bemerkenswert ist eine Analyse der Absturzunf�lle in der H�he nach dem Alter der Unfallopfer, wie sie in Abbildung 19 wiedergegeben ist. W�hrend in den unteren Altersklassen der Anteil der meldepflichtigen Absturzunf�lle den der neuen Unfallrenten deutlich �bersteigt, dreht sich das Verh�ltnis ab der Altersklasse der �ber 45-J�hrigen um. Prozentual sind auch bei den �ber 55-J�hrigen die meisten Todesf�lle zu beklagen. Abbildung 19Prozentuale Verteilung der Absturzunf�lle nach Alter (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) % 25 20 15 10 5 0 unter 20 20�24 25�29 30�34 35�39 40�44 45�49 50�54 55�59 60�64 65 und Altersklasse �lter Meldepflichtig Unf�lle Neue Unfallrenten Todesf�lle 67 Gegenstands-/themenbezogene Schwerpunkte Weiter lassen sich deutliche geschlechtsspezifische Unterschiede erkennen (Tabelle 41). Es sind �berwiegend M�nner, denen Abst�rze in der H�he zusto�en. Dies mag auch daran liegen, dass M�nner h�ufiger in entsprechend risikobehafteten Berufen arbeiten. Der Anteil der betroffenen M�nner nimmt von den meldepflichtigen Unf�llen �ber die neuen Unfallrenten bis zu den Todesf�llen sogar noch zu. W�hrend f�r die Absturzunf�lle bei M�nnern Bauberufe im Vordergrund stehen, sind es bei Frauen eher Dienstleistungsberufe aus dem hauswirtschaftlichen, pflegerischen oder kaufm�nnischen Bereich. Tabelle 41Absturzunf�lle, hier: nach Geschlecht (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Geschlecht Meldepflichtige Unf�lle m�nnlich Anzahl % 28.109 80,3 weiblich Gesamt*) 6.863 19,6 34.987 100,0 *) einschlie�lich keine Angabe Neue Unfallrenten Anzahl 2.321 % 90,7 237 9,3 2.558 100,0 T�dliche Unf�lle Anzahl % 58 96,7 2 3,3 60 100,0 68 Gegenstands-/themenbezogene Schwerpunkte 3 Stolper-, Rutsch- und Sturzunf�lle Viele Arbeitsunf�lle lassen sich auf das Stolpern beim Gehen zur�ckf�hren. Pr�ventionsseitig wird dieser Unfallbereich als Stolper-, Rutsch- und Sturzunf�lle (SRS-Unf�lle) zusammenfassend beschrieben. Die Unfallstatistik gibt hierzu Auskunft mittels Kombination der Merkmale ,,Spezifische T�tigkeit vor dem Unfall" und ,,Abweichung vom normalen (unfallfreien) Verlauf". Mit Hilfe typischer Merkmalsschl�ssel, die den Bewegungsablauf des Stolperns, Rutschens und St�rzens beschreiben, lassen sich diese Unf�lle statistisch aufbereiten. Nicht ber�cksichtigt sind in der Aufstellung der SRS-Unf�lle solche Unf�lle, denen ein vertikaler Absturz (mit deutlichem H�henunterschied) zugrunde liegt. Diese werden als Absturzunf�lle im vorhergehenden Abschnitt beschrieben. Im Vergleich zur Verteilung aller meldepflichtigen Arbeitsunf�lle im Betrieb nach Geschlecht (Tabelle 20) steigt der prozentuale Anteil weiblicher Unfallopfer bei den SRSUnf�llen deutlich an, bei den neuen Unfallrenten ist die Zunahme sogar noch st�rker (Tabelle 42). Tabelle 42Stolper-, Rutsch- und Sturzunf�lle nach Geschlecht (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Geschlecht Meldepflichtige Unf�lle Anzahl % m�nnlich 97.407 63,4 weiblich Gesamt*) 56.185 36,6 153.622 100,0 *) einschlie�lich keine Angabe Neue Unfallrenten Anzahl % 1.790 58,8 1.253 41,2 3.043 100,0 T�dliche Unf�lle Anzahl % 6 100,0 0 0,0 6 100,0 Die Unfalldiagnosen spiegeln die typischen Verletzungsfolgen wider. Im Einzelnen zu nennen sind hier Kn�chel- und Fu�- (41 Prozent) sowie Kniegelenks- und Unterschenkelverletzungen (21 Prozent). Dabei kommt es schwerpunktm��ig zu Zerrungen/Verstauchungen (38 Prozent) und Prellungen (25 Prozent). Zerrei�ungen und Frakturen sind mit weiteren 17 Prozent beziehungsweise 15 Prozent verzeichnet. Bei den neuen Unfallrenten stehen Frakturen mit 67 Prozent im Vordergrund. F�r eine Lokalisierung der SRS-Unf�lle kann zum einen auf das Merkmal ,,Arbeitsumgebung" und zum anderen auf das Merkmal ,,Gegenstand der Abweichung" zur�ckgegriffen werden. Sieben Bereiche differenzieren die SRS-Unf�lle ma�geblich. Der h�chste Anteil kann mit 32 Prozent dem gewerblichen Bereich (Produktion, Werkst�tten, Be- und Entladestellen etc.) zugeordnet werden. Weitere 16 Prozent ereignen sich im �ffentlichen Umfeld von allgemein zug�nglichen Orten (zum Beispiel Weg, Parkplatz, Wartesaal). Hier sind insbesondere auch Unf�lle im Au�enbereich anzusiedeln. Weitere Angaben zu den Arbeitsumgebungen bei SRS-Unf�llen sind Tabelle 43 zu entnehmen. 69 Gegenstands-/themenbezogene Schwerpunkte Tabelle 43Stolper-, Rutsch- und Sturzunf�lle nach Arbeitsumgebung (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Arbeitsumgebung Industrieller, gewerblicher Bereich Baustelle, Bau, Steinbruch, Tagebau Dienstleistungst�tigkeiten, B�ro, Unterhaltungseinrichtungen, Freizeiteinrichtungen Gesundheitswesen, Pflegeeinrichtungen �ffentlicher Bereich Heimbereich Bereich zur Sportaus�bung Sonstige Gesamt Meldepflichtige Unf�lle Anzahl % 49.372 32,1 24.322 15,8 30.468 19,8 Neue Unfallrenten Anzahl % 900 29,6 388 12,8 704 23,1 14.165 9,2 23.982 15,6 3.375 2,2 4.348 2,8 3.589 2,3 153.622 100,0 212 7,0 436 14,3 61 2,0 288 9,5 54 1,8 3.043 100,0 T�dliche Unf�lle Anzahl % 0 0,0 2 33,3 3 50,0 0 0,0 1 16,7 0 0,0 0 0,0 0 0,0 6 100,0 Die in Tabelle 44 dargestellten ,,Gegenst�nde" geben einen weiteren Hinweis auf die Lokalisation der Unfallorte. In den meisten F�llen erfolgen die Unf�lle auf ebenen Fl�chen und Fu�b�den (54 Prozent). Davon war bei etwa 9.200 F�llen der Boden rutschig aufgrund von Wasser, Schnee oder Glatteis. In ca. 5.300 F�llen war der Boden rutschig durch andere Fl�ssigkeiten wie �le oder Fette. Tabelle 44Stolper-, Rutsch- und Sturzunf�lle nach Gegenstand der Abweichung (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Gegenstand der Abweichung B�den, Fl�chen, Verkehrsbereiche darunter: Rutschiger Boden, infolge Wasser, Regen, Schnee, Glatteis Rutschiger Boden infolge �l, Fett etc. Verkehrsfl�chen (Stra�e, Weg) Treppe Leiter (Tritt-, Steh-, Anlege, Drehleiter) Ger�st (au�er Fahrger�st) Stapelger�te, Stapler Paletten Haushaltsgegenst�nde Sonstige nicht aufgelistete Gegenst�nde Gesamt Meldepflichtige Unf�lle Anzahl % 83.026 54,0 Neue Unfallrenten Anzahl % 1.678 55,1 9.240 6,0 5.305 3.159 29.798 4.270 1.530 1.558 2.339 175 30.926 153.622 3,5 2,1 19,4 2,8 1,0 1,0 1,5 0,1 20,1 100,0 297 9,8 110 36 399 81 26 19 47 5 788 3.043 3,6 1,2 13,1 2,7 0,9 0,6 1,5 0,2 25,9 100,0 T�dliche Unf�lle Anzahl % 2 33,3 1 16,7 0 0,0 0 0,0 2 33,3 1 16,7 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0 1 16,7 6 100,0 70 Gegenstands-/themenbezogene Schwerpunkte 4 Werkzeuge und Maschinen Bei T�tigkeiten, die im Arbeitsleben ausge�bt werden, kommen in vielf�ltiger Weise Werkzeuge und Maschinen zum Einsatz. Unfallverh�tungsvorschriften und Ma�nahmen, die die technische Sicherheit eines Ger�tes gew�hrleisten sollen, tragen dazu bei, dass m�glichst Unf�lle vermieden werden. Hier ist in den letzten Jahren sehr viel geschehen. Trotz dieser Erfolge sind Werkzeuge und Maschinen aber immer noch ein wesentlicher Bestandteil im Unfallgeschehen. Im Folgenden werden diese Unf�lle einer genaueren Betrachtung unterzogen. Das Merkmal ,,Gegenstand der Abweichung" wird hierf�r differenziert in Werkzeuge (manuell oder motormanuell) sowie in Maschinen, die ortsver�nderlich oder ortsfest eingesetzt werden k�nnen. Getrennt dargestellt werden die Erdbauund Baumaschinen. Ebenso werden Flurf�rdermittel (Stapler) und F�rdereinrichtungen (Krane) jeweils in eigenen Abschnitten untersucht. Die nachfolgende Tabelle 45 zeigt eine �bersicht der Hauptkategorien zu Werkzeugen und Maschinen. Tabelle 45 Werkzeug- und Maschinenunf�lle nach Gegenstand der Abweichung (abh�ngig Besch�ftigte und Unternehmer) Gegenstand der Abweichung Handgef�hrte nicht kraftbetriebene Werkzeuge (Handwerkzeug) Gehaltene/handgef�hrte kraftbetriebene Werkzeuge (Handmaschine) Handgef�hrte Werkzeuge ohne Angabe der Antriebsart Tragbare/ortsver�nderliche Maschinen und Ausr�stungen Ortsfeste Maschinen und Ausr�stungen Gesamt Meldepflichtige Unf�lle Anzahl % 73.544 52,0 26.027 18,4 2.223 1,6 7.035 5,0 32.585 23,0 141.414 100,0 Neue Unfallrenten Anzahl 122 % 11,3 209 19,4 13 1,2 183 17,0 551 51,1 1.078 100,0 T�dliche Unf�lle Anzahl % 0 0,0 1 4,2 0 0,0 11 45,8 12 50,0 24 100,0 Die meldepflichtigen Unf�lle haben ihren Schwerpunkt bei den Handwerkzeugen. Allerdings sind die Verletzungsfolgen weniger gravierend als bei Maschinen. Dies zeigen vor allem die Anteile bei den neuen Unfallrenten und den Todesf�llen, die prozentual st�rker bei Maschinen auftreten. Wo diese Unf�lle im Detail stattfinden, dar�ber kl�ren die nachfolgenden Analysen auf. 71 Gegenstands-/themenbezogene Schwerpunkte 4.1 Handwerkzeuge (nicht kraftbetrieben) An erster Stelle stehen bei nicht-kraftbetriebenen handgef�hrten Werkzeugen, die zu einer Verletzung f�hren, Messer (57 Prozent) (Tabelle 46). Seltener treten Verletzungen durch Gegenst�nde des (Bau-) Handwerks wie Hammer (13 Prozent), Schraubenschl�ssel (6 Prozent), Schraubenzieher (3 Prozent) oder andere Werkzeuge wie Hands�gen, Zangen oder Mei�el auf. Eine spezielle Gruppe bilden medizinische Ger�tschaften (Spritze, Skalpell, Nadeln u.a.), auf die etwa 800 meldepflichtige Arbeitsunf�lle zur�ckzuf�hren sind. Tabelle 46Nicht-kraftbetriebene Handwerkzeuge (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Gegenstand der Abweichung Handwerkzeug nicht kraftbetrieben Messer, Kochmesser, Cutter Hammer, Steinschl�gel, Steinspalthammer Schraubenschl�ssel Schraubenzieher Baumschere, Heckenschere, Zange, Drahtschere, Gartenschere Hebel, Greiferzange, Brechstange, Gesteinsbohrer, N�gelzieher Hands�ge Schneidehandwerkzeuge (z.B. Scheren) Sonstige Gesamt Meldepflichtige Unf�lle Anzahl % 37.324 57,0 8.435 12,9 3.721 5,7 1.883 2,9 1.709 2,6 Neue Unfallrenten Anzahl % 40 35,1 12 10,5 13 11,4 4 3,5 5 4,4 T�dliche Unf�lle Anzahl % 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0 1.368 2,1 9 7,9 0 0,0 897 740 9.445 65.522 1,4 1,1 14,4 100,0 2 1,8 2 1,8 27 23,7 114 100,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0 Die Unf�lle mit nicht-kraftbetriebenen Handwerkzeugen haben ihren Ausgangspunkt vor allem im industriell-gewerblichen Bereich sowie auf Baustellen, wie die Verteilung nach der Arbeitsumgebung (Tabelle 47) zeigt. Auf den Dienstleistungsbereich entfallen immer noch ca. 21 Prozent. Tabelle 47Nicht-kraftbetriebene Handwerkzeuge nach Arbeitsumgebung (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Arbeitsumgebung Industrieller, gewerblicher Bereich Baustelle, Bau, Steinbruch, Tagebau Dienstleistungst�tigkeiten, B�ro, Unterhaltungseinrichtungen, Freizeiteinrichtungen Gesundheitswesen, Pflegeeinrichtungen �ffentlicher Bereich Sonstiges Gesamt Meldepflichtige Unf�lle Anzahl % 31.346 47,8 14.783 22,6 13.823 21,1 Neue Unfallrenten Anzahl % 61 53,5 24 21,1 15 13,2 2.302 977 2.291 65.522 3,5 1,5 3,5 100,0 3 2,6 6 5,3 5 4,4 114 100,0 T�dliche Unf�lle Anzahl % 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0 72 Gegenstands-/themenbezogene Schwerpunkte 4.2 Handwerkzeuge (kraftbetrieben) Unf�lle durch kraftbetriebene motormanuelle Werkzeuge ereignen sich nahezu ausschlie�lich im gewerblichen Bereich oder auf Baustellen. Betrachtet man den Unfallhergang genauer, zeigt sich, dass meist ein Kontrollverlust �ber das motormanuell betriebene Werkzeug das Unfallgeschehen ausgel�st hat (86 Prozent). In weiteren 6 Prozent liegen ungeschickte oder unpassende Bewegungen dem Unfall zugrunde. Es ist also entscheidend, ob das Unfallopfer im Umgang mit dem kraftbetriebenen Werkzeug ge�bt war oder nicht. Nur in etwa 6 Prozent der F�lle liegt die Ursache in einer Au�enwirkung, wie zum Beispiel das Brechen, Bersten, Herunterfallen von Materialien oder elektrischen St�rungen. Unter den motormanuellen Werkzeugen, die auf der Unfallanzeige genannt werden, treten insbesondere schneidende und schleifende Werkzeuge hervor (Tabelle 48). Bei den neuen Unfallrenten sind Kreiss�gen die h�ufigsten Unfallausl�ser. Tabelle 48Kraftbetriebene Handwerkzeuge nach Gegenstand der Abweichung (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Gegenstand der Abweichung Winkelschleifer, Flex, Trennschleifmaschine (handgef�hrt mit Motor) Handbohrmaschine (mit Motor) Kreiss�ge (handgef�hrt mit Motor) Schraubmaschine, Spannmaschine, Bolzeneindrehmaschine Schlagschrauber Schleifmaschine, Poliermaschine, Hobelmaschine (handgef�hrt) Stichs�ge Nagelpistole Trennmaschine, Kettens�ge (handgef�hrt mit Motor) Sonstige Gesamt Meldepflichtige Unf�lle Neue Unfallrenten T�dliche Unf�lle Anzahl % Anzahl % Anzahl % 6.575 26,8 30 16,0 1 100,0 4.159 16,9 1.840 7,5 1.026 4,2 23 12,3 58 31,0 5 2,7 0 0,0 0 0,0 0 0,0 699 2,8 625 2,5 4 2,1 2 1,1 0 0,0 0 0,0 584 581 565 7.891 24.543 2,4 2,4 2,3 32,2 100,0 1 0,5 3 1,6 5 2,7 56 29,9 187 100,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0 1 100,0 73 Gegenstands-/themenbezogene Schwerpunkte 4.3 Maschinen (tragbar oder ortsver�nderlich) Die Systematik der durch das Europ�ische Amt f�r Statistik (Eurostat) vorgegebenen Gegenstandsliste weist in der Hauptgruppe 09 Maschinen aus, die sich dadurch auszeichnen, dass sie in ihrer Funktionalit�t entweder tragbar oder aber ortsver�nderlich sind. Darunter sind in erster Linie fahrbare Maschinen, die bei Erdbauarbeiten und im Stra�enbau eingesetzt werden, zu verstehen. Hierzu geh�ren Bagger, Planierraupen, Grader, R�ttler und �hnliche Baumaschinen sowie Maschinen, welche diese Arbeiten vorbereiten oder begleiten. Weiterhin werden f�r Tunnel- und Kanalarbeiten zum Beispiel Bohrmaschinen f�r Erdbauarbeiten und Bitumier- oder Betoniermaschinen eingesetzt. Im Baustellenbereich (Hoch-/Tiefbau) sind es vor allem wieder Baustellen-S�gemaschinen, die als wichtige Unfallquelle identifiziert werden k�nnen. Tabelle 49 gibt die Unfallzahlen mit diesen Maschinen wieder. Tabelle 49Unf�lle mit tragbaren oder ortsver�nderlichen Maschinen (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Gegenstand der Abweichung Maschinen zur Rohstoffgewinnung und f�r Erdarbeiten darunter: Maschine oder Ger�t f�r die Erdbewegung Vorrichtung f�r Sondierungs- und Bohrarbeiten R�ttler Maschinen der Landwirtschaft und Bodenbearbeitung darunter: Gezogene Landmaschinen M�hmaschinen, Rasenm�her, Gestr�ppm�her Ackerschlepper, Traktor Baustellenmaschinen (v.a. Kreiss�gen) Bodenreinigungsmaschinen Sonstige tragbare oder ortsver�nderliche Maschinen Gesamt Meldepflichtige Unf�lle Anzahl % 4.102 62,4 1.863 28,4 747 11,4 614 9,3 1.498 22,8 624 9,5 568 8,6 252 3,8 145 2,2 360 5,5 463 7,0 6.568 100,0 Neue Unfallrenten Anzahl % 133 76,4 97 55,7 12 6,9 6 3,4 25 14,4 4 2,3 14 8,0 5 2,9 8 4,6 4 2,3 4 2,3 174 100,0 T�dliche Unf�lle Anzahl % 10 83,3 7 58,3 0 0,0 0 0,0 2 16,7 0 0,0 2 16,7 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0 12 100,0 74 Gegenstands-/themenbezogene Schwerpunkte Eine eigenst�ndige Gruppe bilden Maschinen, die f�r landwirtschaftliche/g�rtnerische und landschaftsgestaltende Arbeiten verwendet werden. Darunter fallen M�hmaschinen (Rasenm�her) und Schlepper/Traktoren einschlie�lich deren Hilfsger�tschaften. Eine letzte Gruppe bilden Bodenreinigungsmaschinen. Bei der Untersuchung des verletzenden Kontakts (Tabelle 50) stellt man fest, dass in �ber der H�lfte der Unf�lle mit tragbaren oder ortsver�nderlichen Maschinen das Unfallopfer in Kontakt mit den Maschinen kommt. Dies kann dadurch geschehen, dass das Unfallopfer selbst in Bewegung ist und es zu einem Zusammensto� kommt. In anderen F�llen wird das Unfallopfer von einem Gegenstand getroffen oder eingeklemmt. Im Berichtsjahr waren zw�lf Unfalltote bei diesen Unfallherg�ngen zu beklagen. Tabelle 50Unf�lle mit tragbaren oder ortsver�nderlichen Maschinen nach verletzendem Kontakt (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Kontakt Meldepflichtige Unf�lle Neue Unfallrenten Anzahl % Anzahl % Kontakt mit scharfem, spitzem, hartem, rauem Gegenstand 1.543 23,5 15 8,6 Aufprallen auf/gegen ortsfesten Gegenstand (Verletzter bewegt sich) 1.457 22,2 52 29,9 Getroffen werden/Zusammensto�en mit einem sich bewegenden Gegenstand 1.239 18,9 36 20,7 Akute k�rperliche oder seelische �berlastung 1.108 16,9 10 5,7 (Ein)geklemmt, (ein)gequetscht, zerquetscht werden usw. 997 15,2 57 32,8 Sonstiges 224 3,4 4 2,3 Gesamt 6.568 100,0 174 100,0 T�dliche Unf�lle Anzahl % 0 0,0 5 41,7 0 0,0 0 0,0 5 41,7 2 16,7 12 100,0 75 Gegenstands-/themenbezogene Schwerpunkte 4.4 Maschinen (station�r) Die Gegenstandsliste zu den station�ren Maschinen orientiert sich an den Aufgaben, die die Maschinen ausf�hren sollen. Station�re Maschinen finden ihren Einsatz zum gro�en Teil in der gewerblichen Wirtschaft. Nach H�ufigkeit von Unf�llen je Arbeitsumgebung lassen sich diese Maschinen dem Produktionsbereich (Fabriken) oder Werkst�tten (70 Prozent) sowie zum geringeren Teil noch Baustellen (9 Prozent) zuordnen. Der Rest verteilt sich auf andere Bereiche. Unfallrenten haben ihren Ausgangspunkt sogar zu 81 Prozent im Produktionsbereich. Bei den Todesf�llen wurden im Berichtsjahr neun F�lle aus dem industriellen-gewerblichen Bereich gemeldet. Eine �bersicht nach den Hauptgruppen der station�ren Maschinen zeigt Tabelle 51. Tabelle 51Unf�lle mit station�ren Maschinen (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Gegenstand der Abweichung Maschinen zur Materialverarbeitung darunter: mechanisch chemisch thermisch Maschinen zur Materialverformung darunter: Pressen Kalander, Walze Extruder Werkzeugmaschinen darunter zum: Hobeln, Fr�sen, Schleifen S�gen Schneiden, Spalten Maschinen zur Oberfl�chenbehandlung, Reinigen, Waschen, Trocknen Maschinen der Verbindungstechnik (Schwei�en, Schrauben u. �.) Maschinen zum Packen/Verpacken (F�llen, Etikettieren u. �.) Sonstige Maschinen f�r spezielle Gewerbe (�berwachung, Testung) Sonstige station�re Maschinen und Anlagen Gesamt Meldepflichtige Unf�lle Anzahl % 3.292 11,7 Neue Unfallrenten Anzahl % 49 9,4 T�dliche Unf�lle Anzahl % 3 30,0 1.260 277 1.168 3.373 4,5 1,0 4,2 12,0 31 5,9 2 0,4 13 2,5 110 21,0 1 10,0 0 0,0 1 10,0 2 20,0 1.525 1.227 622 14.756 5,4 4,4 2,2 52,6 52 9,9 37 7,1 21 4,0 267 51,1 2 20,0 0 0,0 0 0,0 3 30,0 4.800 3.564 6.393 868 17,1 12,7 22,8 3,1 2.169 7,7 765 2,7 1.851 6,6 972 3,5 28.047 100,0 71 13,6 138 26,4 58 11,1 13 2,5 18 3,4 14 2,7 32 6,1 20 3,8 523 100,0 3 30,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0 1 10,0 0 0,0 1 10,0 10 100,0 76 Gegenstands-/themenbezogene Schwerpunkte Einzelne station�re Maschinentypen mit besonders hohem Unfallaufkommen sind in Tabelle 52 aufgef�hrt. Tabelle 52Unf�lle mit ausgew�hlten station�ren Maschinen (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Gegenstand der Abweichung Station�re Maschine Meldepflichtige Unf�lle Anzahl % Neue Unfallrenten Anzahl % Schneidemaschine, Hebelschere, Papierschneidemaschine Kreiss�ge (ortsfest � Tisch-/Formatkreiss�ge) Gewindeschneidekopf, Schneidekopf mit Drehmesser Trocknungsanlage Bohrmaschine (ortsfest), Innengewindeschneider Maschinen zum Schleifen, Sch�rfen, Beschneiden Ortsfeste Maschinen und Ausr�stungen Presse zur Materialverformung Bands�gemaschine Ausstanzpresse, Stanzpresse Fr�smaschine Verpackungsmaschine, Etikettiermaschine Feinschleifmaschine, Oberfl�chengl�ttmaschine (Zylinder-)Richtmaschinen und Biegemaschinen Brechmaschinen, mit Luftschrauben, Klingen Ausbohrmaschine Sonstige Gesamt 3.883 13,8 2.132 7,6 1.248 4,5 818 2,9 784 2,8 758 2,7 668 2,4 657 2,3 622 2,2 591 2,1 555 2,0 451 1,6 448 1,6 381 1,4 373 1,3 345 1,2 13.333 47,5 28.047 100,0 15 2,9 107 20,5 2 0,4 5 1,0 10 1,9 8 1,5 13 2,5 21 4,0 14 2,7 21 4,0 9 1,7 8 1,5 4 0,8 12 2,3 8 1,5 4 0,8 262 50,1 523 100,0 T�dliche Unf�lle Anzahl % 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0 1 10,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0 1 10,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0 8 80,0 10 100,0 77 Gegenstands-/themenbezogene Schwerpunkte 5 Innerbetrieblicher Transport Im innerbetrieblichen Ablauf entstehen Unf�lle nicht nur durch den Umgang mit Werkzeugen und Maschinen, sondern in vielf�ltiger Weise auch auf Transportwegen oder in deren Umfeld. Als ,,betrieblich" wird derjenige Transport angesehen, der innerhalb der geographischen Grenzen des Betriebs stattfindet, um Materialbewegungen von einem Ort zum anderen durchzuf�hren. Transporte zwischen verschiedenen Werken eines Unternehmens geh�ren nur so lange dem betrieblichen Bereich an, wie der �ffentliche Stra�enverkehr nicht benutzt wird. Die Betriebsst�tte kann auch eine Baustelle oder ein sonstiger Bereich ,,bei einem Kunden" sein. Als Auswahlkriterium f�r ,,betrieblich" wird die auf Seite 16 beschriebene Unfallart 1 herangezogen. Tabelle 53Arbeitsunf�lle beim innerbetrieblichen Transport nach Gegenstand der Abweichung (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Gegenstand der Abweichung Bauliche Anlagen auf ebenem Niveau (Fu�boden, T�ren u.a.) Bauliche Anlagen in der H�he (Treppen, Leitern, Ger�ste, Laderampen, Pfeiler u.a.) Ortsfeste F�rderer (Laufb�nder, Rolltreppen) Hebeb�hnen, Aufz�ge, Senkrechtf�rdermittel Krane (einschlie�lich Seilwinden, Ladearm auf Tr�gerfahrzeug u.a.) Flurf�rdermittel, Materialtransportwagen Anschlagmittel, Lastaufnahmemittel, Greifer, Ladungssicherung Container (Beh�lter, Tanks) Regalsysteme, Paletten, Regale Verpackungen � klein und mittelgro� (Kanister, Kartons, Flaschen u. a.) Lastkraftwagen Kleinlastwagen, PKW Zweir�der Baustoffe Bauteile, Werkst�cke, Bestandteile von Maschinen, Fahrzeugen Splitter, Sp�ne, Partikel Gelagerte Produkte Lasten auf mechanischen F�rder-/Transportmitteln Lasten, von einem Hebefahrzeug, Kran herabh�ngend Lasten, von Hand bewegt Andere Gesamt Meldepflichtige Unf�lle Neue Unfallrenten T�dliche Unf�lle Anzahl % Anzahl % Anzahl % 17.886 8,7 275 8,4 1 1,2 8.412 4,1 280 8,6 4 4,7 3.150 1,5 2.328 1,1 1.438 0,7 79 2,4 43 1,3 47 1,4 4 4,7 6 7,0 3 3,5 31.787 4.228 15,4 2,1 514 15,8 57 1,7 10 11,6 0 0,0 5.366 2,6 14.144 6,9 15.726 7,6 68 2,1 159 4,9 84 2,6 2 2,3 2 2,3 0 0,0 9.828 4,8 5.062 2,5 2.428 1,2 9.359 4,5 16.503 8,0 354 10,9 108 3,3 116 3,6 72 2,2 359 11,0 24 27,9 5 5,8 1 1,2 2 2,3 3 3,5 2.311 5.199 768 2.316 16.912 30.705 205.854 1,1 2,5 0,4 1,1 8,2 14,9 100,0 14 44 22 86 102 376 3.259 0,4 1,4 0,7 2,6 3,1 11,5 100,0 0 0,0 1 1,2 0 0,0 2 2,3 0 0,0 16 18,6 86 100,0 78 Gegenstands-/themenbezogene Schwerpunkte Die Unfallstatistik bietet �ber das Merkmal ,,Gegenstand der Abweichung" Anhalts punkte zu den in diesem Umfeld auftretenden Unf�llen. Insgesamt lassen sich rund 206.000 Unf�lle in Verbindung mit dem Unfallmuster ,,innerbetrieblicher Transport" identifizieren. Daraus ergibt sich die in Tabelle 53 dargestellte Unterscheidung nach dem Gegenstand der Abweichung. Den gr��ten Anteil haben Unf�lle in Zusammenhang mit Flurf�rdermitteln und Materialtransportwagen wie Staplern, Gabelhubwagen, Sackkarren und Schubkarren. 15 Prozent der Unf�lle im innerbetrieblichen Transport (31.787 F�lle) entfallen auf diese Gegenst�nde. 4,8 Prozent der Unf�lle stehen in Zusammenhang mit Lastkraftwagen f�r den G�tertransport. Bei diesen Unf�llen sind schwere Unfallfolgen h�ufig, wie die 354 neuen Unfallrenten und 24 t�dlichen Unf�lle belegen. Tabelle 54Arbeitsunf�lle beim innerbetrieblichen Transport nach Arbeitsumgebung (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Arbeitsumgebung Lagerung, Be- und Entladen Industrieller, gewerblicher Bereich Dienstleistungst�tigkeiten, B�ro, Unterhaltungseinrichtungen, Freizeiteinrichtungen Baustelle, Bau, Steinbruch, Tagebau �ffentlicher Bereich Gesundheitswesen, Pflegeeinrichtungen Sonstiges Gesamt Meldepflichtige Unf�lle Neue Unfallrenten Anzahl % Anzahl % 80.113 54.104 19.441 38,9 26,3 9,4 1.332 40,9 774 23,7 146 4,5 18.937 9,2 18.277 8,9 9.116 4,4 5.867 2,8 205.854 100,0 365 11,2 454 13,9 75 2,3 113 3,5 3.259 100,0 T�dliche Unf�lle Anzahl % 26 30,2 18 20,9 3 3,5 14 16,3 20 23,3 1 1,2 4 4,7 86 100,0 Rund 80.000 der Unf�lle im innerbetrieblichen Transport sind der Arbeitsumgebung ,,Lagerung, Be- und Entladen" zuzuordnen (Tabelle 54). Betrachtet man diese engere Auswahl weiter nach der spezifischen T�tigkeit, welche unmittelbar vor dem Unfall vollzogen wurde, erh�lt man die in Tabelle 55 wiedergegebene Aufstellung. An vorderster Stelle wird die Bewegung des Unfallopfers genannt. Im Weiteren folgen der Transport von Hand und die manuelle Handhabung von Gegenst�nden. Die Verwendung eines Transport- oder F�rdermittels, eines Handwerkzeugs oder einer Maschine treten als Ausl�ser in diesem Zusammenhang deutlich zur�ck. 79 Gegenstands-/themenbezogene Schwerpunkte Tabelle 55Arbeitsunf�lle beim innerbetrieblichen Transport in der Arbeitsumgebung ,,Lagerung, Be- und Entladen" nach spezifischer T�tigkeit vor dem Unfall (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Spezifische T�tigkeit Meldepflichtige Unf�lle Neue Unfallrenten Anzahl % Anzahl % T�dliche Unf�lle Anzahl % Gehen, Kriechen, Springen, Duschen, sich an-/auskleiden Transport von Hand Manuelle Handhabung von Gegenst�nden F�hren eines Transport-/F�rdermittels, auch Mitfahren Arbeit mit Handwerkzeugen Anwesenheit Bedienung einer Maschine Sonstiges Gesamt 25.707 32,1 21.254 26,5 16.220 20,2 8.481 10,6 3.993 5,0 3.285 4,1 763 1,0 408 0,5 80.113 100,0 625 46,9 234 17,6 199 14,9 138 10,4 22 1,7 86 6,5 21 1,6 7 0,5 1.332 100,0 9 34,6 2 7,7 3 11,5 6 23,1 0 0,0 5 19,2 1 3,8 0 0,0 26 100,0 Bei einem F�nftel dieser Unf�lle kommt es beim Be- und Entladevorgang zu einem Absturz oder Sturz des Unfallopfers. In 5 Prozent sind herunterfallende Gegenst�nde Ursache des Verletzungsgeschehens. In weiteren 19 Prozent findet eine akute k�rperliche �berlastung statt. Der Kontakt mit einem scharfen, spitzen, harten oder rauen Gegenstand f�hrt bei 12 Prozent der Unfallopfer zu einer Verletzung. In 16 Prozent wird das Opfer eingeklemmt oder eingequetscht. 80 Gegenstands-/themenbezogene Schwerpunkte 6 F�rdereinrichtungen Bei den F�rdereinrichtungen lassen sich F�rdermittel f�r den vertikalen Transport von Gegenst�nden und Personen � wie Aufz�ge, Krane, Seilwinden und andere Hebeeinrichtungen � in drei Gruppen unterteilen. Die erste Gruppe umfasst F�rderb�nder, F�rdertreppen und �hnliche Transportm�glichkeiten. Mit der zweiten Gruppe werden Senkrechtf�rdermittel wie Aufz�ge f�r Lasten oder Personen sowie Hebeb�hnen, vor allem f�r Kraftfahrzeuge, beschrieben. Die dritte Gruppe beinhaltet Ger�tschaften wie Krane und andere Hilfsmittel, zum Beispiel Seilwinden. Bei Kranen geht eine besondere Gefahr von Lasten aus, die am Kran oder einem anderen Hebezeug h�ngen und durch Schwenken, Heben beziehungsweise Senken oder Herabfallen zu Unf�llen f�hren k�nnen. Wie Tabelle 56 zeigt, ist es gerade dieser letzte Bereich, in dem es auch zu besonders schweren Unf�llen kommt. Tabelle 56Unf�lle mit F�rdereinrichtungen (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Gegenstand der Abweichung Gurtf�rderer, F�rderband Fahrtreppe, Rolltreppe, -b�nder Sonstige ortsfeste F�rderer Aufz�ge (Lasten-, Personen-) Hebeb�hnen Sonstige(s) Hebemaschinen (-material) Krane Ladearm auf Tr�gerfahrzeug Lasten von Kran, Hebezeug herabh�ngend Sonstige Hebeeinrichtung, Hubz�ge Gesamt Meldepflichtige Unf�lle Neue Unfallrenten Anzahl % Anzahl % 1.396 15,3 165 1,8 1.188 13,0 645 7,1 1.573 17,2 415 4,5 1.038 11,4 40 0,4 2.316 25,3 361 3,9 9.136 100,0 34 12,7 6 2,2 35 13,1 14 5,2 29 10,8 17 6,3 39 14,6 2 0,7 86 32,1 6 2,2 268 100,0 T�dliche Unf�lle Anzahl % 2 13,3 0 0,0 1 6,7 1 6,7 4 26,7 2 13,3 3 20,0 0 0,0 2 13,3 0 0,0 15 100,0 Bei den meldepflichtigen Unf�llen wurde als schwerste verletzte K�rperregion am h�ufigsten die Hand (37 Prozent) gemeldet. Fu�, Fu�kn�chel (17 Prozent) und Kniegelenk, Unterschenkel (12 Prozent) folgen. Bei 7 von 15 Todesf�llen wird der Kopf als der am schwersten betroffene K�rperteil angegeben. Sieben Todesf�lle sind in der Kategorie ,,Gesamter Mensch" dokumentiert. In �ber einem Drittel der Unf�lle kommt es im Unfallablauf dazu, dass die unfallverletzte Person eingeklemmt oder eingequetscht wird (36 Prozent). In 23 Prozent der Unf�lle tr�gt ein Zusammensto� � beziehungsweise die Tatsache, dass das Unfallopfer von einem sich bewegenden Gegenstand getroffen wird � ma�geblich zum Unfallgeschehen bei. Die dritte gr��ere Position ist mit 20 Prozent darauf zur�ckzuf�hren, dass die sich bewegende Unfallperson gegen einen ortsfesten Gegenstand prallt. 81 Gegenstands-/themenbezogene Schwerpunkte 7 Flurf�rdermittel (Stapler, Handkarren) F�r die horizontale Bef�rderung von G�tern stehen zum einen f�r leichtere Gegenst�nde in der Regel handbetriebene Transportmittel und zum anderen mit Motorkraft betriebene Maschinen zur Verf�gung. Zur ersten Gruppe geh�ren insbesondere Handkarren und Rollwagen. Die zweite Gruppe umfasst vor allem Stapler. Eine weitere Differenzierung nach bestimmten Staplertypen ist nicht m�glich, als die gel�ufigste Form ist hier aber wohl der Gabelstapler zu verstehen. Stapler k�nnen weiterhin unterschieden werden als solche mit und ohne Fahrerplatz (Tabelle 57). In den meisten F�llen ist eine derartige Unterscheidung aber nicht dokumentiert. Todesf�lle innerhalb dieser Gruppe sind vor allem in Verbindung mit Staplern festzustellen. Hierbei steht der Verlust der Kontrolle �ber das Arbeitsger�t sowie der Umstand, von einem Gegenstand erfasst worden zu sein, im Vordergrund. Tabelle 57Unf�lle mit Flurf�rdermitteln (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Gegenstand der Abweichung Handgef�hrte Flurf�rderfahrzeuge ohne Hebevorrichtung Meldepflichtige Unf�lle Anzahl % Gesamt 14.710 46,3 Schubkarren 373 1,2 Sack-, Handkarren 436 1,4 Rollbeh�lter, F�rder-, Roll-, Gep�ckwagen 10.316 32,5 Handgabelhubwagen 2.859 9,0 �brige Transport- und Ladevorrichtung ohne Hebevorrichtung 726 2,3 Stapler Gesamt 13.689 43,1 ... mit Fahrerplatz 6.379 20,1 ... ohne Fahrerplatz 2.504 7,9 ... o. n. A. zum Fahrerplatz 4.807 15,1 Sonstige Flurf�rdermittel 3.387 10,7 Gesamt 31.787 100,0 Neue Unfallrenten Anzahl % 103 20,0 3 0,6 5 1,0 50 9,7 35 6,8 10 1,9 358 69,6 160 31,1 27 5,3 171 33,3 53 10,3 514 100,0 T�dliche Unf�lle Anzahl % 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0 10 100,0 4 40,0 1 10,0 5 50,0 0 0,0 10 100,0 Betrachtet man den Unfallhergang der meldepflichtigen Unf�lle genauer (Tabelle 58), zeigt sich, dass bei einem Viertel der Staplerunf�lle die unfallverletzte Person diesen selbst gefahren beziehungsweise gef�hrt hat. In 47 Prozent der F�lle wird das Unfall opfer von einem Stapler angefahren, eingequetscht oder �berfahren. Bei den handgef�hrten Flurf�rderfahrzeugen (Tabelle 59) sind �ber die H�lfte der Unf�lle auf den un mittelbaren Umgang mit diesen zur�ckzuf�hren, andere Einwirkungen (angefahren, gequetscht werden etc.) sind an zweiter Stelle urs�chlich. 82 Gegenstands-/themenbezogene Schwerpunkte Bei den Auswirkungen sind in 43 Prozent der Unf�lle mit Flurf�rdermitteln die unteren Kn�chel- und Fu�verletzungen registriert sowie in 13 Prozent das Kniegelenk und der Unterschenkel betroffen. In 37 Prozent der meldepflichtigen Unf�lle kommt es zu Prellungen. Bei den neuen Unfallrenten liegt der Schwerpunkt mit 72 Prozent deutlich bei den Frakturen. Tabelle 58Unfallherg�nge bei Unf�llen mit Staplern (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Unfallhergang: Stapler Verletzter f�hrt den Stapler Verletzter wird vom Stapler angefahren, eingequetscht, �berfahren u.�. �brige Unfallherg�nge Gesamt Meldepflichtige Unf�lle Neue Unfallrenten Anzahl % Anzahl % 3.447 25,2 6.368 46,5 82 22,9 216 60,3 T�dliche Unf�lle Anzahl % 2 20,0 7 70,0 3.874 28,3 13.689 100,0 60 16,8 358 100,0 1 10,0 10 100,0 Tabelle 59Unfallherg�nge bei Unf�llen mit handgef�hrten Flurf�rderfahrzeugen (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Unfallhergang: handgef�hrte Flurf�rderfahrzeuge (Schub-, Sack-, Handkarren, Rollbeh�lter, F�rder-, Roll-, Gep�ck-, Handgabelhubwagen) Verletzter f�hrt bzw. schiebt... Meldepflichtige Unf�lle Anzahl % 9.115 62,0 Verletzter wird angefahren, eingequetscht, �berfahren u.�. 2.570 17,5 �brige Unfallherg�nge 3.025 20,6 Gesamt 14.710 100,0 Neue Unfallrenten Anzahl % 48 46,6 9 8,7 46 44,7 103 100,0 T�dliche Unf�lle Anzahl % 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0 Eine Einordnung nach Gewerbebereichen weist dem Bereich Handel- und Warenlogistik mit 37 Prozent den gr��ten Anteil an den Unf�llen mit Flurf�rdermitteln zu. Ebenfalls betroffen sind die Metall- und Holzwirtschaft (14 Prozent), Verwaltung (9 Prozent), das Verkehrs- und Postwesen (15 Prozent) sowie das Nahrungsmittel- und Gastgewerbe (8 Prozent). Hinter den Zahlen des Bereichs Verwaltung sind insbesondere Arbeitskr�fte zu verstehen, die als Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter (Vermittlung und �berlassung von Arbeitskr�ften) in anderen Wirtschaftszweigen eingesetzt werden. 83 Gegenstands-/themenbezogene Schwerpunkte 8 Lagereinrichtungen, Zubeh�r, Regalsysteme Um Unfallgefahren zu vermeiden, ist es wichtig, dass Gegenst�nde ordnungsgem�� gelagert sind. Hierzu sind zum einen geeignete Beh�ltnisse sowie zum anderen die dazu passenden Systeme notwendig. Auch der richtige Umgang beim Transport tr�gt wesentlich zu einem unfallfreien Verlauf bei. Dass in diesem T�tigkeitsfeld weiterer Pr�ventionsbedarf besteht, zeigen rund 35.200 Unf�lle, die im Berichtsjahr in Zusammenhang mit Lagereinrichtungen, Regalsystemen und Lagerzubeh�r auftraten. Tabelle 60Unf�lle mit Einrichtungen zur Lagerung und Verpackung (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Gegenstand der Abweichung Meldepflichtige Unf�lle Neue Unfallrenten T�dliche Unf�lle Anzahl % Anzahl % Anzahl % zur Lagerung, Verpackung, Container (ortsfest) Gesamt Silos, Sammelbeh�lter, ortsfeste Anh�ufungen 613 1,7 99 0,3 24 7,7 10 3,2 2 50,0 1 25,0 Offene ortsfeste Tanks, Beh�lter 99 0,3 3 1,0 0 0,0 Geschlossene ortsfeste Tanks, Beh�lter 252 0,7 8 2,6 0 0,0 Sonstige ortsfeste Lagereinrichtungen 163 0,5 3 1,0 1 25,0 zur Lagerung, Verpackung, Container (ortsver�nderlich) Gesamt Container, K�bel Gitterbox 4.753 13,5 2.833 8,0 973 2,8 44 14,1 31 10,0 7 2,3 0 0,0 0 0,0 0 0,0 Sonstige ortsbewegliche Lagereinrichtungen 946 2,7 6 1,9 0 0,0 Lagerzubeh�r, Regal systeme, Palettenregale, Paletten Gesamt Regalsysteme, Palettieranlagen Paletten 14.144 40,1 2.575 7,3 11.074 31,4 159 51,1 21 6,8 135 43,4 2 50,0 2 50,0 0 0,0 Sonstige Lagervorrichtungen und Lagerzubeh�r 495 1,4 3 1,0 0 0,0 Verschiedene Verpackungen, klein/mittelgro�, (ortsver�nderlich) Gesamt Kleine Container (au�er auf Fahrzeugen) 15.726 44,6 402 1,1 84 27,0 6 1,9 0 0,0 0 0,0 Beh�ltnisse, Kanister, F�sser, Flaschen (au�er f�r Gas) 6.879 19,5 28 9,0 0 0,0 Gasflaschen, Aerosole, Feuerl�scher 282 0,8 2 0,6 0 0,0 Weichverpackungen 421 1,2 3 1,0 0 0,0 M�lltonne, Abfallbeh�lter 2.036 5,8 12 3,9 0 0,0 Sonstige Verpackungen (einschlie�lich leere oder volle Kartons) 5.706 16,2 33 10,6 0 0,0 Gesamt 35.236 100,0 311 100,0 4 100,0 84 Gegenstands-/themenbezogene Schwerpunkte Wie Tabelle 60 zu entnehmen ist, k�nnen Paletten als Unfallschwerpunkt gelten. Diese Unf�lle lassen sich �berwiegend der gewerblichen Wirtschaft mit den Funktionsbereichen Fabrik, Werkstatt, Lagerung sowie Be- oder Entladen zuordnen. Bei den Regalsystemen stehen Bewegungen des Unfallopfers (ungeschickt/unpassend oder durch eine Wechselwirkung mit einem Gegenstand) im Vordergrund des Unfallgeschehens. Etwa 4.000 Unf�lle an Lagereinrichtungen entstehen dadurch, dass herunterfallende Gegenst�nde das Unfallopfer treffen und verletzen. 85 Gegenstands-/themenbezogene Schwerpunkte 9 Chemische, explosionsgef�hrliche Stoffe In einigen Bereichen entstehen Unfallgefahren dadurch, dass mit chemischen oder explosionsgef�hrlichen Stoffen umgegangen wird. Die vorliegende Gliederung l�sst nur eine grobe Zuweisung zu spezifischen Stoffgruppen zu, die in ihrer jeweiligen Auspr�gung fest, fl�ssig oder gasf�rmig sein k�nnen (Tabelle 61). Tabelle 61Unf�lle mit chemischen oder explosionsgef�hrlichen Stoffen � fest, fl�ssig oder gasf�rmig (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Gegenstand der Abweichung �tzende, korrodierende Stoffe Sch�dliche giftige Stoffe Entflammbare Stoffe Explosionsgef�hrliche, reaktionsf�hige Stoffe Gase, D�mpfe ohne spezifische Wirkungen (Inert-, Erstickungsgas) Gesamt Meldepflichtige Unf�lle Neue Unfallrenten Anzahl % Anzahl % 2.949 56,1 759 14,4 929 17,7 105 2,0 517 9,8 20 32,8 7 11,5 19 31,1 8 13,1 7 11,5 T�dliche Unf�lle Anzahl % 1 20,0 1 20,0 1 20,0 1 20,0 1 20,0 5.260 100,0 61 100,0 5 100,0 Die sch�digende Einwirkung l�sst sich insbesondere auf drei Arten des Kontakts zur�ckf�hren. In mehr als der H�lfte der F�lle � rund 2.900 meldepflichtige Unf�lle �, findet die Aufnahme �ber die Haut oder die Augen statt. Auf die Augen entfallen davon ca. 750 Unf�lle. In etwa 820 weiteren F�llen erfolgt der Kontakt durch Inhalation �ber die Nase oder den Mund. Durch Kontakt mit hei�en Stoffen/Gasen oder Feuer sind au�erdem 1.200 Unf�lle gemeldet worden. Betrachtet man das Unfallgeschehen von Unf�llen, bei denen chemische oder explosionsgef�hrliche Stoffe urs�chlich waren, nach Beruf, zeigt sich, dass der hauswirtschaftliche Bereich (K�che, Kantine) mit Unf�llen beim Umgang mit hei�en, entflammbaren Stoffen einen Schwerpunkt bildet. Dar�ber hinaus sind vor allem Berufe aus dem metallverarbeitenden Sektor � wie Schlosser, Schwei�er und andere formgebende T�tigkeiten � sowie aus dem Bereich der Bau- und Ausbauberufe, Maschinenbediener oder Hilfsarbeiter aus der Fertigung betroffen. 86 Gegenstands-/themenbezogene Schwerpunkte 10 Einwirkungen durch Gewalt, Angriff, Bedrohung, �berraschung Innerhalb der Arbeitswelt kommt es auch immer wieder zu Unf�llen aufgrund zwischenmenschlicher Konflikte. Dabei kann es sich um physische Gewaltanwendungen handeln, ebenso spielen aber auch psychische Einfl�sse eine Rolle. In der Unfallstatistik k�nnen diese Unf�lle �ber das Merkmal ,,Abweichung vom normalen (unfallfreien) Verlauf" identifiziert werden. Es l�sst sich unterscheiden, ob die Gewalteinwirkung, der Angriff oder die Bedrohung von Besch�ftigten des eigenen Unternehmens oder aber von betriebsfremden Personen ausgegangen ist (Tabelle 62). Als eine abgeschw�chte Form eines Angriffs sind diejenigen F�lle zu betrachten, bei denen es zu einem Unfall in Folge einer �berraschung oder eines Schrecks kommt. Auch Tiere sind zum Teil Ausl�ser f�r Gewaltunf�lle, werden in der hier gew�hlten Darstellung jedoch nicht ber�cksichtigt. Bei der Betrachtung der Unfallzahlen sollte beachtet werden, dass die Dokumentation dieser Unfallherg�nge aus den zum Teil unvollst�ndigen Angaben der Unfallanzeigen �u�erst schwierig sein kann. Oftmals lassen sich aus der Unfallanzeige die Zusammenh�nge nicht klar einer der oben genannten Fallgestaltungen zuweisen. So k�nnen bei knapp acht Prozent der Unf�lle keine n�heren Angaben zur Gewalteinwirkung gemacht werden. Tabelle 62Unf�lle durch menschliche Gewalt, Angriff, Bedrohung, �berraschung (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer, ohne Berufssportler) Abweichung vom normalen (unfallfreien) Verlauf durch ... Meldepflichtige Unf�lle Neue Unfallrenten �berraschung, Schreck Anzahl % Anzahl % 1.604 11,5 31 11,2 Gewalt, Angriff, Bedrohung durch betriebsinterne Personen 1.678 12,0 30 10,8 Gewalt, Angriff, Bedrohung durch betriebsfremde Personen 8.920 64,0 175 63,2 Gewalt, Angriff, Bedrohung ohne n�here Angaben 1.732 12,4 41 14,8 Gesamt 13.935 100,0 277 100,0 T�dliche Unf�lle Anzahl % 1 11,1 0 0,0 3 33,3 5 55,6 9 100,0 Bei den Handgreiflichkeiten zwischen betriebsinternen beziehungsweise betriebsfremden Personen kommt es �berwiegend zu Prellungen, Verstauchungen oder oberfl�chlichen Hautverletzungen (58 Prozent). Unf�lle, bei denen nicht die physische Gewalt, sondern Einwirkungen auf die Psyche im Vordergrund stehen, k�nnen �ber die Art der Verletzung n�her eingegrenzt werden. So werden bei den meldepflichtigen Unf�llen Schockzust�nde erlebnisreaktiver oder psychischer Art in 20 Prozent als haupts�chliche Ursache in der Unfallmeldung genannt. Bei den neuen Unfallrenten haben Schockzust�nde als Erstdiagnose mit 48 Prozent sogar eine noch st�rkere Bedeutung. 87 Gegenstands-/themenbezogene Schwerpunkte Abbildung 20 gibt die Entwicklung der meldepflichtigen Unf�lle der letzten f�nf Berichtsjahre f�r Unf�lle durch Gewalt, Angriff und Bedrohung (ohne Unf�lle mit Kennzeichnung ,,�berraschung, Schreck") wieder. Nach zuvor steigenden Unfallzahlen ist die Zahl der F�lle in 2020, eventuell bedingt durch die Pandemiesituation, leicht zur�ckgegangen. Abbildung 20Zeitreihe Unf�lle durch menschliche Gewalt, Angriff, Bedrohung (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer, ohne Berufssportler) 16.000 14.000 12.000 meldepflichtige Unf�lle 10.000 8.000 6.000 4.000 2.000 0 2016 2017 2018 2019 2020 Gewalt, Angriff, Bedrohung ohne n�here Angaben Gewalt, Angriff, Bedrohung durch betriebsfremde Personen Gewalt, Angriff, Bedrohung durch betriebsinterne Personen Neben der absoluten H�ufigkeit ist die Einordnung dieser Unf�lle in das Gesamtunfallgeschehen von Interesse. Berechnet man den Anteil der Gewaltunf�lle je Wirtschaftszweig bei den gewerblichen Berufsgenossenschaften � beziehungsweise je Betriebsart f�r die Unfallversicherungstr�ger der �ffentlichen Hand �, erscheinen einige Bereiche als besonders betroffen. Die nachfolgenden zwei Tabellen zeigen hierzu die Wirtschaftszweige mit den meisten Meldungen von Gewaltunf�llen f�r die gewerblichen Berufsgenossenschaften (Tabelle 63) sowie analog die Betriebsarten bei den Unfallversicherungstr�gern der �ffentlichen Hand (Tabelle 64). Die h�chsten Anteile von Gewaltunf�llen an der Gesamtunfallzahl sind im Bereich der Wach- und Sicherheitsdienste zu verzeichnen, bei denen �ber ein Viertel der meldepflichtigen Arbeitsunf�lle im Betrieb Gewaltunf�lle sind. In Pflege- und Altenheimen sind es etwa 13 Prozent, im �ffentlichen Dienst sind die psychiatrischen Krankh�user besonders betroffen. Insgesamt liegt der Anteil der Gewaltunf�lle an den meldepflichtigen Arbeitsunf�llen im Betrieb bei 1,8 Prozent (gewerbliche Berufsgenossenschaften) beziehungsweise 5,0 Prozent (UVT�H). 88 Gegenstands-/themenbezogene Schwerpunkte Tabelle 63Unf�lle durch menschliche Gewalt, Angriff, Bedrohung, �berraschung � gewerbliche Berufsgenossenschaften nach Wirtschaftszweig (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer, ohne Berufssportler) Wirtschaftszweig (BG) Heime (ohne Erholungs- und Ferienheime) Landverkehr und Transport in Rohrfernleitungen Sozialwesen (ohne Heime) Gesundheitswesen Einzelhandel (ohne Handel mit Kraftfahrzeugen) Wach- und Sicherheitsdienste sowie Detekteien Erziehung und Unterricht Gastronomie Sonstige Gesamt Gewalt, Angriff, Bedrohung Anzahl % 2.393 20,9 2.065 18,0 1.113 9,7 1.082 9,4 944 8,2 942 8,2 453 4,0 271 2,4 2.201 19,2 11.463 100,0 Sonstige Unf�lle Anzahl % Anteil Gewalt an Gesamt % 16.818 2,7 33.449 5,4 13.054 2,1 20.204 3,2 49.678 8,0 2.571 0,4 9.167 1,5 14.826 2,4 462.262 74,3 622.030 100,0 1,8 Tabelle 64Unf�lle durch menschliche Gewalt, Angriff, Bedrohung, �berraschung � Unfallversicherungstr�ger der �ffentlichen Hand nach Betriebsart (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer, ohne Berufssportler) Betriebsart (UVT�H) Bahnbetriebe Psychiatrische Krankenh�user Krankenh�user Allgemeine Verwaltungen (z.B. Rath�user, Gemeindeverwaltungen) Sonstige Gesamt Gewalt, Angriff, Bedrohung Anzahl % 657 26,6 516 20,9 443 17,9 350 14,2 507 20,5 2.472 100,0 Sonstige Unf�lle Anzahl % Anteil Gewalt an Gesamt % 4.358 9,3 13,1 862 1,8 37,4 7.229 15,3 5,8 11.060 23,5 3,1 23.599 50,1 2,1 47.108 100,0 5,0 Eine Besonderheit bildet die Gruppe der Berufssportler. Bei dieser Berufsgruppe treten h�ufig Verletzungen auf, die � gerade im Mannschaftssportbereich � durch Einwirkungen des Wettkampfgegners ausgel�st sind. Folgerichtig sind diese Unf�lle auch als Gewalteinwirkung verschl�sselt, verzerren aber durch ihre Besonderheit in der Unfallpr�vention das Gesamtbild. Diese Berufsgruppe wurde daher in den Tabellen 62, 63 und 64 sowie in Abbildung 20 von der Betrachtung ausgeschlossen. F�r diese Berufsgruppe wurden im Berichtsjahr 1.895 meldepflichtige Unf�lle mit der Abweichung vom normalen unfallfreien Ablauf ,,Gewalt, Angriff, Bedrohung, �berraschung" registriert. 89 Gegenstands-/themenbezogene Schwerpunkte 11 Baustellen In der Arbeitsunfallstatistik wird mit dem Merkmal Arbeitsumgebung der Unfallort beschrieben, an dem sich das Unfallopfer unmittelbar vor dem Unfall aufhielt oder arbeitete. Handelt es sich dagegen um eine Baustelle, dann steht die Baut�tigkeit im Vordergrund der Dokumentation und der eigentliche Verwendungszweck des Ortes ist von geringerer Bedeutung. Es ist also unerheblich, ob die geografische Umgebung ein Geb�ude, ein Produktivbetrieb (Fabrik, Werkstatt etc.), eine Stra�e oder eine andere Funktionsfl�che oder Einrichtung ist. Liegt der Schwerpunkt in der Baut�tigkeit, so wird zum Beispiel die Renovierung einer Werkstatt unter ,,Baustelle � Renovierung" dokumentiert. Handelt es sich dagegen nur um kleinere zeitlich begrenzt auszuf�hrende Arbeiten, wird die geographische Umgebung � hier die ,,Werkstatt" � geschl�sselt. Dazu ein weiteres Beispiel: Ein Unfall beim Bau eines Eisenbahntunnels wird als ,,Baustellenbereich unter Tage" dokumentiert. Wird dagegen ,,nur" eine St�rung an einer Gleisweiche in einem U-Bahn-Tunnel festgestellt, und bei dessen Behebung kommt es zu einem Unfall, wird das Unfallgeschehen in die Kategorie ,,Untertagebereich �Tunnel (Stra�e, Eisenbahn, U-Bahn)" eingeordnet. Die Abgrenzung der Verwendung und Einordnung als Baustelle oder geografischer Ort ist in der Praxis oftmals nicht ganz einfach, zumal wenn diese Information in der Unfallanzeige nicht ausf�hrlich dargestellt ist. Es wird also einen Unsch�rfebereich geben, wo Unf�lle je nach den vorhandenen Informationen einer der beiden Kategorien zugewiesen worden sind. Legt man die Basiszahlen f�r die Arbeitsunf�lle im Betrieb zugrunde, entfallen auf Baustellen 17,0 Prozent aller meldepflichtigen Unf�lle, aber bereits 23,3 Prozent der neuen Unfallrenten und sogar 38 Prozent der t�dlichen Unf�lle. Die weitere Differenzierung der Baustellenunf�lle ist Tabelle 65 zu entnehmen. Demnach sind es vor allem die Bereiche ,,Neubau" und ,,Abriss, Renovierung, Wartung", bei denen Baustellenunf�lle geschehen. Dazu kommt ein hoher Anteil von Baustellenunf�llen, bei denen der Unfallanzeige eine genauere Beschreibung der Baustelle nicht zu entnehmen ist. Tabelle 65Baustellenunf�lle nach Arbeitsumgebung (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Arbeitsumgebung � Baustelle Baustelle � Neubau Baustelle � Abriss, Renovierung, Wartung eines Geb�udes Steinbruch, Tagebau, Ausgrabung, Graben Baustelle sonstige Gesamt Meldepflichtige Unf�lle Neue Unfallrenten Anzahl % Anzahl % 31.455 26,8 895 33,8 40.902 34,9 891 33,6 1.332 1,1 51 1,9 43.637 37,2 811 30,6 117.327 100,0 2.648 100,0 T�dliche Unf�lle Anzahl % 26 29,2 38 42,7 3 3,4 22 24,7 89 100,0 Betrachtet man die zugrundeliegenden Abweichungen vom normalen � unfallfreien � Ablauf, zeigt sich, dass bei etwa einem Drittel der meldepflichtigen Unf�lle die Versicherten die Kontrolle �ber ein Werkzeug, einen Gegenstand oder eine Maschine verloren haben. In etwa acht Prozent der F�lle kam es zu einem Absturz. Bei den t�dlichen Un f�llen sind sogar 43 Prozent der Unf�lle auf Abst�rze zur�ckzuf�hren. 90 Gegenstands-/themenbezogene Schwerpunkte Tabelle 66Baustellenunf�lle nach Kontakt, durch den das Opfer verletzt wurde (abh�ngig Besch�ftigte, Unternehmerinnen und Unternehmer) Verletzender Kontakt Meldepflichtige Unf�lle Neue Unfallrenten Kontakt mit elektrischem Strom, Temperaturen, gef�hrlichen Stoffen Anzahl % Anzahl % 3.307 2,8 49 1,9 Ertrinken, versch�ttet, eingeh�llt, begraben werden unter 170 0,1 20 0,8 Aufprallen auf/gegen ortsfesten Gegenstand (Verletzter bewegt sich) 28.083 23,9 1.743 65,8 Getroffen werden/Zusammensto�en mit einem sich bewegenden Gegenstand 16.782 14,3 290 11,0 Kontakt mit scharfem, spitzem, hartem, rauem Gegenstand 42.105 35,9 173 6,5 (Ein)geklemmt, (ein)gequetscht, zerquetscht werden usw. 8.505 7,2 183 6,9 Akute k�rperliche oder seelische �berlastung 17.841 15,2 184 6,9 Sonstiges 534 0,5 6 0,2 Gesamt 117.327 100,0 2.648 100,0 T�dliche Unf�lle Anzahl % 5 5,6 7 7,9 52 58,4 10 11,2 1 1,1 13 14,6 0 0,0 1 1,1 89 100,0 Aufschluss dar�ber, wie das Unfallopfer von einem verletzenden Gegenstand gesch�digt wurde, zeigt das Merkmal ,,Kontakt" (Tabelle 66). Hier lassen sich insbesondere drei Unfallmuster erkennen. Zum einen ist die verletzte Person selbst in Bewegung � indem sie stolpert, st�rzt oder gegen einen Gegenstand prallt. Zum zweiten ist es der Kontakt mit scharfen, spitzen oder harten Gegenst�nden. Zu nennen sind hier die baustellentypischen Handwerkzeuge und Maschinen wie S�gen, Messer, aber auch Baumaterialien. Eine dritte Gruppe bilden Gegenst�nde, die in Bewegung sind. Auch hier sind es vor allem Teile von Werkzeugen, Maschinen oder davon erzeugten Splittern und Sp�nen sowie beteiligte Baumaterialen, die zu einer Verletzung f�hren. Hinsichtlich der Verletzungen treten bei mehr als drei Viertel der Baustellenunf�lle Verletzungen an den Extremit�ten (Arme, Beine) auf. Ein Drittel entf�llt hierbei allein auf die H�nde. 43 Prozent der Baustellenunf�lle f�hren zu Prellungen, Verstauchungen oder Quetschungen, 25 Prozent sind oberfl�chliche Verletzungen der Haut (Stich-, Riss-, Schnittwunden) und 13 Prozent entfallen auf Frakturen. Bei den neuen Unfallrenten haben 66 Prozent der F�lle die Diagnose Fraktur. 91 Unfallzahlen von Rehabilitanden Im Abschnitt Kennzahlen zur Allgemeinen Unfallversicherung 2020 � Versicherte, Vollarbeiter (Seite 13) wurde bereits auf die gro�e Anzahl von Versicherten hingewiesen, welche �ber die ,,klassischen" abh�ngig Besch�ftigten hinaus kraft Gesetzes unfallversichert sind. Eine Auflistung kann den Paragraphen 2, 3, 6, 12 und 14 des SGB VII entnommen werden (vgl. Anhang 2). Nach meldepflichtigen Unf�llen und Todesf�llen betrachtet, fallen unter den ,,sonstigen Versicherten" vor allem die Rehabilitanden ins Gewicht (siehe Tabelle 5). Als Rehabilitanden gesetzlich unfallversichert gelten diejenigen Personen, die von ihrer gesetzlichen Krankenversicherung oder einem Tr�ger der gesetzlichen Rentenversicherung station�re bzw. teilstation�re Krankenhausbehandlung, station�re Vorsorgeleistungen oder station�re oder ambulante Leistungen zur medizinischen Rehabilitation erhalten. Mit etwa 34.000 meldepflichtigen Unf�llen im Berichtsjahr entfallen fast vier Prozent aller meldepflichtigen Arbeits- und Wegeunf�lle auf diese Versichertengruppe. Mit 68 t�dlichen Unf�llen ist der Anteil gegen�ber anderen Versichertengruppen sogar noch einmal h�her (11 Prozent). Betrachtet man nur die Unf�lle der Unfallarten eins bis vier � also der Arbeitsunf�lle ohne die Wegeunf�lle �, steigen die Anteile sogar noch einmal: 4,4 Prozent der meldepflichtigen Arbeitsunf�lle und 17 Prozent der t�dlichen Unf�lle entfallen auf die Rehabilitanden. Eine Besonderheit der Versichertengruppe der Rehabilitanden ist ihre Altersverteilung. Vor allem �ltere Versicherte verunfallen � �ber 70 Prozent der Unfallopfer sind 50 Jahre oder �lter, 30 Prozent sogar 80 Jahre oder �lter. Abbildung 21 zeigt die Verteilung nach Alter f�r die meldepflichtigen Unf�lle, Abbildung 22 die Verteilung nach Alter f�r die t�dlichen Unf�lle. Abbildung 21Verteilung meldepflichtiger Unf�lle von Rehabilitanden nach Alter Anzahl Meldepflichtige Unf�lle 0 4.000 8.000 bis 19 Jahre 20 bis 29 Jahre 30 bis 39 Jahre 40 bis 49 Jahre 50 bis 59 Jahre 2.914 1.276 1.667 1.769 3.800 60 bis 69 Jahre 70 bis 79 Jahre 80 Jahre und �lter 4.160 5.768 12.000 11.869 92 Unfallzahlen von Rehabilitanden Abbildung 22Verteilung t�dlicher Unf�lle von Rehabilitanden nach Alter Anzahl t�dlicher Unf�lle 0 20 bis 19 Jahre 0 20 bis 29 Jahre 0 30 bis 39 Jahre 0 40 bis 49 Jahre 0 50 bis 59 Jahre 1 60 bis 69 Jahre 3 70 bis 79 Jahre 11 80 Jahre und �lter 40 60 52 Bei Betrachtung der Unfallherg�nge fallen auch bei den Rehabilitanden die Stolper-, Rutsch- und Sturzunf�lle mit einem hohen Anteil von etwa 40 Prozent an den meldepflichtigen Unf�llen auf. In Tabelle 67 sind die verletzenden Kontakte aufgeschl�sselt, welche dem jeweiligen Unfallhergang zuzurechnen sind. In �ber 60 Prozent der F�lle prallt das Unfallopfer vertikal auf einen Gegenstand � in den meisten F�llen auf den Fu�boden � auf. In immer noch 1.145 F�llen wird das Opfer von einem sich bewegenden Gegenstand getroffen. Hierbei handelt es sich zum Beispiel um T�ren oder um Sportger�te. Allein in 400 F�llen wurden als Gegenstand der Abweichung ein Ball angegeben, von denen die Verletzten getroffen wurden. In circa zehn Prozent der F�lle ist der verletzende Kontakt als Zusammentreffen mit einem harten oder rauen Gegenstand gemeldet. Tabelle 67Meldepflichtige Unf�lle von Rehabilitanden nach verletzendem Kontakt Verletzender Kontakt Aufprall � vertikale Bewegung des Opfers Aufprall � horizontale Bewegung des Opfers Sonstiger Aufprall, Verletzter bewegt sich Getroffen werden von Gegenstand Kontakt mit scharfem oder spitzem Gegenstand Kontakt mit hartem oder rauem Gegenstand Eingeklemmt, oder eingequetscht werden K�rperliche �berlastung � Bewegungsapparat Sonstiges Gesamt Meldepflichtige Unf�lle Anzahl % 20.763 62,5 2.017 6,1 507 1,5 1.145 3,4 435 1,3 3.308 10,0 348 1,0 3.900 11,7 798 2,4 33.223 100,0 93 Anhang Anhang 1 Formular zur Unfallanzeige � Erhebungsbogen 1 Name und Anschrift des Unternehmens UNFALLANZEIGE 2 Unternehmensnummer des Unfallversicherungstr�gers 3 Empf�nger/-in 4 Name, Vorname der versicherten Person 5 Geburtsdatum Tag Monat Jahr 6 Stra�e, Hausnummer Postleitzahl Ort 7 Geschlecht 8 Staatsangeh�rigkeit 9 Leiharbeitnehmer/-in M�nnlich Weiblich 10 Auszubildende/-r Ja Nein 11 Die versicherte Person ist Ja Unternehmer/-in Gesellschafter/-in Gesch�ftsf�hrer/-in Nein mit der Unternehmerin/ dem Unternehmer: verheiratet in eingetragener Lebenspartnerschaft lebend verwandt 12 Anspruch auf Entgeltfortzahlung besteht f�r Wochen 13 Krankenkasse (Name, PLZ, Ort) 14 T�dlicher Unfall? 15 Unfallzeitpunkt Ja Tag Monat Jahr Nein 16 Unfallort (genaue Orts- und Stra�enangabe mit PLZ) Stunde Minute 17 Ausf�hrliche Schilderung des Unfallhergangs (Verlauf, Bezeichnung des Betriebsteils, ggf. Beteiligung von Maschinen, Anlagen, Gefahrstoffen) Die Angaben beruhen auf der Schilderung 18 Verletzte K�rperteile der versicherten Person anderer Personen 19 Art der Verletzung 20 Wer hat von dem Unfall zuerst Kenntnis genommen? (Name, Anschrift) War diese Person Augenzeugin/Augenzeuge des Unfalls? Ja Nein 21 Erstbehandlung: Name und Anschrift der �rztin/des Arztes oder des Krankenhauses 22 Beginn und Ende der Arbeitszeit der versicherten Person Stunde Minute Stunde Beginn Ende Minute 23 Zum Unfallzeitpunkt besch�ftigt/t�tig als 24 Seit wann bei dieser T�tigkeit? Monat Jahr 25 In welchem Teil des Unternehmens ist die versicherte Person st�ndig t�tig? 26 Hat die versicherte Person die Arbeit eingestellt? am 27 Hat die versicherte Person die Arbeit wieder aufgenommen? Nein Nein Sofort Sp�ter, Tag Monat Stunde Ja, am Tag Monat Jahr 28 Datum Unternehmer/-in (Bevollm�chtigte/-r) Betriebsrat (Personalrat) Telefon-Nr. f�r R�ckfragen 94 noch Anhang 1 Formular zur Unfallanzeige � Erl�uterungen I. Erl�uterungen zur Unfallanzeige Wer muss den Unfall anzeigen?Unternehmerinnen und Unternehmer. Diese k�nnen auch Personen bevollm�chtigen die Unfallanzeige zu erstatten. Wann ist ein Unfall anzuzeigen?Arbeitsunf�lle und Wegeunf�lle (z.B. Unfall auf dem Weg zwischen Wohnung und Arbeitsst�tte) sind an zuzeigen, wenn sie zu einer Arbeitsunf�higkeit von mehr als 3 Kalendertagen oder zum Tod der versicherten Person f�hren. Wer erh�lt die Unfallanzeige?� Der zust�ndige Unfallversicherungstr�ger (UV-Tr�ger). � Unterliegt das Unternehmen der allgemeinen Arbeitsschutzaufsicht (bei landwirtschaftlichen Betrieben, nur soweit sie Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmer besch�ftigen), ist ein Exemplar an die f�r den Arbeitsschutz zust�ndige Landesbeh�rde (z.B. Gewerbeaufsichtsamt, Amt f�r Arbeitsschutz) zu senden. � U nterliegt das Unternehmen der bergbeh�rdlichen Aufsicht, erh�lt die zust�ndige untere Bergbeh�rde ein Exemplar. � Ein Exemplar bleibt zur Dokumentation im Unternehmen. � Ein Exemplar erh�lt der Betriebsrat (Personalrat), falls vorhanden. Die Unfallanzeige ist vom Betriebsrat (Personalrat) mit zu unterzeichnen. Wer ist zu informieren? � Versicherte Personen sind auf Ihr Recht hinzu weisen, dass sie eine Kopie der Unfallanzeige verlangen k�nnen. � F achkr�fte f�r Arbeitssicherheit und Betriebs�rztinnen und -�rzte. Wie ist die Unfallanzeige zu erstatten? Per Post oder online, wenn der UV-Tr�ger dies anbietet. Welche Frist gilt f�r die Unfallanzeige? Innerhalb von 3 Tagen nach Kenntnis vom Unfall. Was ist bei schweren Unf�llen, T�dliche Unf�lle, Massenunf�lle und Unf�lle mit Massenunf�llen und Todes- schwerwiegenden Gesundheitssch�den sind sofort f�llen zu beachten?per Telefon, Fax oder E-Mail dem zust�ndigen UV-Tr�ger und ggf. der zust�ndigen staatlichen Beh�rde (z.B. Gewerbeaufsichtsamt, untere Bergbeh�rde) zu melden. Anhang 95 II Erl�uterungen zu einzelnen Fragen der Unfallanzeige 2Anzugeben ist die Unternehmensnummer (Mitgliedsnummer) beim UV-Tr�ger (z.B. enthalten im Beitragsbescheid oder im Bescheid �ber die Zust�ndigkeit). 9Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer sind im Unternehmen t�tige Besch�ftigte einer Zeitarbeitsfirma oder eines Personaldienstleisters. Es liegt ein Arbeit nehmer�berlassungsvertrag vor. 11 Hier sind Angaben zu machen, wenn die Unternehmerin oder der Unternehmer eine nat�rliche Person ist, auf die sich das Ergebnis des Unternehmens unmittelbar zum Vor- oder Nachteil auswirkt (z.B. Einzelunternehmerin oder pers�nlich haftender Gesellschafter einer OHG). Das Feld ,,verwandt" ist auch dann anzukreuzen, wenn die versicherte Person mit der Unternehmerin oder dem Unternehmer bis zum dritten Grade verwandt, bis zum zweiten Grade verschw�gert oder deren bzw. dessen Pflegekind ist. 13Bei gesetzlicher Krankenversicherung mit Anspruch auf Krankengeld gen�gen Name, PLZ und Ort der Kasse; in anderen F�llen bitte Art der Versicherung angeben (z.B. Privatversicherung, Krankenversicherung f�r Rentnerinnen und Rentner, Familien versicherung, freiwillige Versicherung bei gesetzlicher Krankenkasse). 17Hier soll der Unfall mit seinen n�heren Umst�nden detailliert geschildert werden: Wo, wie, warum, unter welchen Umst�nden? Beteiligte Ger�te, Maschinen, Fahr zeuge oder Gefahrstoffe? Insbesondere auf die folgenden Punkte ist einzugehen: �Betriebsteil, in dem sich der Unfall ereignete: z.B. B�ro, Schlosserei, Verkaufstheke, Betriebshof, Gew�chshaus, Stall �T�tigkeit, die die verletzte Person aus�bte: z.B. ... bediente eine Kundin, ... trug Unterlagen zum Konstruktionsb�ro, ... schlug einen Bolzen heraus, ... entlud Lieferwagen,... reparierte Maschine (Art, Hersteller, Typ, Baujahr) �Umst�nde, die den Verlauf des Unfalls kennzeichnen (Was l�ste den Unfall aus, welche Arbeitsmittel wurden benutzt, an welchen Maschinen und Anlagen wurde gearbeitet?); z.B.: ... beugte sich zu weit zur Seite, dadurch rutschte die Leiter weg und die Person st�rzte 3m in die Tiefe, ... verkantete das Holz und wurde von der Holzkreiss�ge (Hersteller, Typ, Baujahr) erfasst, ... rutschte aus, weil auf dem Boden Abfall/Schmutz/�l/Dung lag. Waren Arbeitsbedingungen wie Hitze, K�lte, L�rm, Staub, Strahlung gegeben, die mit dem Unfall im Zusammenhang stehen k�nnten? Wurde mit Gefahrstoffen umgegangen, die mit dem Unfall im Zusammenhang stehen k�nnten? Die Unfallschilderung k�nnen Sie auf der R�ckseite oder auf einem Beiblatt fort setzen. Sie k�nnen auch Skizzen zur Erl�uterung des Unfallverlaufs beif�gen. 18 Beispiele: rechter Unterarm, linker Zeigefinger, linker Fu� und rechte Kopfseite 19Beispiele: Prellung, Knochenbruch, Verstauchung, Verbrennung, Platzwunde, Schnittverletzung 23Hier einsetzen z.B. Einzelhandelskaufmann, Buchhalterin, Maurer, Mechatronikerin, Pflegefachkraft, Landwirt, G�rtnerin, und nicht ,,Arbeiter", ,,Angestellte" oder ,,Unternehmerin" 25 Beispiele: B�ro, Lager, Schlosserei, Labor, Lebensmittelabteilung, Fabrikhof, Bauhof 96 Anhang 2 �2 SGB VII � Versicherung kraft Gesetzes (Textauszug) Sozialgesetzbuch (SGB) Siebtes Buch (VII) � Gesetzliche Unfallversicherung vom 7. August 1996 (BGBl. I S. 1254) zuletzt ge�ndert durch Artikel 7 Siebtes Gesetz zur �nderung des Vierten Buches Sozialgesetzbuch und anderer Gesetze vom 12.06.2020 BGBl. I S. 1248 � 2 Versicherung kraft Gesetzes (1) Kraft Gesetzes sind versichert 1. Besch�ftigte, 2. Lernende w�hrend der beruflichen Aus- und Fortbildung in Betriebsst�tten, Lehr- werkst�tten, Schulungskursen und �hnlichen Einrichtungen, 3. Personen, die sich Untersuchungen, Pr�fungen oder �hnlichen Ma�nahmen unterzie- hen, die aufgrund von Rechtsvorschriften zur Aufnahme einer versicherten T�tigkeit oder infolge einer abgeschlossenen versicherten T�tigkeit erforderlich sind, soweit diese Ma�nahmen vom Unternehmen oder einer Beh�rde veranlasst worden sind, 4. behinderte Menschen, die in anerkannten Werkst�tten f�r behinderte Menschen, bei einem anderen Leistungsanbieter nach � 60 des Neunten Buches oder in Blindenwerkst�tten im Sinne des � 226 des Neunten Buches oder f�r diese Einrichtungen in Heimarbeit t�tig sind, 5. Personen, die a. Unternehmer eines landwirtschaftlichen Unternehmens sind und ihre im Unternehmen mitarbeitenden Ehegatten oder Lebenspartner, b. im landwirtschaftlichen Unternehmen nicht nur vor�bergehend mitarbeitende Familienangeh�rige sind, c. in landwirtschaftlichen Unternehmen in der Rechtsform von Kapital- oder Personenhandelsgesellschaften regelm��ig wie Unternehmer selbst�ndig t�tig sind, d. ehrenamtlich in Unternehmen t�tig sind, die unmittelbar der Sicherung, �berwachung oder F�rderung der Landwirtschaft �berwiegend dienen, e. ehrenamtlich in den Berufsverb�nden der Landwirtschaft t�tig sind, wenn f�r das Unternehmen die landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft zust�ndig ist, 6. Hausgewerbetreibende und Zwischenmeister sowie ihre mitarbeitenden Ehegatten oder Lebenspartner, 7. selbst�ndig t�tige K�stenschiffer und K�stenfischer, die zur Besatzung ihres Fahrzeugs geh�ren oder als K�stenfischer ohne Fahrzeug fischen und regelm��ig nicht mehr als vier Arbeitnehmer besch�ftigen, sowie ihre mitarbeitenden Ehegatten oder Lebenspartner, 8. a. Kinder w�hrend des Besuchs von Tageseinrichtungen, deren Tr�ger f�r den Betrieb der Einrichtungen der Erlaubnis nach � 45 des Achten Buches oder einer Erlaubnis aufgrund einer entsprechenden landesrechtlichen Regelung bed�rfen, w�hrend der Betreuung durch geeignete Tagespflegepersonen im Sinne von � 23 des Achten Buches sowie w�hrend der Teilnahme an Anhang 97 vorschulischen Sprachf�rderungskursen, wenn die Teilnahme auf Grund landesrechtlicher Regelungen erfolgt, b. Sch�ler w�hrend des Besuchs von allgemein- oder berufsbildenden Schulen und w�hrend der Teilnahme an unmittelbar vor oder nach dem Unterricht von der Schule oder im Zusammenwirken mit ihr durchgef�hrten Betreuungsma�nahmen, c. Studierende w�hrend der Aus- und Fortbildung an Hochschulen, 9. Personen, die selbst�ndig oder unentgeltlich, insbesondere ehrenamtlich im Gesundheitswesen oder in der Wohlfahrtspflege t�tig sind, 10. Personen, die a. f�r K�rperschaften, Anstalten oder Stiftungen des �ffentlichen Rechts oder deren Verb�nde oder Arbeitsgemeinschaften, f�r die in den Nummern 2 und 8 genannten Einrichtungen oder f�r privatrechtliche Organisationen im Auftrag oder mit ausdr�cklicher Einwilligung, in besonderen F�llen mit schriftlicher Genehmigung von Gebietsk�rperschaften ehrenamtlich t�tig sind oder an Ausbildungsveranstaltungen f�r diese T�tigkeit teilnehmen, b. f�r �ffentlich-rechtliche Religionsgemeinschaften und deren Einrichtungen oder f�r privatrechtliche Organisationen im Auftrag oder mit ausdr�cklicher Einwilligung, in besonderen F�llen mit schriftlicher Genehmigung von �ffentlich-rechtlichen Religionsgemeinschaften ehrenamtlich t�tig sind oder an Ausbildungsveranstaltungen f�r diese T�tigkeit teilnehmen, 11. Personen, die a. von einer K�rperschaft, Anstalt oder Stiftung des �ffentlichen Rechts zur Unterst�tzung einer Diensthandlung herangezogen werden, b. von einer dazu berechtigten �ffentlichen Stelle als Zeugen zur Beweis erhebung herangezogen werden, 12. Personen, die in Unternehmen zur Hilfe bei Ungl�cksf�llen oder im Zivilschutz unentgeltlich, insbesondere ehrenamtlich t�tig sind oder an Ausbildungsveranstaltungen dieser Unternehmen einschlie�lich der satzungsm��igen Veranstaltungen, die der Nachwuchsf�rderung dienen, teilnehmen, 13. Personen, die a. bei Ungl�cksf�llen oder gemeiner Gefahr oder Not Hilfe leisten oder einen anderen aus erheblicher gegenw�rtiger Gefahr f�r seine Gesundheit retten, b. Blut oder k�rpereigene Organe, Organteile oder Gewebe spenden oder bei denen Voruntersuchungen oder Nachsorgema�nahmen anl�sslich der Spende vorgenommen werden, c. sich bei der Verfolgung oder Festnahme einer Person, die einer Straftat verd�chtig ist oder zum Schutz eines widerrechtlich Angegriffenen pers�nlich einsetzen, d. T�tigkeiten als Not�rztin oder Notarzt im Rettungsdienst aus�ben, wenn diese T�tigkeiten neben aa) einer Besch�ftigung mit einem Umfang von regelm��ig mindestens 15 Stunden w�chentlich au�erhalb des Rettungsdienstes oder bb) einer T�tigkeit als zugelassener Vertragsarzt oder als Arzt in privater Niederlassung ausge�bt werden, 14. Personen, die a. nach den Vorschriften des Zweiten oder des Dritten Buches der Meldepflicht unterliegen, wenn sie einer besonderen, an sie im Einzelfall gerichteten Aufforderung der Bundesagentur f�r Arbeit, des nach � 6 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 des Zweiten Buches zust�ndigen Tr�gers oder eines nach � 6a des Anhang 98 Zweiten Buches zugelassenen kommunalen Tr�gers nachkommen, diese oder eine andere Stelle aufzusuchen, b. an einer Ma�nahme teilnehmen, wenn die Person selbst oder die Ma�nahme �ber die Bundesagentur f�r Arbeit, einen nach � 6 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 des Zweiten Buches zust�ndigen Tr�ger oder einen nach � 6a des Zweiten Buches zugelassenen kommunalen Tr�ger gef�rdert wird, 15. Personen, die a. auf Kosten einer Krankenkasse oder eines Tr�gers der gesetzlichen Rentenversicherung oder der landwirtschaftlichen Alterskasse station�re oder teilstation�re Behandlung oder station�re, teilstation�re oder ambulante Leistungen zur medizinischen Rehabilitation erhalten, b. zur Vorbereitung von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben auf Aufforderung eines Tr�gers der gesetzlichen Rentenversicherung oder der Bundesagentur f�r Arbeit einen dieser Tr�ger oder eine andere Stelle aufsuchen, c. auf Kosten eines Unfallversicherungstr�gers an vorbeugenden Ma�nahmen nach � 3 der Berufskrankheiten-Verordnung teilnehmen, d. auf Kosten eines Tr�gers der gesetzlichen Rentenversicherung, der landwirtschaftlichen Alterskasse oder eines Tr�gers der gesetzlichen Unfallversicherung an Pr�ventionsma�nahmen teilnehmen, 16. Personen, die bei der Schaffung �ffentlich gef�rderten Wohnraums im Sinne des Zweiten Wohnungsbaugesetzes oder im Rahmen der sozialen Wohnraumf�rderung bei der Schaffung von Wohnraum im Sinne des � 16 Abs. 1 Nr. 1 bis 3 des Wohnraumf�rderungsgesetzes oder entsprechender landesrechtlicher Regelungen im Rahmen der Selbsthilfe t�tig sind, 17. Pflegepersonen im Sinne des � 19 Satz 1 und 2 des Elften Buches bei der Pflege eines Pflegebed�rftigen mit mindestens Pflegegrad 2 im Sinne der �� 14 und 15 Absatz 3 des Elften Buches; die versicherte T�tigkeit umfasst pflegerische Ma�nahmen in den in � 14 Absatz 2 des Elften Buches genannten Bereichen sowie Hilfen bei der Haushaltsf�hrung nach � 18 Absatz 5a Satz 3 Nummer 2 des Elften Buches. (1a) Versichert sind auch Personen, die nach Erf�llung der Schulpflicht auf der Grundlage einer schriftlichen Vereinbarung im Dienst eines geeigneten Tr�gers im Umfang von durchschnittlich mindestens acht Wochenstunden und f�r die Dauer von mindestens sechs Monaten als Freiwillige einen Freiwilligendienst aller Generationen unentgeltlich leisten. Als Tr�ger des Freiwilligendienstes aller Generationen geeignet sind inl�ndische juristische Personen des �ffentlichen Rechts oder unter � 5 Abs. 1 Nr. 9 des K�rperschaftsteuergesetzes fallende Einrichtungen zur F�rderung gemeinn�tziger, mildt�tiger oder kirchlicher Zwecke (�� 52 bis 54 der Abgabenordnung), wenn sie die Haftpflichtversicherung und eine kontinuierliche Begleitung der Freiwilligen und deren Fort- und Weiterbildung im Umfang von mindestens durchschnittlich 60 Stunden je Jahr sicherstellen. Die Tr�ger haben fortlaufende Aufzeichnungen zu f�hren �ber die bei ihnen nach Satz 1 t�tigen Personen, die Art und den Umfang der T�tigkeiten und die Einsatzorte. Die Aufzeichnungen sind mindestens f�nf Jahre lang aufzubewahren. (2) Ferner sind Personen versichert, die wie nach Absatz 1 Nr. 1 Versicherte t�tig werden. Satz 1 gilt auch f�r Personen, die w�hrend einer aufgrund eines Gesetzes angeordneten Freiheitsentziehung oder aufgrund einer strafrichterlichen, staatsanwaltlichen oder jugendbeh�rdlichen Anordnung wie Besch�ftigte t�tig werden. Anhang 99 (3) Absatz 1 Nr. 1 gilt auch f�r 1. Personen, die im Ausland bei einer amtlichen Vertretung des Bundes oder der L�nder oder bei deren Leitern, Mitgliedern oder Bediensteten besch�ftigt und in der gesetzlichen Rentenversicherung nach $4 Absatz 1 Satz 2 des Sechsten Buches pflicht versichert sind, 2. Personen, die a. im Sinne des Entwicklungshelfer-Gesetzes Entwicklungsdienst oder Vorbereitungsdienst leisten, b. einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst ,,weltw�rts" im Sinne der Richtlinie des Bundesministerium f�r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung vom 1. August 2007 (BAnz. 2008 S.1297) leisten, c. einen internationalen Jugendfreiwilligendienst im Sinne der Richtlinie Internationaler Jugendfreiwilligendienst des Bundesministeriums f�r Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 20.Dezember 2010 (GMBl S.1778) leisten, 3. Personen, die a. eine T�tigkeit bei einer zwischenstaatlichen oder �berstaatlichen Organisation aus�ben und deren Besch�ftigungsverh�ltnis im �ffentlichen Dienst w�hrend dieser Zeit ruht, b. als Lehrkr�fte vom Ausw�rtigen Amt durch das Bundesverwaltungsamt an Schulen im Ausland vermittelt worden sind oder c. f�r ihre T�tigkeit bei internationalen Eins�tzen zur zivilen Krisenpr�vention als Sekundierte nach dem Sekundierungsgesetz abgesichert werden. Der Versicherungsschutz nach Satz 1 Nummer 3 Buchstabe a und c erstreckt sich auch auf Unf�lle oder Krankheiten, die infolge einer Verschleppung oder einer Gefangenschaft eintreten oder darauf beruhen, dass der Versicherte aus sonstigen mit seiner T�tigkeit zusammenh�ngenden Gr�nden, die er nicht zu vertreten hat, dem Einflussbereich seines Arbeitgebers oder der f�r die Durchf�hrung seines Einsatzes verantwortlichen Einrichtung entzogen ist. Gleiches gilt, wenn Unf�lle oder Krankheiten auf gesundheitssch�digende oder sonst vom Inland wesentlich abweichende Verh�ltnisse bei der T�tigkeit oder dem Einsatz im Ausland zur�ckzuf�hren sind. Soweit die Abs�tze1 bis 2 weder eine Besch�ftigung noch eine selbst�ndige T�tigkeit voraussetzen, gelten sie abweichend von � 3Nr. 2 des Vierten Buches f�r alle Personen, die die in diesen Abs�tzen genannten T�tigkeiten im Inland aus�ben;� 4 des Vierten Buches gilt entsprechend. Absatz 1 Nr. 13 gilt auch f�r Personen, die im Ausland t�tig werden, wenn sie im Inland ihren Wohnsitz oder gew�hnlichen Aufenthalt haben. (4) Familienangeh�rige im Sinne des Absatzes 1 Nr. 5 Buchstabe b sind 1. Verwandte bis zum dritten Grade, 2. Verschw�gerte bis zum zweiten Grade, 3. Pflegekinder (� 56 Abs. 2 Nr. 2 des Ersten Buches) der Unternehmer, ihrer Ehegatten oder ihrer Lebenspartner. Anhang 100 Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV) Glinkastra�e 40 10117 Berlin Tel.: 030 13001-0 (Zentrale) E-Mail: info@dguv.de Internet: www.dguv.de